Ein bißchen wie Österreich

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Ongoing


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Where I stayed
Patagonia Hostel Coyhaique
Read my review - 3/5 stars
What I did
Monumento al Mate

Flag of Chile  ,
Tuesday, February 19, 2013

So, ich bin nun in Coyhaique, einer Kleinstadt im Nirgendwo.
Heute Morgen bin ich um 8:00 mit der Fähre von Chile Chico zwei Stunden nach Puerto Ibanez, auf der anderen Seite des Lago General Carrera, gefahren.
Der Sturm von gestern hatte etwas nachgelassen, war aber immer noch stark. Deshalb gab es außerhalb der Bucht auch gleich ein paar Wellen.
Das hat ein Auto dazu veranlasst, seine Alarmanlage anzuschmeißen, was zu permanentem Gepiepse führte. Zu erst habe ich gar nicht erkannt, dass es sich um eine Alarmanlage gehandelt hat und war etwas nervös. Auch, weil sich einfach niemand darum gekümmert hat. Als das nicht aufhörte, habe ich dann einer Verkäuferin an einem Stand bescheid gesagt, aber die hat einfach ihre Münzen weiter gezählt und nach einigen Minuten bin ich dann unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Vielleicht kannte sie das schon... aber da hätte sie ja wenigstens mal versuchen können, mir das zu erklären...:o(
Na ja, irgendwann habe ich dann mal die Tür vom Passagierraum geöffnet und siehe da, das Auto stand direkt vor der Tür und piepte fröhlich vor sich hin. Da war dann auch ich beruhigt.
Mir gegenüber saß eine kleine Frau, deren Beine nicht einmal auf die Erde reichten. Sie war schon älter und hat permanent und ohne sich davon abschrecken zu lassen, dass ich sie nicht verstand, ein Gespräch mit mir angefangen...;o) So sind sie, die Chilenen. Müssen sich mitteilen, auch wenn der andere sie nicht versteht ;o)

Von Puerto Ibanez fährt man dann mit einem Mini-Bus weiter. Der war proppevoll und fährt schön durch die Berge. Die sind hier immer noch nicht sooo hoch, aber sie haben an einigen Stellen wieder Schnee. Es sieht hier ein wenig aus, wie in Österreich ein bisschen gemixt mit Kanada. Die Estancias, ich weiß gar nicht, ob man das hier noch so nennt, weil die Anwesen viel kleiner sind erinnern ein wenig an Kanada. Aber die Gegend erinnert doch an Österreich.

Der Bus hat mich direkt am Hostel abgesetzt, was natürlich super war, weil ich dann den Rucksack nicht schleppen muss. Das Hostel hat mir sofort gut gefallen. Die Hostelwirte sprechen deutsch und haben einen süßen kleinen Sohn (Matteo). Ich habe ein Einzelzimmer, das Bad wird allerdings geteilt. Und hier habe ich wieder Internet. Herrlich!

Danach habe ich erst einmal versucht, Mama anzurufen, weil Papa heute seine Operation hatte, aber sie war nicht da.
Also bin ich in den Ort gestiefelt. Das Wetter wurde super und mir geht es gut ;o)) Als erstes zur Busstation, wo ich gerade noch so ein Ticket für Donnerstag nach Puyuhuapi bekommen habe. Die Sitze mussten erst gezählt werden und dann gab es das o.k. *PUH*
Der Ort hier ist sehr nett. Kleine bunte Häuser, viele Läden, alles in gutem Zustand. Es gibt zwei riesige Supermärkte, bei denen es ist, wie bei uns. Nur nicht zu viele Kassen aufmachen...;o) Aber die Chilenen kaufen auch Unmengen ein. Die Wagen (die großen, wie bei Real) quellen über von Einkäufen.
Ich bin ein bisschen planlos durch den Ort gelaufen und habe dann ein Cafe gesucht, was mir die Hostelwirtin in den Plan gekennzeichnet hatte. Und dort habe ich dann eine Stunde gesessen, Kuchen gegessen (mit Himbeeren), gelesen, Kaffee getrunken und mir die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Das war herrlich :o)))
Anschließend habe ich mich in der Tourist-Info beraten lassen, was ich hier heute noch machen kann und sie haben mir ein paar Miradores (Aussichtspunkte) empfohlen und zwei Monumentos (Denkmäler). Die habe ich mir dann alle angesehen. Der erste Mirador del Rio Coihaique war enttäuschend, weil der Rio Coyhaique nicht zu sehen war. Es ist sehr grün hier und das Grün hat die Sicht auf den Rio versperrt.
Also weiter zum Plaza los Pioneros. Dort sind ein paar alte Geräte ausgestellt und ein Denkmal mit vielen Schafen und einem Reiter. Hier in Chile ist es so, dass Denkmäler von den Kindern als Spielplatz genutzt werden. Und das soll wohl auch so sein. Die Eltern fotografieren die Kleinen, wie sie auf dem Pferd und auf den Schafen rumturnen. Das ist etwas anders als bei uns ;o)
Aber, auch dieser Platz war nicht sehr beeindruckend.
Die anderen "Sehenswürdigkeiten" waren auf der anderen Seite des Ortes und auf dem Weg bin ich praktisch am Hostel vorbei gekommen. Da ich auf Toilette musste, bin ich kurz eingekehrt.
Weil gerade ein paar Leute von einer Wanderung wieder gekommen waren, musste ich allerdings ca. 15 Minuten warten, bis ich die Toilette nutzen konnte. Die habe ich genutzt, um nochmal bei Mama anzurufen. Und... glücklicher Weise alles gut mit Papa *PUH PUH* Hoffen wir, dass das auch so bleibt.

