Fische, Tintenfische und Muscheln

Trip Start Jan 19, 2013
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47
61
Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
Casa Azul Puerto Varas
Read my review - 4/5 stars
What I did
Fischmarkt in Puerto Montt

Flag of Chile  , Los Lagos,
Friday, March 1, 2013

Jakob hat mich verlassen ;o(
Er fährt morgen weiter nach Ensanada und wir hatten heute unser letztes Abendessen gemeinsam. Wir hatten wieder eine tolle Unterhaltung über alles Mögliche. Er ist sehr offen mit seinen Gefühlen und mit dem was er so denkt und vorallem mit dem über das er so nachdenkt.
Er ist in einer "spirituellen Gruppe" und hört sich gerne die Vorträge von adyashanti an (wen es interessiert, die gibt es unter adyashanti.com in YouTube). Mir war das bisher zu hoch... Aber wir haben uns wirklich gut über Dinge unterhalten können, die normaler Weise nicht so offen diskutiert werden (Was bin ich, Wer bin ich, muss ich Angst haben vor dem Tod - warum? etc.pp.). Und lustig und offen und reisebegeistert ist er auch noch. Ich bin froh, ihn getroffen zu haben, auch wenn er schon 76 ist. Er hat mich auf jeden Fall eingeladen, ihn und seine Freundin zu besuchen, sollte ich mal wieder in die USA kommen. Und das ist doch auf jeden Fall mal ein Ziel (schließlich ist er 76, da sollte man das vielleicht nicht allzu lange aufschieben...).

Ansonsten habe ich heute einen wunderschönen Ausflug gemacht. Die werden vom Hostel angeboten (und natürlich auch von anderen Agenturen). Aber ich habe mich einer Tour hier vom Hostel angeschlossen, mit zwei Herren aus Montreal. Michel und Jean-Francois. Die beiden sind 60 und 61, das Durchschnittsalter meiner Reisebekanntschaften senkt sich also ein wenig ;o))

Wir waren erst in einem ursprünglich erhaltenen Waldstück mit Alerce-Bäumen. Die kannte ich schon aus dem Pumalin-Park und diese hier waren bei weitem nicht so groß und mächtig, wie die dort. Aber ich war auch eigentlich wegen des Besuchs des Fischmarkts mitgekommen.
An einer Stelle hatte ein Alerce-Baum anscheind Samen gebildet und in ihm (hoch oben, also nicht wirklich zu erkennen) tummelten sich eine Menge Vögel, die die Samen geknackt haben und die Hülle fiel zu Boden. Wir haben erst gedacht, es regnet, so ein Geräusch hat das gemacht. Allerdings fanden wir es verwunderlich, dass es nur an dieser einen Stelle regnet und als wir dann die Vögel entdeckt haben, wurde der Regen und die Teilchen, die auf uns hernieder fielen auch erklärbar.

Die alten Häuser hier sind alle mit Alerce-Schindeln an den Außenwänden bestückt. Die Schindeln sind wasserabweisend und halten ewig. Einige Häuser sind inzwischen baufällig, aber die Schindeln können für das nächste wieder verwendet werden. Unverwüstlich.
Als Brennholz taugen die Alerce allerdings nicht, weil das Holz zu leicht ist (brennt wohl wie Papier). Da hier noch sehr viel mit Holz beheizt und auch gekocht wird (hier gibt es noch überall die alten Öfen, die erst eingeheizt werden müssen) wird Eukalyptus verwendet, der in extra Plantagen angebaut wird.
Inzwischen stehen die Alerce-Bäume unter Schutz und leider sind nur noch sehr wenige erhalten. Alle anderen sind abgeholzt.

Der Fischmarkt in Puerto Montt ist echt sehenswert. Verschiedenste Fische, hauptsächlich natürlich Merluza und Lachs. Und irgendwie war wohl auch Congrio (das ist ein Meeraal) dabei, aber den habe ich nicht gesehen ;o). Seeigel, Muscheln verschiedener Arten, Krebse und Tintenfisch.
Kleine Stände und alles richtig frisch. Super!

Wir waren dann noch im Restaurant. Das sind kleine Läden, mit ganz wenigen Tischen. Unser Restaurant wird von einer alten Frau betrieben, die darin aufgeht :o) Sie hat uns den Congrio empfohlen und also haben wir den auch bestellt. Jean-Francois hat noch Shrimps bestellt, die mit einer super leckeren Öl-Knoblauch-Sauce (oder sowas) angemacht waren. Wir durften alle probieren und die mochte sogar ich (ich mag solche Sachen eigentlich nicht oder nicht so gerne). Und der Congrio war die Wucht. Der Beste, den ich bisher hier gegessen habe. Super lecker ;o)
Wir haben draußen gesessen, bestimmt ein Stunde gequatscht und einfach den Tag genossen. Das war schön :o)
Auf dem Wasser fahren Wasser-Taxis, am gegenüberliegenden Ufer (vielleicht 60m entfernt) lagen alte Schiffe auf dem Strand und im Rücken hatte ich die Fähre, die von Puerto Montt nach Puerto Natales fährt (mache ich unbedingt auf meinem nächsten Trip). Und über dem Hügel an der anderen Uferseite kreisten jede Menge Geier (und ich meine jede Menge!).

Nach der Tour, die gegen 16:00h beendet war, habe ich erst einmal eine Stunde auf dem Bett gelegen. Ich bin heute Morgen um 5:41h durch einen Telefonanruf auf meinem normalen (deutschen) Handy geweckt worden. Es war eine Nummer aus Chile und als ich endlich abgenommen hatte, war niemand mehr dran. Nervig... und natürlich bin ich nicht wieder richtig eingeschlafen. Also habe ich den Nachmittag für eine Nickerchen genutzt, was in einem Hostel jedoch relativ schwierig ist. Da alles sehr hellhörig ist und hier viele Leute ein und aus gehen. Aber ein paar Minuten habe ich wohl geschlafen.

Anschließend bin ich ein wenig durch Puerto Natales gebummelt, habe noch ein Eis gegessen und das Schild mit dem deutschen Verein entdeckt. Andreas (der Hostelwirt und Tourguide) hatte berichtet, dass die Nachfahren der Deutschen Einwanderer (inzwischen die dritte Generation) sich als etwas besseres empfinden... und ich meine das sieht man diesem "Schild" auch an...

Anschließend habe ich mich dann mit Jakob getroffen.

Nach dem Abendessen habe ich mich in den Gemeinschaftsraum gesetzt und nach einer Weil kamen auch Michel und Jean-Francois dazu. So haben wir noch eine Weile über Elche, Wein, Gänse, Karibous und Hirsche geplaudert (die Beiden sind Jäger und haben da viel zu berichten) und das war auch sehr nett.

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Comments

Natalja on

Mir läuft das Wasser im Munde zusammen! Das ist nicht fair!!!

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