Orsch werbleede...

Trip Start May 01, 2012
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12
29
Trip End May 28, 2012


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Where I stayed
Kayenta Campground
What I did
Dead Horse Point Statepark
Canyonlands Nationalpark

Flag of United States  , Utah
Wednesday, May 9, 2012

Was genau dies bedeutet ist mir leider schleierhaft, es ist auf jeden Fall ein liebevolles Schimpfwort unserer sächsischen Genossinnen und Genossen - das ist sicher! Wie ich jetzt darauf komme? Pah, dafür gibt es einen, nein… sogar drei konkrete Gründe. Und zwar gleich drei dieser (dunkeldeutschen) Deutschen, die sich gemeinsam aufgemacht haben, die Welt zu erobern oder zumindest zu erkunden - der Anteil an unerforschten Gebieten ist wohl nicht mehr so groß und gar noch viel geringer wenn man bzgl. Bewohnbarkeit und gewisser Lebensgrundlagen selektiert. Jedenfalls freut man sich als Bayer ganz besonders (NICHT!!!) wenn man an einem stillen, idyllischen und von Sonnenstrahlen gesäumten Morgen im wundervollen Arches Nationalpark am Trailhead zum Landscape Arch aus dem Wohnmobil aussteigt und miterleben muss, wie drei sächselnde Individuen (ich weiß, langsam werd ich gemein aber sowas glaubt man einfach nicht!) aus dem Wohnmobil vor uns aussteigen und fröhlich zu plaudern beginnen. Und zur Erklärung wie der Titel des heutigen Eintrages zustande kam - um dem Ganzen noch das gewisse Etwas zu verleihen hatten die drei auch noch T-Shirts mit ach so lustigen Aufdrucken wie "Orsch werbleede…" drauf. Das ist unglaublich aber eine wahre Geschichte, die das Leben anscheinend schreibt.

Zum Glück waren wir trotz Sonnenbrand gepeinigter Haut schnelleren Fußes als die Damen und Herren aus dem Erzgebirge und so konnten wir sie bereits auf den ersten fünfzig Metern des Trails hinter uns lassen. Unser primäres Ziel war ganz klar der Landscape Arch, der wohl längste Arch der Welt. Habe ich übrigens schon die Definition eines solchen Arches erwähnt? So ein "Loch im Fels" darf sich scheinbar "Arch" schimpfen, sobald der Durchmesser mehr als 1 Meter umfasst. Wie "dick" oder "tief" das Loch bzw. der umgebende Fels ist, spielt dabei keine Rolle. Egal, der Landscape Arch ist wirklich eindrucksvoll! Ich hatte auf Google mal ein Bild entdeckt, auf welchem ein Indianer(oder soll ich Native American sagen?) über den Arch hinweg stolzierte - Hut ab! Möglicherweise war der Felsbogen damals noch massiver, heute bin ich mir nicht ganz so sicher ob er das Gewicht eines normalen Menschen noch aushalten würde. Aber ich hab ja auch null Plan von Statik, etc. Wir folgten dem Trail weiter in Richtung Double-O Arch, machten von diesem jedoch eher aus der Entfernung ein Foto und zogen dann wieder zurück zum Ausgangspunkt, da die Sonne gegen 9:00 Uhr langsam stärker wurde und wir tunlichst vermeiden wollten, dass die "gelbe Sau" uns noch weiter aufbrennt. Der Trail, so muss ich abschließend erwähnen, hat es definitiv verdient, bewandert zu werden - auch wenn es hier und da über Stock und Stein recht flott bergauf geht.

Wir füllten am Parkplatz unsere Wasserflaschen am dort vorhandenen Trinkwasserbrunnen und starteten zurück in Richtung Visitor Center und somit zum Ausgang des Arches NP. Danke Alfred, dass du uns diesen Park eingeplant hast, der Tag gestern war wirklich der absolute Wahnsinn und das verdanken wir dir und natürlich dem atemberaubend schönen Nationalpark. Da unsere Vorräte langsam zur Neige gingen, fuhren wir vom Visitor Center aus circa fünf Meilen in den Süden nach Moab, der sogenannten "Outdoor Hauptstadt der USA". An jedem Straßeneck findet man dort Schilder die auf geführte Trails, Allradtouren, Mountainbike-Verleih, etc. hinweisen. Gänzlich unbeeindruckt ließen wir diese Angebote jedoch links liegen und folgten der Main Street bis zum Village Market, einem wirklich gut sortieren Mini-Supermarkt, bei dem wir vom AriZona-Eistee, über Cornflakes, Donuts, Käse, Brot und so weiter alles für uns notwendige fanden, das uns die nächsten Tage am Leben erhält. Falls ich es noch nicht bereits erwähnt haben sollte - ich sitze hier gerade am Campingplatz inmitten von Nichts und hab kein Internet um die vorangegangenen Einträge nochmal danach zu durchforsten - dieser AriZona Eistee… eine Wucht! Da kostet die Dose (ich glaube 0,625 Liter) gerade einmal 99 Cent, was im Vergleich zu anderen Kaltgetränken spottbillig ist. Wir haben auch bereits alle Sorten durchprobiert und sind gemeinsam der Meinung, der Grüne Tee mit Honig schmeckt am Besten. :-)

