Komodo Dragon - 4-Day-Boat-Trip Lombok to Flores

Trip Start Oct 02, 2010
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Trip End Jul 15, 2011


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Where I stayed
on a boat

Flag of Indonesia  , East Nusa Tenggara,
Thursday, June 9, 2011

On Thursday I started the 4 day boat trip from Lombok to Flores, including snorkelling and trekking at different spots. They picked me up in Mataram and we (17 tourists and 6 people of the crew) were riding to the other side of Lombok in a minibus. On the way we stopped somewhere to get some food, drinks and water for the journey. Amazingly we also got 4 chicken in a bag - alive! They were put in the gangway of the bus and one was looking out a whole in the bag, confused and amazing us. Poor chicken!

We boarded the boat in the late afternoon. The boat is very simple. There are common bunks upstairs, where everybody is sleeping next to each other. Unfortunately there was only space for 14 Mattresses, so 3 people had to sleep downstairs in the common area. This area is nothing more than a floor, where we got food and were sitting around while the boat was moving. So no chairs, benches, tables or anything. We simply ate our food while sitting on the floor - real Indonesian style ;) The chickens had a stall at the back of the boat. Still alive, until they killed it for our supper.

Between the islands the sea was very rough and some people got seasick. I'm wondering how the chickens in the back felt ...

One night we were moving the whole night. The motor is really loud and at 3 o'clock in the morning we came again into a rough sea. The people from downstairs had to come upstairs because the waves were to high and the common area got complete wet. The crew was shouting to each other, we couldn't understand way. But I think at this time, nobody was sleeping very well and was awake and maybe afraid that we might sink. One time I asked our guide, where the life jackets are, he told me that they are in the lower deck behind our luggage and everything else ... very good place for them ;) and another time I asked our guide, how the captain is navigating, because there were no instruments on board, even not a compass. His answer was: "instinct and experience" ... OMG!!! I hope his experience is good enough. Happily we survived the trip ;)

We stopped at several places for snorkelling, walked to a waterfall with a nice big pool near the top, trekked up the highest point of Komodo National Park and walked on Komodo and Rinca island to see the Komodo dragons and other wildlife there. The best spot for snorkelling was in front of Pink Beach. The water was pretty cold, but the view was so clear and I saw so many different coloured corals - beautiful!!!




Am Donnerstag ging es also los auf den 4-Tages-Boots-Trip von Lombok nach Flores. Ich wusste schon vorher von Erzählungen, dass das eine sehr einfach Geschichte ist. Also einfach in dem Sinn man darf keine Ansprüche auf dem Boot stellen. Es gibt nur ein einfaches Matratzenlager mit 14 Matratzen und sonst kaum Platz. Das Gepäck wurde unter Deck in einem Raum verstaut. Und dazwischen gabs das Deck mit der Küche, einem WC mit Kübel als Spülung, dem Steuerplatz und einer großen, überdachten Fläche, auf der am Boden sitzend gegessen und die Zeit während des Fahrens totgeschlagen wurde. Es gibt kein fließendes Wasser, nur Salzwasser aus dem Kübel, keine Stühle oder Bänke. Einfach einfach - indonesischer Stil halt ;) Aber ich sag euch, nach 4 Tagen nur Salzwasser am Körper, freut man sich schon riesig auf eine Süßwasser-Dusche!

Sie haben mich also Mittags in Mataram von der Schule abgeholt und wir (17 Touristen und 6 Crew-Mitglieder) sind mit einem Minibus 3 Stunden quer über Lombok zum Hafen, wo unser Boot auf uns wartete, gefahren. Dazwischen haben angehalten um Proviant einzuladen, der aus Essen und Getränken für die nächsten paar Tage bestand. Mit dabei waren auch 4 Hendln in einem Reissack der im Bus auf dem Gang platziert wurde. Das Hendl, das durch ein Loch heraus schaute, wurde zum Foto-Modell. Arme Hendln, wenn ich dran denk, dass sie wohl unser Essen werden. An Board gab es dann sogar einen eigenen Hühnerstall für sie. Also eigentlich wars nur ein kleiner Käfig am Heck (auf der Außenseite) des Bootes. Ich möcht gar nicht wissen, wie's den Viechern bei hohen Wellen geht...

