Organisations-Schwierigkeiten

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
Hospidaje Gloria
What I did
Puerto Natales

Flag of Chile  , Patagonia,
Friday, February 8, 2013

Heute war irgendwie ein komischer Tag.
Alles schien zu funktionieren, irgendwie, und doch... auch irgendwie nicht.
Ich bin viel zu früh aufgewacht und habe die Zeit genutzt, noch zwei Hostels zu buchen. Für El Calafate und El Chalten.
So weit so gut. Dann runter zum Frühstück, was, wie immer, gut war. Ein kleines Omelette, eine kleine Schale frische Früchte und etwas Toast. Ausreichend für mich und guter Kaffee dazu, super!

Und ich war froh, dass ich heute aus Punta Arenas wegfahren wollte, weil es ununterbrochen geregnet hat.

Das Gepäck für den Bus wurde in einen extra Minivan geladen und ich habe mich schon gewundert, warum in einem so großen, doppelstöckigen Bus kein Platz für Gepäck vorhanden ist.

Der Regen führte leider dazu, dass im Bus die Scheiben beschlugen und ich nicht raus gucken konnte, trotz Fensterplatz.
Nach einer ganzen Zeit musste der Bus anhalten, weil eine Kontrollstelle kam. Die gibt es hier immer mal wieder und der Bus wurde streng untersucht. Sind alle Passagiere angeschnallt, die Gepäckfächer wurden kontrolliert und was auch sonst immer noch, hat jedenfalls fast 20 Minuten gedauert.
Kurz nach der Kontrollstelle wurde dann jedenfalls das Gepäck in den Bus umgeladen ;o))

Irgendwann im Laufe der Fahrt wurde das Wetter besser und schließlich schön. So konnte ich doch noch ein wenig Patagonien sehen. Und das was ich gesehen habe, war sehr schön. Wälder mit kleinen Bäumen und dazwischen Wiesen voller gelber Blumen (die Butterblumen...). Und die Berge kamen heraus... Sehr sehr schön.
Das Wetter hielt sich bis Puerto Natales und so bin ich frohgemut hier ausgestiegen, nachdem noch zwei Leute auf freier Strecke ausgestiegen sind und ein Paket abgeliefert war.

Das Hostel, das ich gestern über Hostelworld gebucht hatte, war nicht weit von der Busstation entfernt und ich habe es sofort gefunden ;o)
Aber... Hostelworld, so sagt die Frau an der Rezeption, habe das Hostel vollständig überbucht und nun wäre kein Zimmer für mich frei... Aber... sie hätte da schon mal was vorbereitet... In der Hospidaje Gloria. OK, also dahin. Das Hospidaje Gloria liegt gleich um die Ecke und von außen sieht es auch ganz gut aus. Innen ist es etwas herunter gekommen. Aber egal, bevor ich jetzt mit meinem Gepäck auf dem Rücken durch den Ort laufe und etwas anderes suche, für drei Nächte wird es schon gehen.
Es gibt gutes Wi-Fi, Frühstück (darauf bin ich echt gespannt) und ein Doppelzimmer (mit Doppelstock-Betten) für mich allein für 15 Euro. Leider kein eigenes Bad, so dass ich die Bäder (insg. 2) mit den geschätzt 14 anderen (viel jüngeren) Bewohnern teilen muss. Ich hoffe, das funktioniert irgendwie, denn ich muss alle Tage früh raus.

