Weltkulturerbe

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Ongoing


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Where I stayed
Hostal Don Miguel
What I did
Kirchen von Chiloé

Flag of Chile  , Isla Chiloe,
Tuesday, February 26, 2013

Der Tag find damit an, dass ich den Flug gebucht habe. Natürlich ging alles gut, als ich den teureren Tarif gewählt habe ;o) Hätte ich mir auch gleich denken können. Und... natürlich konnte die LAN es sich nicht nehmen lassen, vorsichtshalber noch eine Fehlermeldung anzuzeigen, mit dem Hinweis, ich solle die Buchung doch bitte nochmal vornehmen. So bleibt immer ein kleines Restrisiko ;o) Aber auch daran bin ich inzwischen gewöhnt. Und, auch natürlich... ist die Kaufbestätigung in den Spam-Mails gelandet, so dass ich sie erst jetzt gesehen habe. Also alles wird gut...

Mit Jakob war ich dann heute mal auswärts frühstücken. Er war der Meinung, dass sein Hostel gar kein Frühstück anbietet und so hatten wir uns mal für ein auswärtiges Frühstück entschieden. Man muss dazu sagen, dass Frühstück hier aus diesen komischen Brötchen (jeder bekommt genau 2), einer manchmal zwei Sorten Marmelade, manchmal etwas Käse und in den besten Hostels bekommt man auch noch eine Scheibe Wurst oder ein Joghurt :o) Obst zum Frühstück ist ein Highlight. Der Kaffee ist Instant-Kaffee, das ist allerdings auch in Restaurants oft der Fall. Der ganze gute Kaffee aus Südamerika wird wohl nach Europa exportiert. Auch in Supermärkten bekommt man keinen gemahlenen Kaffee (oder man müsste stärker suchen, als ich es bisher getan habe), ich habe bisher nur Instant-Kaffee gesehen. Glücklicher Weise ist der ja aber inzwischen trinkbar...;o)
Na ja, aber wir hatten Rührei, sehr leckere Marmelade, Joghurt und Käse. War mal etwas anderes.

Anschließend haben wir uns als erstes die Kirche hier in Castro angesehen. Auf Chiloé gibt es ziemlich viele Kirchen. Sie sind komplett aus Holz, wobei die hier in Castro mit Wellblech ummantelt ist. Nach den Modellen, die in den Kirchen ausgestellt sind, zu urteilen, sind sie ohne Hilfsmittel wie Nägel, Schrauben etc. zusammen gebaut worden. Alles mit Aussparungen und passenden Einsätzen (so ähnlich wie Nut und Feder) zusammen gesetzt. Und sehr sehr schön! Ich glaube 24 dieser Kirchen gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Kirche hier in Castro ist von außen knallegelb und die Turmspitzen sind lila! Sie leuchtet unglaublich, wenn die Sonne darauf scheint, was sie gestern getan hat. Die Kirchenglocken spielen manchmal zur vollen Stunde ein richtiges Lied, was ebenfalls sehr schön ist.
Innen ist die Kirche komplett aus Holz. Jakob hat sich jede einzelne Figur detailliert angesehen und so hatte ich ausreichend Zeit mich in die Bank zu setzen und das Flair aufzunehmen, wie ich es so gerne mache.

Wir haben dann versucht, uns in der Tourist Information zu erkundigen, welche Kirchen man noch mit Bussen erreichen kann. Touren zu den verschiedenen Kirchen werden anscheinend nicht angeboten. Der junge Mann in der Tourist Information hat uns dann zwei Kirchen empfohlen, meinte aber, das wir von dort dann jeweils keine Chance hätten uns die Kirchen in der weiteren Umgebung anzusehen. Entweder war ihm das Fährterminal zu weit weg, oder der Fußmarsch zu lang...
Wir haben uns dann mehr oder weniger zufällig dafür entschieden, die Kirche in Dalcahue anzusehen, weil der Bus gerade da war. Hier fahren so Minibusse über die Insel, die alle Orte miteinander verbinden. Dalcahue ist 17 km von Castro entfernt und der Minibus kosten 700 CLP (1,20 EUR). Der Bus hält überall an, wenn jemand an der Strecke steht und den Arm hebt und auch überall, wo jemand aussteigen möchte. So werden die Leute oft direkt vor ihrem Gartentor abgesetzt.