Nach einer ausgiebigen Pause im daneben gelegenen Gasthaus zum Goldenen M (McDonalds), wo wir uns einen kleinen Snack kredenzen ließen und in erster Linie die Möglichkeit des kostenlosen WLAN Zugangs zu nutzen, fuhren wir wieder zurück auf der 191 nach Norden zum Canyonlands Nationalpark. Frage an Alfred: Wäre es von der Reihenfolge her nicht sinnvoller gewesen, wir wären gestern von Green River gleich zu Canyonlands und Dead Horse gefahren und heute dann erst zum Arches? So mussten sind wir jetzt knapp 20 Meilen mehrfach gefahren? Was ja egal ist, nur für zukünftige Planungen ist dies vielleicht hilfreich. :-)

Der Canyonlands Nationalpark… ja, was soll man da sagen… irgendwie überraschend! Ich glaube dieser ist einer der unscheinbarsten oder ich formuliere es anders - einer der unbekannteren Nationalparks dieses doch tatsächlich satte 390 Stück umfassenden USA Nationalpark Systems und doch ist er eine Wucht. Der Shafer Trail, eine sich hinunterschlängelnde Gravel Road die man von einem Viewpoint gut überblicken kann, ist da ja noch das unspektakulärste. Wirklich beeindruckend ist der Ausblick vom Grand View Point. Von dort hat man einen unglaublichen Nahezu-Rundum-Blick über das "Island in the Sky" Gebiet, eine von Canyons durchzogene riiiiiesengroße Ebene. Beeindruckend! Aufgrund der Mittagssonne und des Sonnenbrands besuchten wir nur noch kurz ein paar andere Viewpoints per "Drive-By" - also im Vorbeifahren - und machten uns dann recht flott wieder auf zum endgültigen Ziel des heutigen Tages, dem Dead Horse Stadtpark, der in unmittelbarer Nähe zu Canyonlands gelegen ist. Dort bezogen wir Campsite #16 und staunten erneut über die wunderschönen Campingplätze die dieses Land zu bieten hat. Wir verbrachten die folgenden Stunden im Schatten und zogen dann gegen Abend nochmals los zum Dead Horse Point, dem wohl schönsten Aussichtspunkt dieses Parks. Von dort blickt man auf den Colorado River, der sich tief unten im Tal an den Canyons vorbeischlängelt. Wir genossen die letzten Momente bevor die Dämmerung eintrat und kehrten zurück zum Campground, an welchem soeben dieser Bericht entsteht.

Morgen geht es weiter wieder nach Süden, vorbei an Moab bis zum Monument Valley. Dieses "Bühnenbild" sollte vielen von unzähligen Westernfilmen ein guter Begriff sein. Doch zuvor versuchen wir noch, den Mesa-Arch im Canyonlands NP zu Sonnenaufgang abzulichten. Drückt uns die Daumen!

So wie der Bericht begonnen hat, so möchte ich ihn jetzt mit einem weiteren Shirt-Aufdruck der sächsischen Weltenbummler beenden!

Färdsch!


Bea & Martin
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Comments

sxjo on

Hallo ihr zwei. Melde mich nach meiner Dienstreis nach Graz wieder zurück. Es erschlägt mich ja förmlich, was ihr in den letzten Tagen so alles erlebt und gemacht habt. Gut, dass das Wochende bevorsteht. Da kann ich dann mal alles in Ruhe lesen. Bis dann Sepp

Alfred on

Frage an Alfred: Wäre es von der Reihenfolge her nicht sinnvoller gewesen, wir wären gestern von Green River gleich zu Canyonlands und Dead Horse gefahren und heute dann erst zum Arches?
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Konstruktive Kritik ist doch erwünscht!!
Ich lerne doch bei jeder Reise meiner lieben Kunden mit!
Und ich sagte euch... ich bitte um Tipps, Tricks und Anregungen die Touren immer noch zu verbessern!

Immer noch freuts mich narrisch wenn ich eure Begeisterung raushöre.

Also ab zu den Navajos!!!

mamarianne on

An die Auslandskorrespondenten Bea und Martin:
Die Berichte von Martin sind grandios - vom wem hast Du das geerbt? Die Fotos einmalig und an Bea: Du bist sowas von fotogen, ganz das Bavarian Topmodel in Nature! Und wenn ich Eure Augen leuchten sehe - dann sehe ich, dass es Euch gut geht! Das ist das Wichtigste.
Alles Gute bis zur nächsten Reportage Eure mum
PS: Jetzt dürfte sich die Landschaft aber bald mal ändern - langsam schaut für mich alles gleich aus. Ist das so?

Susi on

Liebe Bea, lieber Martin,

mittlerweile ist es schon fast zur Gewohnheit geworden, gleich nachdem ich den Computer einschalte schaue ich erst mal eure Fotos durch. Aber ich musste echt lachen, als ich den Kommentar von Marianne gelesen habe, ich dachte mir nämlich haargenau das gleiche.... für mich sehen dir Bilder oder bessergesagt die Landschaften doch immer sehr ähnlich aus... vielleicht ist das aber auch wieder anders, wenn man es selbst erlebt!!
Liebe Grüße aus dem sonnigen (heute bis 30 Grad warmen) Deutschland
Susi, Edi, Florian und Stefanie (seit gestern mit neuer Zahnspange) :-)

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