Unsere Gruppe war bunt gemischt, sowohl von Nationalität als auch vom Alter her. Von 18 bis schätzungsweise 50 war alles dabei. 2 britische Mädels mit denen ich später noch weiter gereist bin, 4 Holländer, ein deutsches Paar, das eigentlich mit dem Rad durch die Weltgeschichte reist, 4 weitere deutsche Mädels, 1 Urkrainer, ein spanisches Pärchen und eine ältere Amerikanerin.

Ansonsten hab ich mich an Board mit unserem Guide die meiste Zeit unterhalten. Vic ist seit ein paar Jahren Guide auf solchen Touren. Meistens starteten unsere Gespräche mit einem "Barbara, may I ask you a question?" :D Fand das immer irgendwie witzig und sehr höflich ;) Und dann hab ich mal Fragen gestellt:
B: "Wo sind denn eigentlich die Schwimmwesten?" weil ich keine gesehen hab bisher
V: "Unter Deck, hinter dem Gepäck und Proviant" im letzten Eck also ... sehr sinnvoll ;)
später:
B: (spaßig) "Wieviel Schiffe hab ihr schon versenkt?"
V: "Wir noch keines" - eh kloar - "aber von der anderen Gesellschaft Perama ist letztens erst eines bei der Nacht aufgelaufen. Sie hatten aber Glück, weil es gleich vor der Küste war und die Leute konnten an Land schwimmen. Das Gepäck war halt hinüber..."
ein anderes Mal:
B: "Wie navigiert der Kapitän eigentlich?" - ich sah nämlich weder Instrumente geschweige denn einen Kompass
V: "Instinkt und Erfahrung" - Na danke! Wenn das die Mama wüsst...
Alles sehr beruhigend, oder? Ich sollte besser keine Fragen mehr stellen. Noch mehr beruhigt hat mich der Start unserer Bootsfahrt. Es herrschte etwas Wind und als wir Ablegen wollten, wurde unser Boot immer wieder gegen das Nachbarboot gedrückt. Was ja eigentlich kein großes Problem wär, wenn dieses Schiff nicht viel höher als unseres gewesen wär und sein Anker uns ein Loch in die Überdachung des Gemeinschaftsbereichs gerissen hätte. So nebenbei konnten wir nicht gleich geschwind wegfahren, weil sich gleichzeitig auch noch ein Seil eines anderen Bootes in unserer Schraube verfangen hat. Die gesamte Crew ist also entweder am Dach herumgekraxelt, um den Anker irgendwie loszuwerden, der sich in unserer Dachkonstruktion verankert hat, oder ins Wasser gesprungen um das Seil unterm Schiff loszuwerden. Action!!! Guter Start, oder?

Letztendlich sind wir doch vom Hafen weggekommen und durch die rauhe See, zwischen Lombok und der nächsten Insel sind die Wellen sehr hoch, zum ersten Schlafplatz am Meer geschippert. Ein paar Leute sind durch den Wellengang seekrank geworden, ich kannte aber die Tricks und hab sie ihnen auch gesagt, aber meistens wolltens nicht drauf hören uns sind erst recht wieder aufs Matratzenlager gegangen um weiter zu leiden, anstatt am offenen Meer in die Ferne zu blicken. Vic kannte dann auch noch den Trick an einem Zahnstocher herumzukauen, hat anscheinend bei manchen auch geholfen. Gut zu wissen. Jedenfalls musste ich bei der Überfahrt feststellen, wie stark mir das Meer und Segeln oder Bootsfahren eigentlich fehlen wird, wenn ich wieder daheim in Österreich bin... egal! Jetzt noch genießen soviel geht :)