In Dalcahue war ein kleiner Kunstmarkt mit Produkten der örtlichen Region und dort habe ich mir eine neue Mütze gekauft. Sie haben sehr schöne grobe Wollsachen, aber wenn man so etwas mit nach Hause nimmt, dann zieht man es doch nicht an (meine Erfahrung). So bin ich mit meiner Mütze für 2000 CLP (4 Euro) glaube ich, ganz gut beraten.
Die Kirche in Dalcahue ist auch sehr schön, aber viel schlichter als die in Castro.
Wir sind dann noch ein wenig durch den Ort gebummelt, wo die Fischer ihren Fang direkt verkaufen und die Austern auf dem Markt direkt zubereitet werden. Nichts für mich, aber es gab durchaus Leute, die daran Gefallen hatten.
Wir haben uns eine Empanada und ein Wasser gegönnt und sind dann Richtung Fähre gewandert. Das ist nicht weit, vielleicht 10 Minuten, wenn man sich Zeit lässt. Dort haben wir dann erfahren, dass man mit dem Bus nach Achao fahren kann. Achao befindet sich auf einer Nebeninsel und ist nur mit der Fähre (Fahrt dauert vielleicht 5 Minuten) zu erreichen. In den Minibus steigt man vor der Fähre ein und er nimmt einen mit bis nach Achao (so viel zur Kompetenz der Tourist Information... manchmal hat man den Eindruck, die Leute haben das selbst nie ausprobiert...).
Die Kirche in Achao ist die älteste der Kirchen auf Chiloé und die, in meinen Augen, schönste der drei Kirchen, die wir angesehen haben. Der Holz-Boden ist etwas uneben, das Dach von innen blau bemalt, was im Kontrast mit der normalen Holzfarbe sehr schön aussieht. Selbst die Stellen, die ausgebessert und noch nicht wieder bemalt sind, harmonieren sehr schön. Die Heiligen sind in Nischen untergebracht. In den Balken, in den Seiten und auch im Altar. Alles mit schönen Farben bemalt und alles aus Holz. Allerdings scheint sie schwer zu heizen zu sein, denn die Kirche stand voller Heizlüfter und es war, selbst an einem Tag wie heute, ziemlich kalt.
Von außen allerdings ist sie nicht so schön, aber mit Holzschindeln verkleidet.

Achao ist ein kleiner Ort ohne viel Aktion. Aber die Kinder baden hier im Meer. Und man hat eine wundervolle Aussicht bis zu den Bergen vom Festland. Da war ich gestern noch und jetzt sind sie so weit entfernt. Aber man sieht von hier aus auch, wie hoch die Berge sind, denn alle ragen hoch auf und sind mit Schnee bedeckt.

In Castro zurück haben wir dann mal ein Softeis gegessen und uns ein paar Minuten auf der Plaza de Armas den Trubel angesehen. Irgendwie sind unheimlich viel Rucksack-Reisende in der Stadt, die überall (am Busbahnhof, in den Parks...) herumsitzen und so aussehen, als ob sie auf irgendetwas warten. "Maybe there is something going on, that we don't know about..." war Jakobs Mutmaßung... aber herausgefunden haben wir nichts.

Jakob ist dann ins Internetcafé und ich wollte zu den Palafitos. Das sind Häuser auf Stelzen. Es gibt einen Aussichtspunkt, an dem man auf diese Häuser herunter gucken kann und das hat mir auch gereicht. Denn sie sehen nicht so sehenswert aus und die Stelzen sieht man sowieso nur von der Wasserseite aus. So habe ich mir den Abstieg runter zum Meer gespart.
Ich habe mir dann in dem Restaurant, in dem wir gefrühstückt hatten, einen Cappuccino gegönnt, der allerdings mit Sahne (und zwar nicht zu knapp!) war. Außerdem waren da einige chilenische Kinder im "Ich will das haben!!!"-Modus und das war als Außenstehende nicht schön :o( So habe ich das Lokal ziemlich schnell wieder verlassen.

Im Supermarkt habe ich mir dann Pan italiano gekauft. Das Brot muss man abwiegen lassen. Und dann wollte ich ein paar Scheiben Käse und Wurst haben. In den Regalen gibt es diese Dinge nur in Großfamilien-Format und so habe ich mich an die Käsetheke begeben. Erst nach ein paar Minuten warten, habe ich dann gesehen, dass man hier eine Nummer ziehen muss. Es ging dann aber doch noch recht schnell, hauptsächlich, weil einige Nummern nicht mehr anwesend waren ;o)

Und dann war ich noch in der Drogerie (und Apotheke) und habe mir einen Nagelschneider gekauft, weil ich meine Nagelschere wohl irgendwo habe liegen lassen. Auch hier muss man für die Kasse eine Nummer ziehen. Es gibt die normalen Drogerieartikel so wie bei uns, die Apothekenartikel gibt es allerdings nur an der Kasse. Und bezahlen muss man natürlich auch dort ;o)) Meine Nagelschere wusste der Security-Mann, gab es nur an der Kasse. Also eine Nummer gezogen und etwas länger gewartet. Und dann gab es aber für echt wenig Geld (ich glaube es waren so um die 1500 CLP = 2,50 EUR) einen doppelten "Nagelknipser (mir fällt gerade der richtige Name nicht ein...)".

Zum Abendessen waren wir wieder im Hostal Omera Comedor. Dieses Mal gab es gekochtes Rindfleisch auf "lokalem" Kartoffelpürree und vorher eine sehr leckere Hühnersuppe. Dazu zwei Dosen Bier und das Ganze für pro Person 5000 CLP (8 EUR).
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Comments

Natalja on

Die Kirche sieht irgenwie russisch-orthodox aus. Spannend.

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