Und wieder eine unerwartete Wendung

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
Las Avutardas Hosteria El Calafate
Read my review - 3/5 stars

Flag of Argentina  , Patagonia,
Tuesday, February 12, 2013

Ich bin so früh aufgewacht, dass ich tatsächlich den Bus zum Gletscher um 8:00 erwischt habe. Vorher war ich nochmal kurz beim Geldautomaten, aber wie ich erwartet hatte, kein Geld. Glücklicher Weise konnte ich den Bus zum Gletscher mit Kreditkarte zahlen, was allerdings einen ordentlichen Aufschlag gekostet hat (140 A$ statt 115). Aber egal, Hauptsache, das Bargeld bleibt in der Tasche.

Die Fahrt zum Gletscher Perito Moreno dauert ca. 1 1/2 Stunden mit dem Bus (ca. 80 km) und ich habe die Zeit mit Lesen verbracht. Mein Buch geht dem Ende zu und nun will ich wissen, wie es ausgeht...
Der Nationalpark kostet 100 A$ Eintritt, die in bar zu entrichten sind. Vom Eingang ging es erst zu einem Aussichtspunkt und von dort weiter zum Bootsanleger. Das Wetter heute war bedeckt und es ging ein eisiger Wind. Ich war froh, dass ich meine Ski-Unterwäsche im Rucksack hatte, denn ohne wäre ich erfroren ;o) Also, das erste nach dem Kauf des Bootstickets war auf die Banos und die warmen Sachen unterziehen. Hinzu kommt, dass meine warmen Wanderhemden leider momentan nicht zumutbar sind. Die müssen unbedingt gewaschen werden, was ich hoffe, in El Chalten machen zu können. Hier ging das leider nicht. Also hatte ich nur ein Sommer-Shirt an. Und meine Mütze hatte ich vergessen.
Aber so war es auch noch auszuhalten. Das Boot fährt bis an den Gletscher heran und der ist gewaltig. Ich musste viel an die Grönland-Reise mit meiner Mutter zurück denken, was mich zwischendrin ein wenig wehmütig gemacht hat.
Nachdem das Deck freigegeben war, bin ich nach draußen, obwohl es kalt war, damit ich den Blick genießen konnte. Der Gletscher hat eine tolle blaue Farbe und ist wirklich gewaltig. Er ist in dieser Region der einzige, der nicht kleiner wird (aber die Wissenschaftler wissen wohl tatsächlich nicht, warum das so ist...)
Ich kam dann mit einem Pärchen ins Gespräch, die direkt neben mir die Aussicht genossen haben und genauso gefroren haben, wie ich.

Er ist Schwede (Tommi) und sie Französin (Liliana). Wir haben uns dann etwas unterhalten und auf der Rückfahrt im warmen Boot zusammen gesessen und da haben sie mir angeboten, mit ihnen ins Glaciarium zu gehen. Sie hatten ein Auto gemietet und waren somit unabhängig von den Bussen. Da ich so durchgefroren war und ja schon eine Menge Gletscher gesehen habe, habe ich nach kurzer Überlegung zugestimmt. Heute Nachmittag sind mir einige von der Bus-Tour wieder über den Weg gelaufen und die waren trotz 1 1/2 Stunden Rückfahrt immer noch verfroren, so denke ich, habe ich die richtige Entscheidung getroffen, wenn ich auch mehrere Aussichten auf den Gletscher verpasst habe.

Das Glaciarium ist ein Gebäude ca. 7 km außerhalb von El Calafate, in dem man alles über die Gletscher der Gegend und noch einiges darüber hinaus erfahren kann. Es ist interessant gestaltet und auf englisch und spanisch beschrieben. Es werden verschiedene Filme gezeigt, z.B. über das Leben von Francisco Perito Moreno, nachdem der Gletscher benannt ist oder Filme über den Nationalpark mit seinen 45 Gletschern. Klasse! Ich hatte schon bedauert, dass ich das in dem einen Tag, den ich hier verbringe nicht besuchen kann. Aber so war das super!

