Isla Magdalena und noch mehr Pinguine

Trip Start Jan 19, 2013
1
25
61
Trip End Mar 15, 2013


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow
Where I stayed
Tragaluz Bed & Breakfast Punta Arenas
Read my review - 4/5 stars
What I did
Noch mehr Pinguine

Flag of Chile  , Magallanes,
Thursday, February 7, 2013

Erst einmal habe ich heute den Bus umgebucht, so dass ich morgen schon um 11:00 weiter fahre nach Puerto Natales und damit zum Torres del Paine. Das Hostel dort habe ich dieses Mal zum ersten Mal über Hostelbookers gebucht, mal sehen, ob das ebenso gut funktioniert, wie das direkte buchen - aber ich gehe davon aus.

So langsam komme ich in den entspannteren Reisemodua... d.h. ich glaube jetzt dran, dass alles funktionieren wird - irgendwie. Mit ein wenig Flexibilität wird es schon werden. Und ein wenig flexibel bin ich ja auch... allerdings habe ich inzwischen auch schon einige Dinge auf der Liste der Parks, die ich mir anschauen möchte. Aber wenn nicht alle "abgearbeitet" werden können, dann ist das eben so. Diese entspanntere Haltung gefällt mir gut und ich hoffe, ich kann sie mir etwas erhalten.

Um 11:30 sollte ich heute bei der Agentur sein, die die Pinguin-Tour anbietet und um 10:55 habe ich bemerkt, dass ich meine Fleece-Jacke im Hostel habe liegen lassen. Dann habe ich kurz darüber nachgedacht, ob ich auch ohne kann, aber schnell eingesehen, das wird nichts. Also, im Stechschritt zurück zum Hostel (10:10), den Aufenthalt habe ich dann auch gleich genutzt, mir warme Sachen unterzuziehen und wieder los. So war ich genau 11:30, etwas abgehetzt an der Agentur. Dort war alles voll. Ca. 40 Menschen wollten wie ich die Pinguine sehen. Irgendwie sind zwei Kreuzfahrtschiffe in der Stadt, eines - die Princess Irgenwie - hat alleine 2500 Passagiere. Das Schiff ist so groß, dass es nicht in den Hafen einlaufen kann und die Passagiere mit den Rettungsbooten angelandet werden. Dieses Boot war hauptsächlich von Amerikanern und Europäern bevölkert.
Das andere beherbergt ca. 1000 Japaner, von denen auch einige mit wollten auf die Tour.

Ich wurde dann mit einer mexikanischen Familie zusammen im Taxi zum Bootsanleger buchsiert, weil die beiden Kleinbusse bereits voll waren. Die Tochter der Familie konnte ein wenig englisch und so haben wir uns ausgetauscht. Die haben hier total gefroren, ich finde es warm genug, jedenfalls wenn der Wind nicht so stark und kalt weht. Die Eltern wollen im Mai in Kopenhagen eine Cousine besuchen und haben jetzt schon gefroren...;o)

Am Bootsanleger mussten wir dann über eine halbe Stunde warten, was etwas Aufregung auslöste, weil die amerikanischen Kreuzfahrer spätesten um 17:30 wieder zurück sein mussten und etwas nervös wurden, ob sie das wohl schaffen. Sie haben dann entschieden mit dem Bus wieder nach Punta Arenas zu fahren und so waren wir 12 Leute weniger, was gut war, denn das Boot war so schon ziemlich voll.
Das Boot ist ein Zodiac und man sitzt im Grunde nur kurz über der Wasserlinie, was sehr schön ist. 35 Minuten ging es über den heute Nachmittag mit nur kleinen Wellen gesegnete Atlantik zur Isla Magdalena. Während der Fahrt wurde vorne die Luke geöffnet und man konnte oben aus dem Boot schauen. Das war schön, hatte aber den Nachteil, dass die Wellen manchmal reinschwappten und wenn man dann gerade dabei war, oben rauszuschauen, wurde man nass. Die Japaner (ein Mann und 5 oder 6 Frauen) waren gerade bei ihrem zweiten Ausguck, da brach eine Welle richtig über das Schiff herein und richtig ins Boot. Ich war froh, dass ich meinen Rucksack vorsichtshalber schon vorher auf den Schoß genommen hatte und die Japaner waren klatschnass. Bis auf die Unterhose alles durch, und das bei diesen Temperaturen.  Die Kamera von dem Mann war dahin... Salzwasser ist das halt nicht wirklich gut... Aber es doch immer wieder erstaunlich, was bei solchen Malheuren mit einer Gruppe passiert. Eine Frau hatte eine Fleecejacke mit, die sie der Japanerin gegeben hat, eine ein T-Shirt und irgendjemand hatte etwas, dass sie sich abtrocknen konnte. Darüber war sie sehr froh und nahm das Missgeschick mit etwas Humoar. Nur für die Hose konnte niemand was tun.

