Endlich in Australien!

Trip Start Sep 07, 2012
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Trip End Oct 07, 2012


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Where I stayed

Flag of Australia  , Victoria,
Tuesday, September 11, 2012

Zunächst einmal: Wir haben uns geirrt. Das Wetter in Melbourne war heute hervorragend, man konnte absolut problemlos im T-Shirt herumlaufen. Lediglich am Abend ist es dann etwas kühler geworden. Das ist aber ok, wenn man bedenkt, dass in Australien gerade erst der Frühling hereinbricht.

Aber von Anfang an: Der Flug nach Melbourne war deutlich zu lange. Und da sie noch nicht einmal genug Einreisekarten an Board hatten und wir unsere Karte somit erst vor dem Einwanderungscheckpoint ausfüllen konnten, verzögerte sich unsere Ankunft am Hotel bis ca. 3 Uhr morgens lokaler Zeit (was für unsere Körper vermutlich irgendwann zwischen 7 Uhr abends deutscher Zeit und 1 Uhr nachts malaysischer Zeit ist... was für ein Chaos! Einschlafen konnten wir trotzdem nicht). Wir haben uns dann mal die Zeit genommen und bis 9 Uhr “ausgeschlafen”. Ok, halb zehn. War trotzdem zu früh. Aber sobald wir draußen im herrlichen melbourner Wetter waren, fühlten wir uns den ganzen Tag über topfit.

Beim Hotel hatten wir diesmal übrigens besonderes Glück: Nachdem wir erst mitten in der Nacht ankamen, waren alle normalen Zimmer schon belegt und wir wurden in ein Apartment geupgraded – in welchem wir auch die zweite Nacht heute verbringen dürfen. Sehr angenehm. Karin war vor allem von der Küche angetan und hat spontan entschieden, zwecks Kostenersparnis heute zu kochen statt essen zu gehen. Im Endeffekt gab es dann Tiefkühl-Lasagne aus der Mikrowelle. Diese war mit ca. 12$ weder besonders billig, noch besonders gut. Aber immerhin.

Wir haben außerdem technisch aufgerüstet: Wir haben für 10$ eine prepaid SIM-Karte gekauft (danke an Annabelles Chris für den Tipp), wobei wir dank einer speziellen Aktion 20$ Guthaben erhalten haben. Davon sind 10$ für eine Internetflatrate verbraucht – wir können jetzt also endlich wieder am modernen zivilisierten Leben teilnehmen mit einer mobilen 24/7 Verbindung ins Internet (und Tethering für Karins Laptop scheint auch zu funktionieren).

Melbourne an sich hat uns sehr gut gefallen. Wir hatten ja nur den heutigen Tag, um uns die Stadt anzuschauen. Morgen holen wir das Auto, dann geht's weiter nach Philipp Island (Pinguine!). Wir haben uns hauptsächlich im Zentrum der Innenstadt aufgehalten, wo eigentlich alles sehr gut zu Fuß zu erreichen ist. Es gibt auch eine kostenlose Tramlinie, die alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt abfährt, deren Dienste wir dann auch mal für eine Komplettrundfahrt in Anspruch genommen haben.

Neben einigen schönen Gärten, Parks und Teichen hat uns vor allem auch fasziniert, dass in Melbourne Papageien wild herumfliegen und lautstark vor sich hinsingen, wie im Bild zu sehen (also die Papageien, nicht das Herumfliegen oder singen). (*) Völlig überrascht waren wir vom Shrine of Remembrance. Das ist ein Denkmal für die gefallenen Soldaten Australiens (ursprünglich nur vom Ersten Weltkrieg, inzwischen auch noch erweitert auf alle Kriege danach). Der Shrine ist eigentlich sehr schön gemacht und bietet viele wissenswerte Informationen; die wichtigste davon war sicherlich, dass Australien überhaupt in den zwei Weltkriegen involviert war, was uns, wie wir zu unserer Schande gestehen mussten, völlig unbekannt war. An dieser Stelle möchten wir unseren Geschichtslehrern gerne völliges Versagen vorwerfen. Das wurde niemals erwähnt. Und falls es doch erwähnt und von uns nur erfolgreich verdrängt wurde, so sind natürlich trotzdem die Geschichtslehrer schuld: Sie hätten uns den Stoff ja auch anschaulicher und interessanter näher bringen können. Aber ganz so schlimm haben wir uns dann doch nicht blamiert: Eine nette ältere Dame, die dort am Shrine die Touristen betreut, meinte jedenfalls, dass dieses Unwissen weit verbreitet sei.

Am Abend waren wir dann noch auf dem Eureka Skydeck 88, eine Aussichtsplattform im 88. Stockwerk eines ca. 300 Meter hohen Wolkenkratzers mit einem herrlichen Ausblick über ganz Melbourne. Zufälligerweise hatten wir es zeitlich gerade so eingerichtet, dass wir ein paar schöne Sonnenuntergangs- und Dämmerungsfotos machen konnten. Als besondere Attraktion gab's dort “The Edge”, eine völlig aus Glas bestehende Plattform, die über den Rand des Gebäudes hinaus geschoben wurde. Man steht also quasi 300m über der Erde in der Luft. Das Vergnügen hätte aber 12 $ pro Person gekostet, was es uns irgendwie nicht wert war (Fotos waren natürlich verboten, man hätte ein teures Foto von den Betreibern erwerben können). Das ist irgendwie die gleiche Abzocke wie der Skywalk im Grand Canyon, den wir uns 2008 auch schon gespart haben. Wir sind also wenigstens konsequent.

Mit den Australiern haben wir bislang nur sehr positive Erfahrungen gemacht, ganz so, wie wir es schon vielfach gehört und gelesen haben. Am Shrine of Remembrance kamen die Angestellten (vermutlich waren es eher Freiwillige älteren Semesters) und haben bereitwillig von ihrem Wissen berichtet. Und als wir uns einmal äh... kurzzeitig nicht unserer genauen geografischen Position bewusst waren, hat uns sofort eine Dame angesprochen, ob bei uns alles klar ist (und dann vorsichtig und sehr höflich angedeutet, dass wir wohl einmal falsch abgebogen sind). Und selbst mit Taxifahrern kann man halbwegs vernünftige Gespräche führen.

(*) Vogelkenner bitte nicht über die Bezeichnung “Papagei” lachen, sondern einfach in den Kommentaren eine Richtigstellung der Vogelartszugehörigkeit posten!
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Comments

Annabelle on

Oh ja, die Papageien. Die sind doch sehr verbreitet. Sie werden euch schon noch nerven, auch wenn sie ganz schön toll aussehen. Wir hatten in Hervey Bay einen Campingplatz, wo ein Baum wohl der Schlafplatz für Hunderte Papageien war. Leider singen Papageien nicht sehr schön. Ihr könnt euch das Geschrei bei Sonnenaufgang und -untergang vorstellen ;-)...

Annabelle on

Ach ja, an den Preis für alles erdenkliche werdet ihr euch wohl auch gewöhnen müssen. 2.50$ für ne Gurke oder 7$ für ein 0.33er Bier sind im Supermarkt nicht ungewöhnlich... Das tut echt weh!

Ingrid on

Die bunten Papagaie heißen übrigens "rainbow lorikeets". Noch viel lauter sind jedoch die Kakadus, die ihr spätestens in Sydney im botanischen Garten noch sehen werdet...

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