Nachdem ich dieses Zimmer bezogen habe, bin ich wieder zurück zu dem ersten Hostel, weil die auch Tour- und Busbuchungen anbieten.
So habe ich versucht, zu erklären, dass ich einen Tag eine geführte Tour machen möchte, so mit Boot fahren und so... und den anderen Tag eine geführte Wandertour. Leider gibt es keine geführten Wandertouren in Patagonien, wie mir scheint. Das scheint kein Markt zu sein... Ich hatte gedacht, darüber ab und an mal ein paar Leute kennen zu lernen, aber so stapfe ich morgen wieder alleine los.
Der Bus von hier in den Park kostet ca. 20 Euro, weil der Park noch ewig weit weg ist und die Fahrt ca. 2 Stunden dauert. Dort muss man 30 Euro Eintritt zahlen und dann noch für einen Mini-Bus, der einen zum Einstieg der Wanderung (der mit der guten Aussicht auf die Türme) auch nochmal 5 Euro.
Der Haken an der Sache... es geht der Bus in den Park um 7:30 und zurück entweder um 14:30 oder 19:45. D.h. wenn ich die Wanderung mache, weil das Wetter entsprechend gut ist, dann dauert das ca. 7 Stunden. Ich bin im 9:30 im Park, wahrscheinlich gegen 10 am Beginn der Wanderung, d.h. ca. um 17:00 zurück. D.h. ca. 3 Stunden muss ich irgendwie noch füllen, was mir bestimmt gelingen wird (zumindest, wenn das Wetter mitspielt), aber flexibel ist irgendwie anders
.
Das zweite Problem ist die Verpflegung, man muss sich selber verpflegen. Aber um 7:30 kann man nur die Brötchen vom Vortag nehmen und wenn man erst um 21:45 zurück ist und der Supermarkt um 22:00 schließt, muss man Sonntag die Brötchen von vorgestern essen... :o(
Und zum Abendbrot muss ich mir auch noch etwas einfallen lassen. Ich finde, das ist irgendwie seltsam organisiert.
Die Tour-Agentur muss ich leider morgen auch nochmal aufsuchen, weil ich noch kein Ticket für die Tour am Sonntag und auch noch kein Ticket für den Bus am Montag habe. Allerdings habe ich auch noch nicht bezahlt...

Die Highlights waren die Telefonate mit meinen Eltern und meiner Schwester und der wundervolle Ausblick auf das Meer und die Berge hier in Puerto Natales.
Vorsichtshalber habe ich auch noch mit dem Hostel in El Calafate telefoniert, was nicht so einfach war, weil erst die dritte Person ausreichend englisch sprach...;o) Aber dort ist die Buchung o.k.

Im Supermarkt war ich auch insg. drei Mal, erstens, um für morgen Verpflegung einzukaufen, zweitens weil ich vergessen hatte Obst zu kaufen (aber es gab keine Äpfel, so musste ich noch in einen Obstladen) und drittens um zu gucken, wann die morgen zu machen... dabei habe ich dann gleich noch zwei Brötchen für Sonntag gekauft. Man muss dazu sagen, dass die Brötchen hier eine andere Konsistenz aufweisen als bei uns. Sie sind schon beim Kauf flappig... so dass es vermutlich nicht viel ausmacht, wenn man sie erst am Sonntag isst ;o)

Zum Essen war ich in im Restaurant "El Asador Patagonico", wo Lamm auf patagonische Art angeboten wird, d.h es wird am offenen Feuer gegrillt. Das hat mich dazu gebracht, obwohl ich Lamm nicht wirklich gerne esse, dieses Gericht zu nehmen. Die Alternative wäre ein Steak mit 350g gewesen, was ich im Leben nicht essen kann. Das Lamm war o.k. aber für jemanden, der nicht gerne Lamm mag, war es nicht der Hit. In dem Restaurant war es unheimlich heiß, weil das offenen Feuer für das Lamm in der Gaststube installiert ist.

So war das insgesamt mal ein durchwachsener Tag...
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Comments

Heide on

Claudia, einen Reiserunterzieher hat man zwischendurch schon mal. Und es ist auch so, dass Patagonien schon allein durch das sich schnell ändernde Wetter nicht leicht zu bereisen ist. Man braucht Ausdauer und Geduld und andere Maßstäbe. Dort wo du jetzt steckst, findet 9 Monate im Jahr gar nichts statt, da ist alles dicht, d.h. die Logistik ist abhängig vom Wetter und der Touristenanzahl. Beides aber ist m. E. ok und ich bin mir sicher, dass du auch nicht allein bleiben wirst!

Natalja on

Solche Tage geben hinterher die besten Geschichten.

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