Meine Geduld wird auf die Probe gestellt

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
nirgendwo
What I did
Regenfluten

Flag of Chile  , Easter Island,
Sunday, March 10, 2013

Hanga Roa, 10.03.2013

Es regnet seit wir gestern ins Hostel zurück gekommen sind. Ungefähr 10 Minuten später hat es angefangen und seit dem nicht wieder aufgehört. Regen ist hier nicht so ein Regen, wie bei uns. Es schüttet hier wie aus Eimern!

Rebecca und Hubert wollten heute eigentlich zum Sonnenaufgang nochmal zum Ahu Tongariki und haben sich dafür extra ein Quad geliehen. Daraus ist nun nichts geworden.

Ich habe, wie immer ausgiebig gefrühstückt. Danach habe ich meine Sachen gepackt und mich anschließend auf die Terrasse gesetzt. Es hatte aufgehört zu regnen und sah nach einem guten Tag aus, jedenfalls, wenn man in die Richtung gesehen hat. Die andere war von meiner Terrasse aus nicht zu sehen.

Rebecca und Hubert haben sich zuerst verabschiedet, um doch noch ein wenig mit dem Quad rumzufahren. Etwas später dann Frederique und Jesica, die auf eine Wanderung gehen wollten.

Um 12:00 hat Steve mich dann zum Flughafen gefahren. Hier war ich nun mal entspannt, weil der Flughafen so klein ist, dass nur der eine Flug abgefertigt werden muss und das schien mir doch kein Problem zu sein. Aber Steve meinte, manchmal käme der Flieger eher an und deshalb wäre es gut wirklich rechtzeitig da zu sein.

Steve hat mir noch eine Kette mit einem kleinen Moai zum Abschied geschenkt und gemeint, das bedeute, ich würde irgendwann wieder kommen. Eine nette Geste und der kleine Moai gefällt mir gut, so dass ich ihn bestimmt auch in Hamburg ab und an tragen werde.

Am Flughafen stand eine Tafel, die ich, ehrlich gesagt, nicht für voll genommen habe, die besagte, dass der Flug erst um 21:40 geht, statt 14:35 wie der Flugplan besagte.

Als ich dann endlich dran war, wurde ich dann gefragt, ob ich bis Lima durchchecken wollte. „Nee, ich habe doch schließlich noch eine Nacht in Santiago." Die Dame hat mich angesehen, wie ein Kuh wenn's donnert, so nach dem Motto „Ist die doof…“. Na ja, ich habe daraufhin (ohne, dass eine weitere Erklärung abgegeben wurde) dann doch vorsichtshalber bis Lima durchgecheckt. Und dann bekam ich die Bordkarten und da stand tatsächlich Abflug von Easterisland um 21:40h.

Das hat mich so durcheinander gebracht, dass ich glatt meinen Reisepass am Schalter habe liegen lassen (bzw. los gegangen bin, bevor ich ihn zurück hatte). Als ich das bemerkt habe, bin ich zurück zum Schalter gejoggt und da kam mir die Angestellte von LAN schon mit meinem Pass in der Hand entgegen.

Und dann fiel mir ein, dass ich ja beim Holiday Inn das Zimmer stornieren muss, weil ich nach 4 Stunden Flug plus 2 Stunden Zeitverschiebung (nach vorne) kein Zimmer mehr benötigen werde. Das ging von meinem Handy leider nicht (von dem, für dass ich extra für Telefonate dieser Art innerhalb Chiles eine SIM-Karte gekauft hatte…;o(

Ich habe dann eine Frau gefragt, was ich wohl wählen muss und sie hat es dann von meinem Handy aus versucht, was aber auch nicht funktioniert hat. Also hat sie mich wieder zu LAN geschleppt und nach einigem Hin und Her, was mir unter anderem eine zweite Bordkarte beschert hat ;o)) wurde vom LAN-Office für mich angerufen. Ich wurde kurzer Hand hinter die Schalter gebeten und musste über die Gepäckbänder hinweg hinten ins Office. Und dort hat es dann über Festnetz geklappt und das Stornieren war glücklicher Weise auch kein Problem.

Das war mal wieder eine Lektion in Geduld. So mal eben von 13:00 bis 20:00 die Zeit überbrücken, in einem Ort, in dem nicht viel los ist.

Ich bin dann zu Fuß (der Flughafen ist nur 10 Minuten vom Ort entfernt) in den Ort gelaufen. Erst wollte ich am Hafen sitzen und ein wenig lesen, aber es war am Wasser so windig, dass meine Brille in Nullkommanix eine Salzkruste aufwies und der Nebel einsetzte…;o)

Und sah eine neue Regenfront kommen. Daraufhin habe ich mich schnell in ein Restaurant begeben. Ti Sonia hatte Empanadas auf der Karte und die habe ich inzwischen lieben gelernt. Also, hatte ich auf die Schnelle auch noch einen Glücksgriff getan. Ich habe eine Empanada con Queso y Jamon bestellt und einen Fruchtsaft aus Erdbeeren. Das ist total lecker!

Kaum war mein Essen da, kam auch der Regen und fegte mit Sturmböen durch die kleine offene Terrasse bei Ti Sonia. Ich musste meinen Tisch weiter in die Mitte rücken und bin trotzdem noch ein wenig nass geworden.

Als die Front dann durch war (es waren mind. 3 starke Regengüsse ;o( bin ich schnell los, wieder Richtung Flughafen, weil ich dachte, besser ich bin näher dran, wenn diese Regenfronten sich wiederholen, dann komme ich sonst nicht trocken wieder zurück.

Also weiter… Ich bin dann in einer Kaffeebar hängen geblieben und habe dort über eine Stunde gesessen. Der Regen hatte wieder aufgehört und ich habe mir 2 Cappuccino und einen Kuchen gegönnt. Hier wurde sogar deutsches Liedgut gespielt. Das Lied hatte als Refrain „Ich will mit Dir bumsen“, also echt hohes Niveau…;o)

Als dann die nächste Front herauf zog und die nach gewaltig Unwetter aussah, habe ich schnell bezahlt und bin im Stechschritt los zum Flughafen. Ein paar Tropfen habe ich noch abbekommen aber ansonsten war das mein Glück. Denn es fing so dermaßen an zu schütten und hörte nicht wieder auf, bis zum Einsteigen ins Flugzeug. Ein junger Mann musste sich im Souvenirstand eine Osterinsel-T-Shirt kaufen, weil er vollkommen durchnässt war.

Selbst beim Boarden hat es noch so geregnet, dass sie uns die 40m bis zum Flugzeug mit Kleinbussen gefahren haben…

Ich habe also von 17:20 bis 20:15 am Flughafen gesessen und meistens gelesen oder aus dem Fenster geguckt und mich gefragt, wie das so lange so schütten kann.

In der Abflughalle habe ich dann die 4 Damen, die ich bei der Dinnershow vorgestern kennen gelernt habe, wieder getroffen und so war für etwas Unterhaltung gesorgt. Die 4 sind Ende 50 und reisen zusammen. Drei kommen aus Alberta, Canada und eine kommt aus Wales. Und sie waren echt gut drauf…

Als das Flugzeug dann endlich gelandet ist, welches uns wieder mit nach Santiago nehmen sollte, waren wir allesamt erleichtert. „Ja, wir kommen hier wieder weg! Jeeha!“.

Der Flug war dann sehr angenehm. Ich habe fast die ganze Zeit geschlafen und sogar das Dinner ausgelassen. Ich hatte ja genügend gegessen…;o)
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Comments

Steph on

Was für ein Wetter! Dafür haben wir ca. 10cm Neuschnee...und vor ein paar Tagen sassen wir bei 13 Grad auf der Terrasse und haben die Sonne genossen...

Natalja on

Jau, besser Regen als Schnee!

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