Wanderung mit Sprachschwierigkeiten

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
Chez Steve Residencia Kyle Mio Hanga Roa
Read my review - 5/5 stars
What I did
Vulkan Ranu Kau

Flag of Chile  , Easter Island,
Friday, March 8, 2013

Heute war ein Traumwetter. Es geht ein leichter Wind und es war überwiegend blauer Himmel mit wenigen Wolken.

Die Sonne geht hier erst relativ spät auf, so gegen 8:00. Ich habe nicht so super geschlafen, weil ich doch zwischendurch mal eine Kopfschmerz-Tablette nehmen musste, aber heute Morgen war dafür alles gut.

Beim Frühstück, man soll um 8:30 da sein… ich war gegen 8:50 die erste ;o) Die beiden Franzosen kamen gegen 9:20 und Rebecca und Hubert habe ich heute Morgen gar nicht gesehen ;o))

Na ja, es stellte sich heraus, dass die beiden jungen Franzosen auch zum Vulkan wandern wollten und so sind wir um 10:30 zusammen losgezockelt. Die beiden heißen Jesica und Frederique und sind 24 und 27 Jahre alt… Die beiden leben zzt. Auf Tahiti, weil Rebeca dort als Radiograph (das ist irgendwas im Krankenhaus..) arbeitet und Frederique ist hinterher und hat jetzt auch eine Arbeit gefunden. Na ja, aber die beiden bekommen hier auf der Bank kein Geld. Da man hier aber vieles bar bezahlen muss, ist das ein echtes Problem. Irgendwie ist das gemeinsame Konto gesperrt und auch die Konten in Frankreich funktionieren nicht. Jetzt haben sie schon verschiedenen Telefonate mit Tahiti geführt, aber ob das Problem gelöst werden kann – wohl eher nicht (ist meine Vermutung). Deshalb hat Frederique gestern im Restaurant für alle mit Karte bezahlt, was wunderbarer Weise funktioniert hat, und wir haben ihm dann unseren Anteil in bar gegeben.

Also mit den beiden bin ich dann los. Eine Unterhaltung war am Anfang sehr mühsam, im Laufe des Tages wurde es etwas besser. Am zu Beginn habe ich die tolle blaue Farbe des Ozeans gepriesen und Jesica hat mir erklärt zu welcher Bank sie gerade geht (so in etwa: „The color of the ozean is so beautiful… und sie hat geantwortet: „Oui, Santander… City Center"…;o)

Aber wie gesagt, im Laufe des Tages wurde es besser. Ich habe mich wieder ein wenig an meine Französich-Kenntnisse erinnert und die beiden an ihr englisch.

Der Weg zum Vulkan Ranu Kau beginnt hier im Ort. Man geht erst eine ganze Weile die Straße entlang und dabei sind wir am zweiten Hafen und dem Restaurant-Tipp von Sabine und Manfred vorbei gekommen. Mal sehen, ob ich da morgen mal hingehe. Da das aber ganz auf der anderen Seite des Ortes ist, müsste ich mit einem Taxi zurück, wenn ich nicht mit den anderen gehen will. Mal sehen….

Weiter geht man direkt am Flughafen vorbei und dann durch eine Plantage, wo sie versuchen, die alten Pflanzen wieder zu kultivieren und dann ca. 1 Stunde den Vulkan hoch. Insgesamt also zwei Stunden Weg und die Steigung zum Vulkan liegt gut in der Sonne. Das war heiß. Offiziell 26° aber es fühlte sich heißer an. Jetzt hier auf der Terrasse ist es himmlisch :o)

Vom Weg aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Küste und das anschließende Meer, was bis zum Horizont flach ist und man sieht nichts. Kein Schiff, keine Wale ;o)… nur das flache Meer. Frederique meinte da: „I understand why Rapa Nui thinks that they are middle of world“. Ja, da hat er recht. Die Osterinsel ist die Insel, die am weitesten weg vom nächsten bewohnten Platz ist.

Oben angekommen hat man einen tollen Blick in den Krater. Dort hat sich Regenwasser angesammelt und bildet einen See auf dem Schilfinseln schwimmen. Das ist sehr hübsch.

Von dort ist es dann nochmal ca. 15 Min die Straße entlang (man kann auch mit dem Auto hochfahren) bis zum Orongo. Das ist ein altes Rapa Nui-Dorf, was nur zu einem zeremoniellen Anlass bewohnt war. Einmal im Jahr, im Frühling, wenn die Sturmvögel ihre Eier auf drei sehr kleinen direkt hier vor der Steilküste liegenden Inselchen wurde hier früher ein Wettkampf ausgetragen. Junge Männer der verschiedenen Clane mussten ein Ei von diesen Inseln unversehrt zu ihrem Chef oder zu einem neutralen Priester (das weiß ich nicht genau) bringen. Wir haben da heute gestanden und ich dachte nur, wie kann man seine besten und stärksten jungen Männer in so einem Wettkampf opfern. So, wie ich es verstanden habe, springen sie die Steilküste hinab ins Wasser, dann schwimmen sie zu den kleine Inseln (das ist nicht sehr weit, aber bei Wind bestimmt eine harte Nuss), dort klettern sie auf die Felsen, klauen ein Ei, klettern wieder runter, schwimmen zurück und klettern irgendwo die Küste wieder hoch (wo das halt geht) um dann den Rest des Weges im Sprint zurück zu legen, um das Ei abzuliefern. Verrückt. Wir haben da heute gestanden und nur den Kopf geschüttelt. Aber so war das eben. Heute wird das nicht mehr veranstaltet, weil es zu gefährlich ist, wird aber beim Tapa Ti nachgestellt.

