Ein neues Problem will gelöst werden

Trip Start Jan 19, 2013
1
29
61
Trip End Mar 15, 2013


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow
Where I stayed
Las Avutardas Hosteria El Calafate
Read my review - 3/5 stars
What I did
Patagonien und leere Geldautomaten

Flag of Argentina  , Patagonia,
Monday, February 11, 2013

Das Wetter in Puerto Natales war heute Morgen sehr schlecht. Es hat aus Kübeln geschüttet und ich war froh, das Taxi bestellt zu haben.

Der Bus ging pünktlich ab und ich hatte wieder einen Fensterplatz. Neben mir saß ein junger Kanadier, der fast die ganze Fahrt über geschlafen hat.
Die erste Hürde, die dann zu nehmen war, war der Grenzübergang. Die Chilenen machen aus der Ausreise genauso viel, wie aus der Einreise und es dauert deshalb ewig! Insg. eine Stunde haben wir für die Ausreise aus Chile gebraucht. Mein Sitznachbar hatte irgendwie gedacht, er hätte den Zettel, den man bei Einreise auszufüllen hat, nicht bekommen und hatte ihn nicht in seinem Pass. Das wäre jetzt dumm gewesen, denn der Grenzbeamte hätte ihn ohne Zettel nicht ausreisen lassen. Also hat er nochmal in seinen Sachen nachgesehen und hat dann doch den Zettel gefunden. Da war er ganz schön erleichtert.
An der Wand er Grenzstation hängt der Präsident der Chilenen, ein Strahlemann, der auch der Zahnpasta-Werbung entsprungen sein könnte.

An der argentinischen Grenze haben sie dann einen Hund durch den Bus geschickt, der aber glücklicher Weise nichts gefunden hat. Ich habe in der Grenzstation ein Bild von dem Bild von Christina Kirchner gemacht und wurde sofort darauf hingewiesen, das das verboten wäre.
Vor allen argentinischen Grenzstationen steht ein Schild "Los Malvinas son argentinas" (Die Falkland--Inseln sind argentinisch). Da scheinen sie einen Knacks zu haben...

Der Rest der Fahrt war sehr eintönig, weil die Landschaft hier einfach nichts hergibt. Es ist dieses unendlich gleichförmige Land, welches man sich unter Patagonien vorstellt und das Auge findet nichts, um sich daran festzuhalten. Das ermüdet und so habe auch ich ein wenig geschlafen.

Nach 5 1/2 Stunden waren wir dann endlich am Ziel. El Calafate liegt am Lago Argentino, einem riesigen See, den man aber von der Stadt aus nicht oder nur sehr wenig sieht. Wie man runter zum Wasser kommt habe ich noch herausgefunden, denn es stellte sich ein neues Problem.
Weil ich in Ushuaia nicht damit geplant hatte, dass das Hostel bar zu zahlen ist, musste ich hier jetzt gleich zum Geldautomaten. Die Stadt hat 4 Banken, eine hat keinen Geldautomaten, einer war kaputt und die anderen hatten kein Geld mehr. Hier ist ein verlängertes Wochenende für den Karneval und vielleicht schon seit Samstag kein Geld mehr in die Automaten gelegt worden. Da aber alle Touristen an die Automaten wollen, sind sie leer.
Mit meinem restlichen Bargeld hätte ich nicht einmal dieses Hostel bezahlen können, das bar bezahlt werden möchte.

Bei Ankunft im Hostel bekam ich dann erst einmal einen Schreck. Eine nicht-englisch sprechende Angestellte versuchte mir zu erklären, das ich auf den Chef warten müsste, der gerade Leute vom Flughafen abholt. Und ich habe gedacht, dass sie mir sagen will, das sie das Zimmer an Leute vergeben haben, die gerade vom Flughafen kommen. Das Missverständnis hat sich dann aber glücklicher Weise schnell geklärt.

Tja, was tun. Gleich nach der Ankunft im Hostel bin ich deshalb ohne Auspacken erst einmal wieder los, um eine Alternative zu finden. Und... am Ende des Ortes gibt es eine Wechselstube. Die hatte heute von 18:00 bis 20:00 geöffnet und so war ich um 17:50 in einer Schlange mit lauter Ausländern, die ihre Heimat-Währung eintauschen mussten. Na ja, das Geld war ja für den Notfall da, also dieses scheint hier einer zu sein.
Kurz nach Geldwechsel habe ich ein Pärchen aus Wien getroffen, die schon in El Chalten (meiner nächsten Station) waren und mir erst einmal erzählt haben, das es dort keinen Geldautomaten gibt und es schlau wäre, wenn ich das Geld von hier mitnehmen würde. Na ja, das ist gerade etwas schwierig. Also habe ich den Bus nach El Chalten am Mittwoch erst um 13:00 gebucht, damit ich vorher nochmal in die Bank kann (die laut Hostel-Wirt am Mittwoch wieder geöffnet haben sollte... )und vielleicht wenigstens am Schalter Geld bekomme, sollte immer noch keines in den Automaten sein. Ein bisschen hoffe ich, dass morgen wieder Geld nachgelegt wird, allein glauben kann ich es nicht.