Und dann die Pinguine. Wieder überall, wohin man schaut. Auf der Isla Magdalena brüten auch Möwen und die hatten auch teilweise noch sehr kleine Küken.
Auf der Insel war ein starker Wind, der teilweise so stark war, dass man vom Weg geschoben wurde. Man konnte sich problemlos in den Wind lehnen und kleine Steinchen pieksten im Gesicht. Die Pinguine nahmen das gelassen und ich möchte mir lieber gar nicht vorstellen, wie das dort gestern geweht haben mag, wo wir in Punta Arenas schon Sturm hatten. Viele Pinguine lagen platt auf der Erde, andere saßen in ihrer Höhle und der Rest war im Wasser. Einige davon kamen gerade wieder aus dem Wasser als ich auf dem Rückweg war und man sieht sie tatsächlich erst, wenn sie praktisch schon an den Strand hüpfen.
Ich war etwas schneller als die meisten anderen und so hatte ich einen Teil des Rückwegs allein für mich, was schön ist, wenn man die Tiere mal in Ruhe beobachten möchte.
Mir ist noch aufgefallen, dass unheimlich viele tote Möwen auf der Insel "herumlagen", auch einige wenige Pinguine aber Möwen überall. Warum das so ist, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Die Kerlchen finde ich auf jeden Fall immer noch knuffig und auch wenn die Euphorie nicht mehr so groß ist, wie beim ersten Mal, die Ausfahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Zurück im Boot wurde Kaffee und Kekse gereicht und weiter ging es 20 Minuten zur Isla Marta, wo Seelöwen leben. Dort konnten wir nicht anlanden, weil die See schon zu unruhig war und so haben wir in einiger Entfernung (leider) vor der Insel gedümpelt. Und... das Boot hatte gerade den Motor ausgemacht, da musste sich die erst schon übergeben. Das ging flott. Ich hatte das leider auch schon mal, allerdings erst nach ca. 30 Minuten gedümpel, also bin ich sofort an die frische Luft hinten auf dem Boot, was nur mit Schwimmweste zugelassen ist. Insgesamt wurden von uns 28 - 30 Passagieren mind. 8 Leute seekrank, u.a. drei der Japanerinnen, die heute keinen guten Ausflug hatten. Der Anblick der Seelöwen war, weil zu weit weg, nicht sehr beeindruckend aber es war schön, den Kormoranen, die auch dort brüten, aus der Ferne beim Fliegen in diesem Wind zuzuschauen.

Und dann ging es schon zurück, was für einige der seekranken Passagiere leider eine Tortur war. Die taten mir echt leid! Una bolsa, una bolsa hieß es immer, wenn es irgendwo wieder los ging und es wurde einen von diesen schlabberigen Tüten aus dem Supermarkt gereicht...
Ich war auf der Rückfahrt in Schwimmweste einige Zeit draußen, aber obwohl wir hinten standen, wurde man etwas nass, was auf Dauer unangenehm war.

Zurück in Punta Arenas war ich noch im Mercado Municipal, im El Chumanguito Empanadas essen. Dort werden sie fritiert, was wirklich sehr lecker war und mit vom Hoste-Rezeptionisten empfohlen worden war. Es gibt sie auch mit Meeresfrüchten, statt klassisch mit Käse und Schinken, aber Meeresfrüchte mag ich ja leider nicht. Der Mercado selbst hat einige Fischstände, ein paar Souvenir und Wolle-Stände und einige kleine Restaurants. Sehr nett gemacht, vor allem die Restaurant-Ebene.
Und dann habe ich noch zweimal versucht hier im Cafe gegenüber einen Platz zu bekommen, aber es war beide Male voll, so dass ich meinen Kaffee dann hier im Hostel getrunken habe.

Heute bin ich ziemlich müde, ich vermute durch den starken Wind und so werde ich mich wohl gleich ins Bett begeben ;o)))


My Review Of The Place I Stayed



Loading Reviews
Slideshow Report as Spam

Comments

Natalja on

Bringst du einen Pinguin mit, bitte!

Heide on

Tipp1:Such dir in Puerto Natales stets einen Halt, eh du dich versiehst, hat eine Windboe dich in den Fjord gepustet!
Tipp 2: Bei einer Tagestour in den Parque solltest du einen "himmelguten" Tag abwarten, damit du die Torres auch siehst. Buena suerte!

Add Comment

Use this image in your site

Copy and paste this html: