Ein Tag in Santiago

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
Hostal Rio Amazonas
What I did
The House of Pablo Neruda

Flag of Chile  , Santiago,
Sunday, January 27, 2013

So langsam fange ich an, diese Stadt zu mögen. Irgendwie ist das Leben hier entspannt, vorallem an einem Sonntag, so wie heute.
Heute Morgen konnte ich allerdings mal wieder nicht schlafen, weil ich morgen nach Buenos Aires weiterfliege und mich das grundsätzlich kribbelig macht - diese Fliegerei.
Also habe ich mich irgendwann ins Bett gesetzt und ein paar Sachen nochmal nachgeschlagen:
Wann ist der Flug?
Wie werde ich in Buenos Aires abgeholt?
etc.pp.

Dann bin ich gegen 9:00 zum Frühstück 'runter. Dann geht es meistens schon wieder besser, irgendwie sind die Morgenstunden die, die am meisten Aufregung verursachen. Warum auch immer.... Es ist so, wie es ist - ne. Sagt Stephi immer...

Heute habe ich mit einem Bayern gefrühstückt, der auf dem Aconcagua war. Das ist der höchste Berg in den Anden und hat knapp 7.000 m. Ich habe ihn ausgefragt:
Wie ist das, wenn man oben ist -> "ich war kaputt aber total happy"
Wie viele Basiscamps gibt es -> "2"
Wie lange habt ihr gewartet -> "wir hatten Glück, am Tag vor unserem Aufstieg und am Tag danach war wieder schlechtes Wetter"
etc.pp.
Dann musste er los, weil er zum Flughafen musste. Und schon war ich mit der Nachbarin aus Kolumbien im Gespräch. Mein erstes Gespräch auf Spanisch. Sehr rudimentär, aber wir haben tatsächlich ein paar Sätze gewechselt. Sie ist hier für eine Konferenz und war schon mal fünf Monate in Deutschland.... Sehr nett, die Menschen hier!

Dann bin ich aufgebrochen, das Haus von Pablo Neruda zu besichtigen.
Und, mal wieder... ich hatte Glück. Eigentlich sollte es erst um 14:15 eine englische Führung geben, alles andere auf Spanisch. Aber, glückes Geschick, plötzlich war die Führung um 11:15 doch auf englisch. Und total interessant. Der Typ, also Pablo Neruda hat irgendwie alles mögliche gesammelt. Gefärbte Gläser, Bilder von Wassermelonen, Stofftiere, Holzpuppen, Bücher etc.pp. Aber fast alles wurde bei Machtübernahme von Pinochet vernichtet oder unter den " Vernichtern" verteilt. Das Haus ist auf jeden Fall sehenswert und ich denke, wenn ich zurück bin, muss ich mal eine Bibliographie von ihm lesen.

Von dort bin ich dann durch den Parque Forestal geschlendert, in dem laut Reiseführer eigentlich am Wochenende richtig was los sein sollte. Aber ich war zu früh. Um kurz nach 12:00 war der Park noch fast menschenleer.

Also, weil keinen weiteren Plan, bin ich durch die Gassen geschlendert. In einer Eisdiele habe ich ein Erdbeer-Eis gegessen und dabei noch eine Kolumbianerin kennen gelernt, die mir noch ein paar Tipps für Santiago mit auf den Weg gegeben hat. Die Menschen hier sind wirklich total nett.

Von dort bin ich dann auf die Plaza de Armas, wo ich um 14:30 mit Heidi und Thomas zur Stadtführung verabredet war. Ich war etwas zu früh und konnte deshalb nochmal beobachten, was so los war. Sehr aktiv war eine katholische Gruppe, die sich richtig in ihre Religion reingesteigert hat. Das ging mir schon auf die Nerven, denn die Inbrunst und die Lautstärke waren sehr ausgeprägt...

Die Stadtführung war wirklich gut.Grundsätzlich ist diese Stadtführung "umsonst". Am Ende der Tour bekommt der Stadtführer ein Trinkgeld, was jeder so meint, was angemessen ist. Es find natürlich auf der Plaza de Armas an, ging dann vorbei am Justizpalast, la Moneda durchs Geschäftsvierel zum Barrio Lastarria, was ein wenig wie ein Yuppie-Viertel anmutet.
Über die ganze Führung hat uns ein streunender Hund begleitet... was der von uns wollte, weiß wohl nur er selbst...
Im Barrio Lastarria haben wir eine Pause eingelegt und kurz etwas gegessen. Anschließend ging es wieder zum Parque Forestal, in dem inzwischen der Bär los war. Heidi und Thomas fragten dann, ob wir der Stadtführung tatsächlich weiter folgen wollten und wir waren uns sofort einig, dass wir lieber hier im Park bleiben und dem Trubel zusehen wollten. Entlang der Wege gibt es einen Flohmarkt, auf dem alles mögliche, aber hauptsächlich Kleidung verkauft wird Thomas hat dann ein Portmonnaie aus einer alten Milch- oder Safttüte erworben und ich ein Magnet-Bild von einem streunenden Hund.
Insgesamt haben wir, glaube ich, wohl gut eine Stunde im Park gesessen und dem Trubel zugesehen. Unglaublich viele Menschen und Kleinkünstler. Clowns für die Kinder, Musiker etc.pp. Das war sehr schön.

Dann hatten wir Appetit auf einen Pisco Sour und sind gegenüber von unserem Hostel in einer Bar hängen geblieben. Ich hatte zwei Pisco Sour und natürlich etwas wenig gegessen. Und so hatten wir unseren Spaß.
Nach dem zweiten sind wir dann ins Hostel gewechselt und haben dort weiter gequatscht, bis jetzt...

Anmerkung am nächsten Morgen:
Eigentlich wollte ich das heute Nacht noch veröffentlichen... aber als ich endlich soweit war, war Travelpod nicht mehr arbeitswillig...

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Comments

Natalja on

Jau, ich habe heute morgen schon gewartet und was war, nix da! Ist doch morgens immer meine erste Lektüre, dein Blog.

Und die Essensbeschreibung ist heute wieder etwas zu kurz gekommen. GRINS!!!

Schön zu sehen, dass du so viel Spaß hast. Lass einfach geschehen.

Birgit on

Endlich komme ich auch mal dazu, das Tagebuch zu lesen ... und finde es spannend. Es weckt viele Erinnerungen an meine Chile-Reise vor fast 20 Jahren: das Haus von Pablo Neruda ebenso wie der Pisco Sour, den ich allerdings am Perito Moreno in Calafate/Südargentinien kennenlernte.
Ich werde Dir bei Gelegenheit mal ein längeres Mail schreiben. Einstweilen liebe Grüße und weiterhin tolle Erlebnisse wünscht Dir Birgit

Claudi on

Pisco Sour... den trinken wir mal zusammen wennde wieder hier bist nä? Muss das mal probieren!!! Bring mal nen Rezept mit ;-)

nina on

Habe auch noh eine Flasche zu hause und das Rezept hart in Peru erkämpft.
Der Transport der Flasche über die USA war auch echt anstrengend, es gab ein wenig Stress mit dem Zoll.
Das Rezept hat nach dem ersten Versuch, da verwechselte ich Zucker und Salz auch gut geklappt..

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