Da Indonesien am Äquator liegt, geht die Sonne das ganze Jahr über fast gleich auf und unter. Um 6 ist Sonnenaufgang und um 6 Sonnenuntergang. Außerdem wirds nach Sonnenuntergang verdammt schnell dunkel. Da es auf dem Boot nicht viel zu tun gab, sind wir meistens sehr früh schlafen gegangen. 2 Mal hab ichs geschafft bei Sonnenaufgang unten an Deck zu sein und die Ruhe des Meers zu genießen. Um ca. 7 Uhr haben uns dann jeweils Delfine eine Zeit lang begleitet :)

Am Freitag starteten die Motoren um 3 in der Früh und wir fuhren weiter zur Insel Moyo. Auf dem Weg gabs Frühstück in Form von Toastbrot mit Butter und Ananas-Marmelade oder Kondensmilch. In ganz Südost-Asien gibts so gut wie keine Frischmilch, immer nur die gesüßte Kondensmilch. Mir schmeckts zu Toastbrot oder Pfannkuchen :) Bei der Insel wurde geschnorchelt (Hummer gesehen) und danach sind wir zum Wasserfall spaziert. Dort konnte man affig hinaufklettern bis man einen tiefen Pool auf halber Höhe des Wasserfalls erreichte. Man konnte von den Bäumen rundherum in den Pool springen. Vic meinte am Anfang noch: der Pool ist so tief, dass er den Grund noch nie erreicht hat, beim Reinspringen. Beim 3. Versuch hat er dann doch den Boden berührt, aber er war verdammt lang weg. Ich habs nicht probiert, war zu feig. Dafür hab ich mein Bandana (Kopftuch) oben liegen lassen, dass jetzt entweder einem Affen gehört oder einem anderen Touristen, der nach unserer Tour oben war ;) - gut, dass ich noch ein zweites mit dabei hab :)

Am Nachmittag sind wir zu einer anderen Insel (Pulau Satonda) gefahren, wo man über einen kurzen Pfad zu einem Salzsee kommt, bei dem angeblich Fische drinnen schwimmen, die tote Haut von den Füßen knabbern, wenn man sie rein hält. Ein gratis Fisch-Spa also. Denkste! Die Fische waren entweder satt oder ziemlich scheu. Also viel gemerkt haben wir nicht von dem Spa. Dafür wurden wir nachher mit Schnorcheln bei echt guter Sicht entschädigt.

Die folgende Nacht war dann die unangenehmste. Wir sind die ganze Nacht durchgefahren. Superlauter Motor. Sehr hohe Wellen irgendwann mitten in der Nacht. Und zwar so hoch, dass die 3 Leute, die unten schlafen mussten, weil oben kein Platz mehr war, raufkommen mussten, weils unten jetzt komplett nass wurde. Und auch so hoch, dass sich die Crew irgendwas immer wieder zugeschrien hat, starke Taschenlampen aufs Meer gerichtet wurden und irgendwie alles etwas beunruhigend wirkte. Ich konnte eine Zeit nicht mehr wirklich einschlafen, hab sicherheitshalber mal mein Handy aufgedreht und meine wichtigsten Sachen in meinen Wasserdichten Sack gegeben. Paranoia? Vielleicht. Aber wenn ich dran denk, wo die Schwimmwesten sind (2 Decks unter mir) und mit welchen Instrumenten wir navigieren (mit keinen!) find ich das gerechtfertigt ;) Aber zum Glück wars unnötig. Wir habens überlebt ;)

Am nächsten Tag wurden wir mit einem Trekking zum höchsten Punkt im Komodo National Park (Gili Laba) mit einer wunderschönen Aussicht belohnt. Und gleich darauf gabs dann noch Schnorcheln und Strandpause beim roten bzw. pinken Strand. Der Sand hat von Korallen und sonstigen klein geriebenen Resten wirklich einen roten Stich. Sah man aber erst aus der Nähe. Und das Wasser dort war zwar saukalt, aber dafür so klar, wie noch nie. Ich hab dort die schönsten Farbprachten an Korallen und Fischen gesehen.

