Eine unglaubliche Hitze

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
Hostal Portal del Sur
What I did
Palacio Barolo

Flag of Argentina  , Buenos Aires F.D.,
Tuesday, January 29, 2013

Hier hatte es heute wieder um 19:00 noch 32°. Da es leider immer noch sehr schwül war, war das unglaublich anstrengend.

Obwohl ich nach einem gemütlichen Frühstück mit der südamerikanischen Spezialität Dulce de leche, einer Art Karamellaufstrich - unheimlich süß aber durchaus lecker, erst gegen 11:00 hier weg bin, war ich um 2:30 schon wieder da, weil es mir draußen zu heiß war. Ich habe dann hier auf dem Bett gelegen und mich nicht gerührt, dann schwitzt man auch nicht. Aber sobald man etwas tut, wie den Rucksack ausräumen oder sich anziehen, fängt es an. Schön ist anders...

Aber nun erst mal der Reihe nach. Nach dem entspannten Frühstück, ich hatte übrigens trotz der Hitze gut geschlafen, wenn nicht einmal der Zimmernachbar aus Versehen in meinem Zimmer gestanden hätte (um 2:00), ein Motorradfahrer seinen Motor aufröhren hätte lassen (ca. 3:30) und um 7:00 eine Gruppe abgereist wäre, wäre es eine wirklich gute Nacht gewesen. Von der Straße höre ich in meinem neuen Zimmer nichts, dafür etwas mehr vom Innenhof. Mal sehen, zzt. übertönt die Klimaanlage alle anderen Geräusche. Aber die wird nicht durchgängig betrieben. Um 17:00 wird sie angeschaltet und wann sie abgeschaltet wird, werde ich sicher noch merken...;o)

Ich bin dann, wie sich das für einen guten Touristen gehört erst einmal zu Plaza de Mayo, sozusagen dem Zentrum von Buenos Aires. Dort hat Cristina Kirchner ihren Regierungssitz, die Banco National de Argentina ist präsent und die Kathedrale befindet sich auch dort. Aufgrund der Hitze habe ich es dort nicht lange ausgehalten. Ich bin einmal um die Casa Rosario (das ist der Regierungssitz) drum herum gelaufen und habe mich dann eine viertel Stunde in der Banco National de Argentina ausgeruht. Ein sehr altehrwürdiges Gebäude, das praktisch eine riesige Halle beinhaltet. Dort befinden sich irre viele Bankangestellte, teilweise hinter hohen Stapeln Papier am ihrem Schreibtisch. Die Schalter sehen so aus, wie in der Spielbank, wo man das Geld in Jetons wechselt. Eine kleines Fenster ist dazu da, dem Schalterbeamten die Dokumente zu reichen. Die Schalter sind in verschiedene Arbeitsgebiete aufgeteilt. Sogenannte Sectiones. In jeder von diesen Sektionen kann man andere Bankgeschäfte tätigen. Aber für alle muss man sich erst in einer Schlange anstellen. Wenn man an der falschen Schlange steht (ist ja alles nur aus spanisch...) dann nochmal das Ganze. So ganz habe ich das Prinzip nicht durchschaut, eben vorallem weil die Tafeln, die anzeigen, was in welcher Section bearbeitet wird ausschließlich auf spanisch waren und bis auf Tarjeta credita und pago etc. habe ich nicht erkannt, was da getan wird (sind halt auch auf spanisch irgendwelche Fachbegriffe...).
Aber ein unheimlicher Trubel und man kann sich da ruhig mal hinsetzen und zugucken. Fotos darf man allerdings keine machen.
Im nächsten Eingang der Banco National de Argentina waren die Bankautomaten. Ich habe, das war der maximale Betrag... 300 A$ abgehoben und dafür knapp 20 A$ Gebühr bezahlt. D.h. für ca. 30 Euro, 2 Euro Gebühr. Und mit 30 Euro kommt man auch hier leider nicht weit. So muss ich es morgen nochmal bei einer anderen Bank probieren. Davon gibt es hier noch ziemlich viele. Ich bin vorhin ins Bankenviertel geraten und habe bestimmt 20 unterschiedliche Banken entdeckt. Nur die, die gerade auf SAP migriert (ich glaube, das ist die Banco Galicia) die habe ich nicht entdeckt.

In dieser Stadt habe ich ein neues Problem...;o) Egal wohin ich will bzw. woher ich komme, ich laufe erst einmal in die falsche Richtung... Das nervt inzwischen ein wenig... und ich weiß auch noch nicht, woran das liegt. Irgendwie schaue ich mir die Route im Plan an, gehe aus der Tür (vom Hostel, Restaurant, Kirche...) und laufe sofort in die falsche Richtung. Ich hoffe, das wird in den nächsten Tagen noch besser.