Zurück im Ort waren wir gegen 15:00 Uhr und siehe da: ES WAR GELD IM AUTOMATEN. Außerdem kann man hier mehrmals abheben, man ist also nicht auf die 1000 A$ am Tag beschränkt. *PUH*.
Nachdem ich also wieder Geld in der Tasche hatte bin ich erst einmal zur Bus-Agency und habe meinen Bus morgen wieder auf 8:00 umgetauscht. Ich bin sowieso immer so früh wach und da habe ich dann ein bisschen Zeit in El Chalten, um dort alles auszubaldowern, was ich so wissen muss.

Anschließend habe ich mir mit dem Geld in der Tasche erst einmal einen großen Kaffee mit Milch und Waffeln mit Erdbeeren gegönnt. Lecker!

Inzwischen habe ich eine andere Idee für die Weiterreise. Ich habe versucht eine Estancia aufzutun, um dort mal ein paar Tage Entspannung zu suchen. Das ist so eine Art Wellness-Aufenthalt mit gutem Essen vor Ort und so... etwas teurer, aber ich hätte gerne mal zwei Tage zwischendrin mit "Bepuschelung"...;o)
Na ja, aber bis jetzt (es ist jetzt schon der 13.02. morgens um 6:00) haben sie sich noch nicht gemeldet. So werde ich das etwas weiter nördlich nochmal probieren. Ich werde wohl nicht diesen komplizierten Tripp von El Chalten nach Villa O'Higgins machen sondern die Carretera Austral ab Chile Chico bereisen. Da ist der Grenzübertritt einfacher und das ist glaube ich, ganz gut.
Mal sehen...

Meinen Füßen geht es übrigens inzwischen ganz gut. Ich habe sie vollständig abgetaped (Danke Heidi! nochmal für das Tape) und so merke ich zzt. nichts, gehe aber auch nicht bergauf... Mal sehen, wie sich das in der nächsten Station bemerkbar macht, da werde ich wieder wandern gehen.

Und.. bevor ich es wieder vergesse... ich wollte ma danke sagen für die vielen schönen Kommentare. Darüber freue ich mich immer sehr!

Zum Abendessen gestern war ich dann wieder mit Tommy und Liliane verabredet. Wir waren in einem kleinen Restaurant, wo die Damen des Hauses mit persönlicher Note kochen. Das Restaurant ist gleichzeite Antiquitäten-Geschäft und hat so eine besondere gemütliche Note. Das Restaurant heißt "La Faina" (oder so ähnlich) und ist in der Parallelstraße zur Hauptstraße. Wir habe alle drei den Eintopf gegessen (Locro). Das ist hier eine Art Nationalgericht und war echt lecker. Dazu als Aperititf einen Pisco sour und anschließend ein Bier.
Und danach sind wir noch in die Librobar und haben dort auch noch ein Bier getrunken. So war ich gestern erst spät wieder hier und das Internet war nicht verfügbar. So schreibe ich diesen Beitrag hier kurz vor dem Frühstück und vor der Weiterreise nach El Chalten.

My Review Of The Place I Stayed



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Comments

Heide on

Es kommt nicht alles wie gewünscht. Leider fehlte dir die Sonne für die spektakuläre "Eiszeit". Aber lauf nicht weg, wenn sich der Fitz Roy nicht am ersten Tag zeigt. Ich wartete drei Tage lang auf den Sonnentag und lief vorher nur im Regen herum. Den Wäschetag hättest du besser in El Calafate gehabt. Ich hoffe, die haben in El Chaltén auch Trockner. Laß dich vom Puma nicht jagen, das überleben deine Füße nicht! Über vorher lieber das, was auf den Warnschildern steht!

Natalja on

Was für Farben! Das wäre ja genau meins! Wobei ich immer Angst hätte, da bricht plötzlich was ab und das Boot kentert. Zuviel YouTube, vermute ich, grins.

Tine on

Ja Claudi, gute idee, lass Dich mal schön bepuscheln und mal ausspannen. Knuddelst Du auch manchmal deinen Reisebegleiter "Der mit dem komplizierten Namen am Fuss" :-) Da hätte ich doch gern mal ein Foto von euch eingestellt!? Wir denken an Dich!

Gunnar on

Kein Film oder Buch kann spannender und packender sein, als Deine lebendigen Reisegeschichten. Wenn ich Dich nicht bald wieder treffen wollte, würde ich sagen, bleib noch ein paar Monate und erzähl von Deinen Erlebnissen !!!
Pass auf Dich auf ...

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