Am Nachmittag ist es dann endlich soweit und wir machen eine kleine Wanderung auf Komodo Island, dort wo die "Komodo Dragons" (Komodowarane) zu Hause sind. Das sind riesige Warane, die es nur auf Komodo und auf der Nachbarinsel Rinca gibt. Angeblich sind wir 4km gegangen, glaub ich aber irgendwie nicht, es kam mir viel kürzer vor. Als erstes haben wir einen Jungwaran durch den Wald laufen sehen. Später dann noch größere und einen Hirsch am Strand liegen. Man sollte auf der Insel nicht alleine herumlaufen, da die Warane gefährlich werden können, weshalb unsere Gruppe von 3 Ranchern mit Stecken zum Verscheuchen der Viecher begleitet wurde.

Den Abend verbrachten wir bei Pulau Lasa, wo abends tausende Fledermäuse auf ihre Jagd losfliegen. Gleichzeitig kommen auch ein paar Indonesier mit ihren winzigen Booten und versuchen ihre geschnitzten Komodowarane und Bier zu verkaufen. Dumm nur, dass wir genug Bier an Board hatten und keiner sich für die Schnitzerein interessierte. Stattdessen haben wir zu angeln begonnen. Mit was? Achja, ich vergaß, gestern sind uns 3 Hendln zum Opfer gefallen und waren unser Abendmahl. Jetzt haben wir ihre Innereien als Köder bekommen. Viel Erfolg hatte allerdings keiner von uns. Die Fische haben die Köder immer wieder vom Haken gestohlen.

Diesmal sollte die Nacht ruhig sein, weil wir der Motor nie gestartet wurde. Blöd nur, wenn man an Board einen übergewichtigen Holländer hat, der schnarcht, dass sich die Balken biegen...

Sonntag war unser letzter Tag und am Vormittag haben wir noch die Warane auf Rinca besucht und sind dort herumgeführt worden. Da gibt es bei den Ranchern ihrer Küche eine Stelle, wo immer Warane herumliegen. Man hat also eine 100%ige Chance welche zu erblicken. Die liegen da herum, weil sie faul sind, nicht jagen wollen und auf Abfälle aus der Küche warten, die sie laut Rancher eigentlich so gut wie nie bekommen. Außerdem haben wir einen Büffel entdeckt, der sich gerade ein Wasserloch gegraben hat um sich darin zu suhlen und abzukühlen.

Bevor wir dann am Nachmittag an unserem Ziel ankommen, durften wir noch einmal bei einer kleinen Insel namens Gili Kelor nicht weit von Flores schnorcheln gehen.

Im Hafen von Labuan Bajo auf Flores (unser Ziel) konnten wir uns dann entscheiden, ob wir noch eine Nacht auf dem Boot schlafen wollen oder ob wir uns gleich ein Hotel suchen. Zuerst wollte ich meine Entscheidung vom schnarchenden Holländer abhängig machen. Da ich aber lang nicht wusste, was er jetzt macht und auch nicht so direkt fragen konnte (das schaut ja blöd aus), hat dann doch mein "ich schlaf unheimlich gern im Freien"-Wunsch gesiegt und ich hab mich fürs Boot entschieden. So hab ich den Nachmittag dann mit Zimmer- und Tauchanbietersuche für den nächsten Tag verbracht. Abends gings dann mit der Crew und den anderen Boots-Trip-Gästen zur Paradise Bar, wo man einen schönen Blick über die ganze Bucht hat. Bei der Rückkehr zum Boot, siehe da, wer schläft unter anderem noch an Board? Eh kloar! Der Holländer ... pffff ... macht aber nix, denn jetzt ist ja unten genug Platz zum Schlafen und ich hau mich lieber dort auf's Ohr, da hört man ihn nicht so :) Gute Nacht!
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