Eine Küstenwanderung

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
Chez Steve Residencia Kyle Mio Hanga Roa
Read my review - 5/5 stars
What I did
Höhlen und Moai

Flag of Chile  , Easter Island,
Saturday, March 9, 2013

Ich habe eine tolle Wanderung gemacht.

Morgens habe ich mir etwas Zeit gelassen. Ich war mir nicht sicher, was ich machen wollte und Steve hat deshalb vorgeschlagen, dass ich doch diese Wanderung machen solle. Das Wetter war nicht so super, bedeckt und es sah ein wenig nach Regen aus. So fiel der eigentlich in Hamburg schon angedachte Strandtag aus. Und da war eine Wanderung doch eine gute Option. Steve meinte, es würde so ca. 4 Stunden dauern.

Na gut…

Danach habe ich erst einmal mit meiner Schwester und anschließend mit meinen Eltern telefoniert, das Notizbuch weiter geklebt (die langen Kanten mussten getaped werden) mich dann fertig gemacht und dann bin ich so gegen 11:20 losgezottelt.

Die Wanderung fängt hier im Ort an, bei den Moai. Danach wandert man die Küste entlang oder geht auf der unbefestigten Straße. Ich habe mich für die Küste entschieden, was ganz schön anstrengend war. Nicht, weil es hoch und runter geht, sondern weil man ständig über dieses Vulkangestein tappst. Der Weg ist mal zu erkennen, mal nicht. Was in diesem Fall nicht so schlimm ist, weil ich ja wusste, „immer an der Küste lang…".

Zuerst, nach ungefähr einer Stunden sollte man dort sein, ich habe allerdings 1 ½ gebraucht… kommt man an eine Stelle, an der man einen schönen Blick auf zwei kleine Inseln (Motu Taurata) direkt vor der Küste hat.

Danach bin ich noch ein Stück an der Küste entlang, habe mich aber dann für die Straße entschieden. Hier ist praktisch kein Verkehr und so geht es sich auf der Straße ganz komfortabel…;o)

Auf jeden Fall kommt man als nächstes bei einer Höhle (Aua Tepora) vorbei, die zwei Eingänge hat. Die Höhle ist ziemlich groß und hat eine Sitzbank an der Seite. Leider hatte ich die Taschenlampe vergessen, die Steve extra noch als mitnehmenswert empfohlen hat… und so konnte ich leider nicht sehr weit in die Höhle vordringen. Mit der Zeit haben sich meine Augen zwar an die Dämmerung gewöhnt, aber in der Mitte war ein sehr dunkler Teil und da hatte ich keine Chance. Aber auch so war die Höhle schon echt beeindruckend.

Solche Höhlen haben sie hier sehr viel. Denn aufgrund der vulkanischen Vergangenheit gibt es viele solcher Einschnitte im Gestein.

Weiter ging es den dunklen Wolken entgegen zu den Moai (Ahu Te Peu). Diese Moai liegen zwar auf der Erde, aber es war trotzdem toll, weil man direkt an sie heran kam. Ich war dort ganz allein (wie an den anderen Stellen vorher auch schon) und so konnte ich das in Ruhe auskosten.

Ich habe dann dort gepicknickt (d.h. ich habe mein geschmiertes Brötchen gegessen ;o) und als ich wieder aufgebrochen bin, fing es tatsächlich an zu regnen. Also habe ich mich in meine Regenhose, Jacke begeben und die Regenhülle über den Rucksack gezogen.

Aber schon nach wenigen Minuten hörte der Regen wieder auf und so konnte ich nach ca. 20 Minuten die Regensachen wieder ausziehen.

Die nächste Station war dann eine riesigen Senke in der Erde, von der mehrere kleinere Höhlen abgingen (Ana Te Pahu). Auch hier waren kleine Mauern zu sehen, aber für was dieses Konstrukt früher wohl genutzt wurde, weiß ich leider nicht. In der Senke wachsen inzwischen Bananenbäume, die auch oben schon herausschauen.