Den restlichen Nachmittag bin ich hier durch den Ort gewandert, der sehr touristisch ist. Ein wenig, wie Ushuaia. Outdoor-Läden, (ich habe mir ein neues Paar Socken gekauft - mit Kreditkarte) jede Menge Souvenir-Läden, mehrere tolle Eiscafés und jede Menge Restaurants. Und alles nicht gerade billig. Da es wieder einmal ziemlich warm ist (die Anzeige im Bus lautete auf 26°) habe ich mir auch ein Eis gegönnt. Ab 20 A$ kann man mit Kreditkarte zahlen, da habe ich das Eis eben eine Nummer größer genommen ;o) Man zahlt hier an einer Extra-Kasse und bestellt nach Größe des Bechers (nicht nach Anzahl Kugeln). Ich hatte heute Naranja y Pina und Calafate (das ist ein hier heimische Beerensorte) und es war mal wieder sehr lecker.
Das Abendessen war dafür nicht so toll. Ich habe in einem Pizza- und Empanada-Restaurant einen Hamburger mit Pommes gegessen und das war keine gute Idee. Aber ich hatte tatsächlich Appetit auf dieses Ding... Bezahlen ging mit Kreditkarte, was gerade echt wichtig für mich ist...

Das mit dem Internet funktioniert hier leider mal wieder nicht so toll, auch das scheint ein argentinisches Problem zu sein und ob es in El Chalten funktionieren wird, weiß man nicht so genau (obwohl das Hoste laut Beschreibung alles hat). Von El Chalten versuche ich dann auf die Carretera Austral zu kommen, was ein wenig Abenteuer bedeutet. Die Carretera Austral läuft in Chile fast bis zur Grenze und der letzte angebundene Ort ist Villa O'Higgins. Leider gibt es von dort keine Verbindung nach Argentinien. Von El Chalten aus muss man erst mit dem Bus, dann mit einer Fähre fahren. Dann ca. 20 km zu Fuß zurück legen (hier versuche ich mir einen Gepäcktransport per Pferd zu organisieren, weil ich meinen Rucksack nicht so weit schleppen kann), dann wieder eine Fähre und schlussendlich nochmal einen Bus. Zusätzlich zwei Grenzen, aus Argentinien raus und nach Chile wieder rein.
Und dann ist man in Villa O'Higgins, dem Startpunkt der Carretera Austral. Von dort fahren ca. alle 2 Tage Busse weiter in die nächsten Orte, wo man dann wieder nach ca. 2 Tagen einen Bus bekommt. Ich habe hier jemanden getroffen, der meint, 10 Tage müsste ich dafür schon einplanen.
Ich hoffe in El Chalten gibt es jemanden, der mir hilft dieses Wirrwarr nochmal zu durchdringen und vielleicht ein wenig bei der Organisation behilflich ist.
Also, es kann sein, dass ihr ein paar Tage (vielleicht zwei Wochen) nichts von mir hört, ich hoffe aber, dass ich zumindest bis El Chalten noch online bin und euch auf dem Laufenden halten kann, wie es weiter gehen wird.

My Review Of The Place I Stayed



Loading Reviews
Slideshow Report as Spam

Comments

Natalja on

Jau, sieht öde aus.

Heide on

Hab dir gerade eine mail geschickt. Cristina gehört halb Calafate, zumindest die teuersten Edelhotels. Du brauchst auch Geld für Chile. In Cartel Tortel gibt es einen Automaten, in O'Higgins ganz sicher nicht. Sollte es nicht über O'Higgins klappen, dann nimmst du eben den anderen Weg, wobei du dann schon "weiter oben" auf die carretera austral kommst. Ein Stück zurück lohnt sich! Ich sitze auf der Bettkante, kämpfe physisch gegen die Hitze an und psychisch setze ich mich mit guerilla Gedanken auseinander.

Tine on

Hi Claudi, na ich hoffe und wünsch Du hast weiterhin Glück und so nette Leute um Dich herum. Guten Walk! Alles Liebe....

Add Comment

Use this image in your site

Copy and paste this html: