Nationalpark und viele junge Menschen

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Ongoing


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Where I stayed
Hostal Don Miguel
What I did
Proppevoller Bus

Flag of Chile  , Isla Chiloe,
Wednesday, February 27, 2013

Heute haben wir uns um 10:00 getroffen, weil Jakob nochmal ins Internet-Café musste.
Das heißt, ich hatte ausgiebig Zeit mich nochmal um Hostel-Bestätigungen zu kümmern und ein etwas längeres Telefonat mit meinem Vater zu führen.

Aber 10:00 reicht irgendwie auch, denn wir wollten in den Parque Nacional Chiloé und in den Parks gibt es meist nicht allzu viel, was man machen kann. Meistens hat man einen Wanderweg, den man schafft bzw. der die richtige Länge hat und damit hat es sich.

Wir haben dann noch einige Zeit auf den Bus zum Park gewartet. Auch hier fahren die Minibusse. Der Park ist von Castro ca. 55 km weg und so dauert die Fahrt etwas über eine Stunde (wen es interessiert... 3000 CLP (5 EUR) für hin und zurück).
Und... wir hatten Glück mit dem Wetter. Es sah eigentlich nach Regen aus, und auf der Fahrt in den Park hat es auch tatsächlich geregnet, aber als wir am Park ankamen, schien die Sonne.
Die Dame, die uns in Castro die Bustickets verkauft hatte, hatte uns ans Herz gelegt, gleich, wenn wir am Park sind einen Platz in einem Bus zurück zu reservieren. Wir haben allerdings kein Office gesehen und sind deshalb nach einigen Hin und Her erst einmal in den Park. Wir haben einen sehr kurzen Spaziergang gemacht, der ca. 1 Stunde gedauert hat. Der Pfad ist mit Lehrtafeln ausgestattet und so haben wir auch noch etwas gelernt (wofür will man das alles wissen, wenn man doch sowieso stirbt, sagt Jakob dann und liest interessiert die Tafel ;o)
Außerdem gab es Weg, etwas abseits, ein kleines Restaurant-Café, in dem man Empanaditas bekam und Cola und sowas. Dort haben wir über eine Stunde gesessen und gequatscht. Über alles Mögliche, den Gemüseanbau in Jakobs Garten in Taos, wie das war, als im Norden New Mexicos das Gas abgedreht wurde (und mit Holz oder elektrisch geheizt werden musste, mitten im tiefsten Winter) und und und.... Er betreibt das alles zusammen mit seiner Lebensgefährtin, die es vorgezogen hat, zuhause zu bleiben, während er auf Reisen ist. Aber, wenn ich das richtig verstanden habe, wollen sie sich in La Paz im März treffen und dann das letzte Stück der Reise nach Lima und dann zurück nach Taos zusammen machen.

Zurück am Park-Eingang fanden wir, wie gestern in Castro, jede Menge junge Menschen mit Rucksäcken vor, die entspannt auf der Erde rumlagen. Da haben wir uns noch Garnichts dabei gedacht. In dem kleinen Ort (Ort ist eigentlich schon übertrieben, für die fünf Häuser...) gab es eine Stelle, die Bustickets verkauft. Aber nicht für unsere Bus-Gesellschaft. Sie hat uns die Straße weiter rauf geschickt, was uns nach ein paar Minuten, als nicht wie erwartet ein paar Häuser auftauchten, sondern das Niemandsland begann, etwas seltsam vorkam.
Inzwischen waren wohl 3 total vollgestopfte Busse an uns vorbeigefahren, wobei wir uns aber irgendwie immer noch nichts gedacht haben...

Als haben wir uns gewendet. Am Eingang vom Campingplatz haben wir uns beraten und sind dann zu dem Schluss gekommen, dass die Campingplatz-Betreiber uns bestimmt weiter helfen können. Also sind wir ein paar Schritte auf das Gelände gewandert, als wir dachten, wir fragen doch am besten mal den Mann der da schon seit einiger Zeit am Eingang stand.
Und der hat sich dann tatsächlich als der Restaurant-Besitzer auf dem Campingplatz herausgestellt. Der hat uns dann erst einmal erklärt, dass wir heute nur eine Chance haben, wenn wir mit dem Buss bis ans Parkende fahren, dass heißt, weiter in die falsche Richtung, die uns von Castro entfernt.
Dann hat er die Busgesellschaft angerufen und bescheid gegeben, dass an seinem Campingplatz zwei Leute auf den Bus nach Castro warten.
Die Chilenen sind wirklich unglaublich nett und hilfsbereit. Aber man muss spanisch können, ein weiterer Grund für mich, diese Sprache zu lernen!
Jakob hat sich dann die Wartezeit, ca. 15 Minuten gut mit dem Restaurant-Betreiber unterhalten.
So hat er herausgefunden, dass gestern bei Vollmond die jährliche Fiesta de la Luna stattgefunden hat. Da treffen sich junge Menschen zu Tanz und Trank am Strand. Ob das Fest nur im Nationalpark von Chiloe oder auch sonst in Chiloe oder Chile gefeiert wird, weiß ich allerdings nicht und konnte ich auch im Internet jetzt nicht herausfinden.
Und mit einem Mal war auch klar, warum hier so viele junge Rucksack-Reisende unterwegs sind.
Nach einer Weile sind wir dann mit dem netten Mann weiter runter zu der Haltestelle spaziert. Und dort kam dann auch unser Bus. Wir haben sogar noch zwei Sitzplätze ergattert und das war ein Glück. Denn an jeder Ecke wurden jetzt noch Rucksack-Reisende aufgenommen. Die Rucksäcke wurden auf dem Beifahrersitz und der ersten Reihe gestapelt und die Leute in den Bus "gequetscht", bis der wirklich pickepacke-voll war.
An der Kreuzung zur Ruta 5 stiegen dann viele aus (hier geht es nach Süden, nach Quellon) und es war ein wenig Platz da. In Conchi dann die nächsten, so war der Bus zurück in Castro ganz normal besetzt.

Kurz nachdem wir hier in Castro angekommen waren, fing es an zu regnen. So bin ich ins Hostel und Jakob nochmal ins Internet-Café. Zum Abendessen waren wir wieder im angestammten Lokal und heute gab es Merluza mit Salat und einer Avocado, die mit irgendetwas sehr schmackhaftem belegt war. Ich konnte nicht erkennen, was das war, aber es war super lecker! Wieder einmal. Wenn man die Leute hier kennen lernt, dann wird man zum Abschied auf die rechte Wange geküsst. Und zwar richtig, nicht nur angedeutet ;o) So ging es mir auch heute mit dem Koch...
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Comments

Natalja on

Ich steh total auf diese überwucherten Bäume!

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