Das nächste Highlight war das Monumento al Mate. Eine Hand, die einen Mate-Becher hält. Ich habe inzwischen übrigens auch so einen Becher, weil es als Abschiedsgeschenk in der Estancia La Quinta überreicht wurde. So muss ich in Hamburg mal einen Laden auftreiben, der Yerba verkauft und dann mal schauen, ob mir das Zeug in Hamburg auch schmeckt.
Dieses Denkmal war ganz witzig.
Das nächste war der Piedra del Indio. Ein Felsen, der aussieht wie ein Indio und der besonders gut von einer Hängebrücke zu sehen ist, die ca. 50m unterhalb im Tal ist. Und ja, der Indio war von dort gut zu sehen, aber auch nicht wirklich spektakulär.
Und das letzte war dann der Mirador Rio Simpson, der einen guten Blick auf den Fluss bot.
Auf dem Weg dahin, geht man an jeder Menge Sträuchern vorbei, die so eine Art Schote produzieren. Diese platzen gerade auf und so knistert es die ganze Zeit. Lustig, als ob die Schoten platzen und die Samen rausschießen. So hört es sich an. Gesehen habe ich das leider nicht.
Außerdem gibt es hier inzwischen einige Blumen. Ich habe heute Rosen gesehen, die haben sie hier zuhauf in ihren Gärten. Es ist im Gegensatz zu El Chalten schon sehr grün hier. Chile Chico war auch grün, dort gab es aber nur wenig Blumen.

Und, was hier leider besonders auffällt... die Leute, Männlein wie Weiblein und vorallem die Kinder sind oft unbeschreiblich dick! Fürchterlich.

Zum Abendessen gab es heute mal wieder Empanadas, die ich in einem kleinen Supermarkt gekauft habe. Eine mit Käse und Schinken und eine mit Apfel (zum Nachttisch). Die zweite war deutlich leckerer als die erste....
Außerdem habe ich mir wieder eine Flasche Wein gekauft und habe hier eine volle Seite des Tisches im Hostel mit meinem Kram belegt (Reiseführer, Karten, Becher, Teller, zwei Gläser, Notizbuch...). Und ich habe nun doch noch jemanden gefunden, der morgen die Reserva-Tour machen möchte. Beja. Sie kommt aus Traka (oder so), spricht nicht viel englisch (aber mehr als Beatrice in Ushuaia) und wir werden uns morgen zusammen auf den Weg machen. Das ist schön.

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Comments

Heide on

Da du den schnellsten Weg nach Coyhaique gemacht hast, hast du nicht mehr viel der Carretera Austral vor dir. Ein Höhepunkt könnte in Puyuhuapi noch auf dich warten, dann bist du auch schon fast durch. Ich bin gespannt, in welche Richtung du von dort aus weiter ziehst. Super, geh nach Puerto Varas und ich drücke die Daumen, damit der Vulkan Osorno sich dir zeigt! Auf jeden Fall hast du nur hier unten die Chance, in privaten Unterkünften in der Küche dich vor dem alten Küpersbusch Herd zu wärmen.

Natalja on

Ok, das sieht schon netter aus.

Natalja on

Du den Fotoabend, ich das Essen?

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