Fast direkt neben der Banco National ist die Kathedrale. Wunderschön. Es wurde gerade eine Messe gehalten und so habe ich mich ein paar Minuten dazu gesetzt (natürlich auch wegen der Hitze ;o) 
Die Kathedrale hat neben dem schönen Altar auch durchgängig einen Mosaikboden, der sehr hübsch ist. Außerdem ist dort irgendein argentinischer Nationalheld "aufbewahrt", der von zwei Gardisten bewacht wird. Was für ein Job...

Danach habe ich eine Pause eingelegt und bin dann gegen 16:20 wieder aufgebrochen um mir den Palacio Barola anzusehen. Da hat Luis Barolo, ein Baumwoll-Tycoon sich ein Denkmal gesetzt. Er stand unheimlich auf Dante Alighieri und hat das Gebäude deshalb nach der "Divine comedy" gestaltet. Also 100m hoch (Anzahl der Songs) und mit 22 Stockwerken versehen (Anzahl der Verse pro Song), und das ganze Gebäude in die Teile Hölle, Fegefeuer und Himmel aufgeteilt. Wie auch immer... Man mag darüber denken, wie man will... aber die Aussicht vom 20. Stock ist gigantisch. Man sieht über ganz Buenos Aires. Auf jeder Seite des Turms sind so kleine Balkone (aus Stein) angebracht, von denen man eine wundervolle Aussicht über die Stadt hat. Fantastisch!
Weiter oben hat er noch einen Leuchtturm eingebaut, mit Glas ummantelt und die 5 Minuten, die man dort oben verweilt, bringen einen unter noch mehr Schweiß als sowieso schon, weil die Hitze da natürlich drin steht und die Sonne voll Kanne drauf ballert. Also, war ich froh, als ich wieder weiter runter durfte...

Und dann war der Plan: Ich bin in Argentinien, also muss ein Steak her! Irgendjemand, den ich kennen gelernt habe, hat in meinem Reiseführer ein Kreuz bei Via Flamina gemacht. Das ist vom Hostel nicht weit weg, also los. Natürlich wieder erst in die falsche Richtung, dann durch das Bankenviertel... nichts. Dann habe ich einen Türsteher befragt, der kannte sich allerdings selbst nicht aus, weil auch fremd in der Stadt, aber er konnte englisch ;o)
Zurück zur Hauptstraße bin ich dann an einer Fußgängerzone vorbei gekommen und siehe da... Via Flamina. Aber (in diesem Fall) leider: eine Eisdiele.... Da komme ich bestimmt nochmal zur richtigen Zeit für Eis vorbei, aber jetzt wollte ich ein Steak. 
Ein paar Häuser weiter, wurde für eine Dinershow mit Tango geworben. Ich habe mich mal dafür interessiert und obwohl noch alles geschlossen war, wurde mir der Dinersalon gezeigt. Treppe runter (ziemlich viele Stufen) und unten befand sich ein wunderschöner Saal. Ein Bühne etwas oberhalb der Gäste und dann lange Reihen von Tischen. Aber der Saal insgesamt war wie ein Theater. Wunderschön. Da bekommt man fast Lust das tatsächlich mal mitzumachen... auch wenn es Touristennepp ist... 
Der nette Mensch, der mir den Saal gezeigt hat, hat mir dann auch eine Empfehlung für eine Straße mit auf den Weg gegeben, wo ich bestimmt mein Steakhouse finde. 
Dann, die nächste Herausforderung, da stehen Typen vor der Tür, die potentielle Gäste anquatschen. Da kann ich ja überhaupt nicht drauf und bin dann auch bei zweien gleich weiter gegangen, ohne zu gucken, was die eigentlich anbieten. Dann habe ich festgestellt, das das hier aber wohl üblich ist und vor allen Restaurants diese "Reinholer" stehen und so bin ich dann beim dritten Restaurant auch 'rein und habe mein Steak gegessen.
Eigentlich fand ich es aber geschmacklich nicht wirklich anders oder besser als im Arizona Steakhouse an der Barmbeker Straße in Hamburg (ist allerdings auch ein argentinisches Steakhouse..;o)
Zurück wollte ich dann schnell machen, da es langsam dunkel wurde. Aber... wie das eben hier so ist, erst mal bin ich wieder in die falsche Richtung gelaufen. Dann aber an der Hauptstraße entlang mit dem ein oder anderen Orientierungsverlust und dem Befragen eines Polizisten sicher und ohne Probleme im Hostel angekommen.

Und jetzt ziehe ich mir, glaube ich, mal eines von den Riesenbieren oben auf der Dachterrasse, nachdem ich ausgiebig geduscht habe ;o))) 
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Comments

Natalja on

1880 wurden die sterblichen Überreste von General José de San Martín von Frankreich nach Argentinien gebracht und in einem Mausoleum in der Kirche bestattet. Das Mausoleum wurde von dem französischen Bildhauer Albert Carrier-Belleuse in Marmor verschiedener Farben entworfen. Der schwarze Sarkophag wird von drei lebensgroßen weiblichen Figuren beschützt, die die Länder Argentinien, Chile und Peru darstellen. Im Mausoleum sind außerdem die Generäle Juan Gregorio de las Heras und Tomás Guido bestattet. Außerdem findet man dort das Grabmal des unbekannten Soldaten

San Martín wurde als Sohn spanischer Eltern in Yapeyú im Vizekönigreich La Plata im heutigen Argentinien geboren. Er wuchs in Spanien auf und durchlief eine Offizierslaufbahn in der spanischen Armee, der er zwanzig Jahre lang diente. In dieser Zeit ergriff San Martín immer mehr Partei für das Unabhängigkeitsstreben der spanischen Kolonien in Südamerika.

1812 kehrte er nach Cuyo zurück und bildete eine Revolutionsarmee für den Unabhängigkeitskampf aus. Im Gegensatz zu anderen südamerikanischen Revolutionären konzentrierte San Martín sich zunächst nicht auf Peru, sondern auf die Befreiung Chiles. Zunächst übernahm er jedoch das Amt des Gouverneurs im westargentinischen Mendoza, wo er weitgehend ohne Unterstützung der Staatsregierung eine Armee aufstellte. Dabei war der chilenische General Bernardo O’Higgins sein wichtigster Vertrauter. 1816 organisierte er die Andenarmee, eine Militäreinheit, bestehend aus 3500 bis 6000 Soldaten und 1200 Mann Hilfstruppen. Im Jahre 1817 marschierte dieses Regiment auf eine für diese Zeit spektakuläre Art über die Anden, schlug die Spanier bei Chacabuco in Chile und besetzte die Hauptstadt Santiago de Chile. 1818, nach einem entscheidenden Sieg über die Spanier in Maipú, setzte San Martín in Chile eine nationale Regierung ein, jedoch lehnte er das Amt des Präsidenten zugunsten Bernardo O’Higgins ab.

Im Jahr 1820 führte er eine Operation zur Befreiung Perus aus der spanischen Herrschaft an (siehe: Expedition von San Martín), wozu er seine Armee durch neue chilenische Truppen verstärken konnte. Er besiegte die Spanier im Dezember 1820 bei Pisco, versicherte sich zunächst der Unterstützung durch eine starke Adelspartei und besetzte erst dann Lima, wo er am 28. Juli 1821 die Unabhängigkeit Perus ausrief und zum Protektor des Landes ernannt wurde.

Der fortgesetzte Widerstand der Spanier in Peru und Streitigkeiten innerhalb seiner Armee veranlassten ihn, den venezolanischen General und Revolutionär Simón Bolívar um militärische Unterstützung zu bitten. Die beiden Revolutionäre waren sich allerdings in Fragen der Regierungspolitik uneinig. Während San Martín eine Monarchie anstrebte, hielt Bolívar an der Errichtung einer Republik fest. Am 26. und am 27. Juli 1822 versuchten die beiden führenden Personen der Unabhängigkeitskriege die Differenzen bei Treffen in Guayaquil letztlich ohne Erfolg zu beseitigen, San Martín trat daraufhin zugunsten Bolívars zurück. Bis heute ist unklar, ob San Martín aus freiem Willen zurücktrat, in der Hoffnung, dass dem Weg in die Unabhängigkeit durch Bolívar besser gedient wäre, oder ob Bolívar diesen Schritt zur Bedingung für seine Hilfe in Peru gemacht hatte.

1824 ging San Martín nach Europa, wo er am 17. August 1850 in Boulogne (Nordfrankreich) starb. 1880 wurden seine sterblichen Überreste nach Argentinien gebracht und in der Kathedrale von Buenos Aires in einem Mausoleum beigesetzt.

Nach ihm wurde die Stadt San Martín in der Provinz Buenos Aires sowie andere Örtlichkeiten, z.B. die Plaza General San Martín in der Hauptstadt oder zum Andenken an seinen einhundertsten Todestag die Argentinierstraße in Wien, benannt.

Natalja on

Damit du auch weißt, an wessen Grab du da gestanden hast, grins. (Es lebe Wikipedia!)

Natalja on

Das Wetter wäre ja absolut nix für mich...

Heide on

Hallo Claudia

Heide on

Claudia, auf die Schnelle. Ich schrieb dir, dass die Citibank mir mit der einfachen EC Card 4.000 Pesos gibt. Such dir noch eine in Bs.As. in Ushuaia gibt es sicher keine. Argentinien zockt die Ausländer ab, brauchst keine andere Bank zu suchen, dahinter steckt ein politisches System. Morgen mehr von mir, du hast wohl nur noch den einen Tag? Lieben Gruß aus Kolumbien

Claudi on

... lauf doch einfach in DIE Richtung, in die Du NICHT willst, dann biste bestimmt goldrichtig :-)

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