Mit Blick auf den Krater haben wir dann noch ein kleines Picknick gemacht. Steve hat hier im Ort irgendwo eine Quelle für echtes französisches Baguette. Das gab es heute zum Frühstück und ich habe mir damit noch ein Sandwich zusammen gestellt (zum Frühstück gab es heute auch noch ein Stück sehr sehr leckere Wassermelone).

Zurück waren wir dann schnell. Konnten noch den LAN-Flieger beim Start beobachten und waren dann noch ein Eis essen.

Frederique ist dann schon mal ins Hostel, weil er nochmal bei der Bank anrufen wollte und wir beiden Frauen sind über den Souvenir-Markt geschlendert. Leider waren fast alle Stände geschlossen…

Vorne am Hofen sind wir dann noch mit dem Weltfrauentag konfrontiert worden. Hier wird daraus ein echtes Fest. Mit Sport (Frauenfußball und –volleyball), Säften, die kostenfrei sind (wir haben Guavensaft probiert) und alle Frauen haben eine Blume im Haar. Da geht heute bestimmt noch was ab, denn Musik war natürlich auch aufgebaut. Mal schauen, ob die anderen da heute noch hinein geraten. Ich habe mich für eine Dinner-Show angemeldet, bei der traditionell rapa nuisch gegessen wird und parallel dazu Tänze aufgeführt werden. Noelani macht das mit und Rebecca und Hubert waren vorgestern dort und waren ganz begeistert. Mal sehen, ob es mir auch so gut gefallen wird. Steve fährt mich hin und holt mich und Noelani auch nach der Show dort wieder ab. Ich bin gespannt.

Die Show war gut. Es beginnt mit einer Erklärung zum traditionellen zeremoniellen Essen. Das Essen wird in der Erde gekocht. Man baut Vulkanfelsen zu einer Art Quadrat in die Erde ein und erhitzt diese (mind. 3 Stunden bevor das Essen dazu kommt). Dann legt man in verschiedenen Ebenen das Fleisch (unten), das Gemüse und den Fisch (oben) hinein. Zwischendrin und oben drauf bedeckt man die Sachen mit Bananenblättern. Dann gibt man eine Stoffplane darauf und darüber eine Schicht Erde. Das wird dann für mind. 2,5 und max. 3 Stunden so belassen und dann kann man das essen. Das wird heute noch für zeremonielle Anlässe, wie Hochzeiten oder Studienabschlüsse veranstaltet. Und einmal im Jahr findet so etwas für das ganze Dorf statt (wenn ich es richtig verstanden habe, dann etwas außerhalb von Hanga Roa).

Wir hatten dann das Vergnügen, diese Sachen essen zu dürfen. Ich liebe diese Süßkartoffeln, die mochte ich schon damals in Neuseeland sehr gerne. Dazu habe ich mir ein Stück Huhn und ein Stück Fisch gegönnt. War alles lecker und durch die Art der Zubereitung alles einen leicht rauchigen, sehr einprägsamen Geschmack.

Als Nachtisch gab es dann den traditionellen Poé, den ich jetzt zum 4.Mal hier bekommen habe. Der gehört irgendwie zum normalen Essen dazu, als Nachtisch. Der Kuchen ist etwas matschig und schmeckt nach Banane. Ist lecker, aber das kleine Stück, was man bekommt ist voll ausreichend (ich glaube, der Kuchen ist sehr gehaltvoll…).

Anschließend gab es dann eine Tanzvorführung. Noelani hatte vorher schon die Aufgabe, uns Damen ein paar Tanzschritte beizubringen, was aber zumindest bei mir, hoffnungslos gescheitert ist. Nie im Leben kann ich meine Hüfte so schwingen, wie sie das kann. Sehr elegant…

Die Tanzvorführung hat über eine Stunde gedauert und verschiedene Tänze, die alle etwas darstellen wurden dargeboten. Z.B. wird der Vogelmann-Kult im Tanz dargestellt. Und man kann richtig erkennen, wie die jungen Männer klettern, schwimmen, klettern, schwimmen, rennen und dann dem Chef das Ei übergeben. Die Männer (und auch die Frauen) haben kaum etwas an und sind wohlgebaut ;o) So war es zudem noch eine Augenweide. Vorallem Noelani ist in meinen Aufgen eine echte Schönheit, wenn auch mit ihren 18 Jahren noch etwas zu dünn. Aber in ein paar Jahren, wenn sie mehr Proportionen hat… Sie ist diejenige auf dem Bild mit mir zusammen. Urteilt selbst…

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Comments

Natalja on

Ok, Süßkartoffeln und Bananenkuchen kommen auch mit ins Menü, grins.

Steph on

Das Essen im Garten vergraben...das sollten wir auch mal ausprobieren, zumindest hätten wir die Aufmerksamkeit der Nachbarn...aber lecker hört es sich an...ich bekomme Hunger....

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