Und als letzte Station gab es nochmal Moai anzusehen. Der Ahu Akivi ist die einzigen Stelle, an der die Moai aufs Meer schauen. Sonst schauen sie immer landeinwärts auf das zu überwachende Dorf. Hier schauen sie aber über ein ehemals vorhandenes Dorf hinweg aufs Meer. Und außerdem sind sie ziemlich weit weg vom Meer. Alle anderen stehen direkt an der Küste. Also haben die Wissenschaftler sich überlegt, dass dies evtl. die sieben ausgesandten Seefahrer symbolisiert, die damals von den Marquesas losgeschickt wurden, um neues Land zu finden. Der Chef auf den Marquesas hat in eine Richtung gezeigt und in die sie die sieben Kollegen dann los und tatsächlich, nach nur 4500 km (ich glaube, das war die Angabe, die Steve gemacht hat) fanden sie die Osterinsel… Dafür haben sie allemal ein Standbild verdient, finde ich ;o)

Der Weg zurück in den Ort hat sich dann ewig hingezogen. Man läuft ein ganzes Stück auf der befestigten Straße, was aber nicht bedeutet, dass es mehr Verkehr gibt. Erst kurz vor Hanga Roa nimmt der Verkehr etwas zu (was pro Minuten ein Verkehrsmittel, Moped, Quad, Fahrrad und/oder Auto bedeutet).

Na ja, so war ich um 16:20 (exakt 5 Stunden nach Aufbruch) wieder hier und ziemlich k.o. Ich habe mich dann an einem kalten Bier gelabt und anschließend erst einmal eine halbe Stunde geschlafen.

Abends war ich dann wieder mit den Hostel-Leuten zusammen essen. Wir waren im gleichen Restaurant (Haka Hun), wie das letzte Mal. Als ich ankam, waren Rebecca und Hubert schon vor Ort und haben Kniffel gespielt (übrigens haben wir draußen gesessen…;o)). Ich bin mit eingestiegen und als Frederique und Jesica dazu kamen, haben sie auf französisch die Regeln erklärt bekommen. In Frankreich gibt es das Spiel zwar auch (da heißt es Yazee) aber die beiden kannten das Spiel nicht. Und… wir hatten jeder einen Pisco sour und einen Heidenspaß. Bei jedem Kniffel oder wenn was dringend gebraucht wurde und dann tatsächlich erwürfelt wurde, haben wir alle gejubelt. Ich habe ein paar Brocken französisch aus meiner Schulzeit wieder hervorgeholt (große Straße heißte übrigens grand suite…!) und so haben wir uns in einem Mix aus französisch, deutsch und englisch einen saulustigen Abend gemacht.

Und dieses Mal habe ich Ceviche gegessen. Die Vorspeise reicht allemal als Mahlzeit. Es ist (vermutlich ;o) roher Thunfisch, eingelegt in etwas saures (entweder essig oder Zitrone oder so…;o). Auf jeden Fall war es lecker! Als Nachtisch hatte ich einen Obstteller mit Banane, Birne, Erdbeeren, Ananas, Orange und einer Frucht von der noch nicht mal die Kellnerin wusste, wie sie heißt (oder sie hatte keinen Bock mehr auf uns…). Wir haben uns dann auf Guave geeinigt (was es definitiv nicht war, eher so eine Art Sternfrucht, aber hier ist alles Guave, wenn man nicht genau weiß, was es ist…;o))

Als wir dann bezahlt hatten und gingen, haben sie uns verabschiedet, als wären sie wirklich froh, dass wir jetzt endlich los sind (Adios!!!). Und so hatten wir den ganzen Rückweg auch noch Spaß. Ich bin, wie auch letztes Mal schon, mit Rebecca vorweg gegangen, weil die Franzosen so unendlich schlendern. Das ist wohl eine anerkannte Eigenart. Die Männer haben dann hier auf der Terrasse noch zwei Bier (jeder!) gezischt, während wir Frauen alle schon ins Bett sind.

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Comments

Natalja on

Ok, das ganze Gewandere wäre ja nix für mich. Aber schön sieht das schon alles aus.

Hier kann man auch nett draußen sitzen, allerdings nur, wenn einen 25 cm Schnee nicht sonderlich stören.

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