Heute mal ein Tag ohne Sehenswürdigkeiten

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Ongoing


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Where I stayed
Estancia La Quinta El Chalten
Read my review - 4/5 stars
What I did
Regen und Wind

Flag of Argentina  , Patagonia,
Thursday, February 14, 2013

Heute gibt es nicht viel zu berichten. Das Wetter war schlecht, vorallem heute Morgen hat es geschüttet und gestürmt. Da war ich froh, dass der Transfer zur Estancia reibungslos geklappt hat.

Mein Zimmer hier ist nett und es gibt insg. 3 Zonen in denen man sich aufhalten kann und in denen theoretisch auch Internet sein sollte. Ist es auch, allerdings nur hin und wieder und dann auch nur kurz, wie überall in Argentinien.

Da ich heute meinen weiteren Tripp über die Carretera Austral planen wollte, war das sehr sehr nervig. Manchmal dauert es bis zu 5x bis eine Email versendet wird. Skype kann man ganz vergessen, was schade ist, weil dann eine Zimmerbuchung und alle zu klärenden Fragen ja viel schneller geklärt sind. Na ja, aber ein bisschen was habe ich dennoch klären können.

Ich freue mich jedoch sehr auf Chile!

Jetzt bleibe ich aber bis Sonntag erst einmal hier und hoffe, dass das Wetter so gut wird, dass man damit etwas anfangen kann.

Heute habe ich erst einmal meine (fast) gesamte Wäsche zum Waschen gegeben und laufe in meiner Regenhose herum ;o))

Die Estancia ist ca. 2 km vom Ort entfernt und dann nochmal 1,5km von der Straße weg. Hier ist es sehr ruhig und wenn es nicht so windig wäre, könnte man sehr schön im Garten sitzen. Das habe ich heute Nachmittag schon mal versucht, als für ca. 3 Stunden die Sonne rauskam. Aber der Wind ist zu kalt und ein windgeschütztes Plätzchen gibt es irgendwie nicht.

Eine halbe Stunde bin ich dann auch noch zum Ausblick auf den Lake Viedma. Sehr schön, und wenn sich nicht schon wieder Regen angekündigt hätte wäre ich auch noch etwas weiter gewandert.

Viel mehr habe ich bisher noch nicht gemacht, denn meine Priorität war heute die Buchung der Hostels entlang der Carretera Austral. Und das gestaltet sich, wie oben schon erwähnt, sehr aufwändig.

Heute Abend gegen 18:00 gab es eine kurze historische Einführung zur Estancia. Die Estancia wurden von Leuten um 1905 gegründet, die aus Norwegen kamen und eigentlich nach San Francisco wollten. Aber damals gab es den Panama-Kanal noch nicht und so mussten sie die Küste runter und wieder hoch segeln. Und bei den Falkland-Inseln ist das Schiff gesunken. Die Überlebenden sind dann mit Pferden weiter und haben sich diesen unwirtlichen Platz zum Siedeln ausgesucht. Ich meine, es ist heute schon ungemütlich hier, mit elektrischen Licht und Heizung. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie das früher gewesen sein muss.

Um 1965 gab es hier einen Konflikt um den Lake Desierto, der direkt an Chile anschließt. Bis dorthin sind es nur 37 km. El Chalten wurde erst im Anschluss an diesen Konflikt gegründet, damit die Gegend hier besiedelt ist und die Chilenen nicht behaupten können, das wäre chilenisches Territorium.

Sie haben hier noch ein paar alte Öfen und Werkzeuge und eine Schafsäuberungs-Vorrichtung. Diese wird aber nicht mehr benutzt, denn hier werden jetzt Rinder gehalten, weil die Schafzucht nicht mehr einträglich war.

Insgesamt war die Führung (ca. 25 Min) doch sehr interessant und ich habe mir mal wieder vorgenommen, doch mal was zu lesen über die Besiedelung und die Bedingungen damals. Mal sehen, ob ich das in Hamburg auch tatsächlich mal umsetzen werde.

Und dann war heute noch eine Mate-Zeremonie. Mate wird hier überall getrunken und ich mag das bittere Getränk tatsächlich auch ganz gerne. Mate sind Blätter vom Yerba-Baum, der in der Hitze irgendwo weiter nördlich wächst und gedeiht. Die Blätter werden klein gehächselt in 1/2kg-Paketen verkauft und kommen so wie sie sind in den Mate-Becher. Dann werden sie mit heißem Wasser aufgegossen und immer wenn das Wasser weggetrunken ist wird es wieder aufgefüllt, so lange, bis kein Geschmack mehr drin ist.

Jetzt gehe ich gleich mit zwei Engländern, die in Argentinien im Norden leben, im Estancia-Restaurant noch etwas essen und dann habe ich für heute auch genug.

Die Hostels, die ich buchen wollte, haben alle noch ein Zimmer frei, allerdings dringen sie auch alle darauf, dass ich den Bus bzw. die Fähre rechtzeitig buche. Ich hoffe, dass der Mann hinter der Rezeption das morgen für mich machen kann, weil das sonst bestimmt ein Problem mit dem Spanisch wird.

Und es bleibt erst einmal dabei, mit diesem Internet keine Bilder…:o(

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Comments

Natalja on

Und wie ist es da mit Wellness? Hattest du nicht irgendwas von Wellness geschrieben?

Natalja on

Hab mir mal deren HP angesehen, sieht sehr nett aus. Und jetzt stelle ich mir vor, wie du auf dem Sessel vorm Fenster sitzt, mit Blick auf die Berge. Und irgendwie fühlt sich das an, als würde ich daneben sitzen, auch auf die Berge schauen, und du erzählst, was du alles so erlebst.

Das würde auch erklären, warum der Rucksack immer sperriger wird, 1. hast du uns alle mit drin und 2. hast du immer mehr Geschichten im Gepäck.

nina on

Für die Besiedlung kommst Du ein wenig spät. Argentinien hat Land und Schafe verschennkt, wenn man sich früher dort nidergelassen hat.
Für geschenkt kann man das schon mal mitnehmen, auch im Nirgendwo.

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