Ausflug nach Valparaíso

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
Hostal Rio Amazonas Plaza Italia Santiago
Read my review - 4/5 stars
What I did
Valparaiso

Flag of Chile  , Santiago,
Saturday, January 26, 2013

Heute war ein wundervoller Tag. Ich war mit Heidi und Thomas in Valparaíso. Irgendwie hatten wir neulich darüber gesprochen und dann beschlossen, dass wir diesen Ausflug doch auch gemeinsam unternehmen könnten.

Für mich hieß das früh aufstehen (7:15), was im Endeffekt auch gut war.
Heidi hat mir gestern noch eine Rolle Tape vermacht, die sie nicht mehr braucht, weil sei am Donnerstag zurück nach Deutschland fliegen. Also hat sich das Problem mit dem Tape erledigt *Puh* Und das hat sich heute auch schon ausgezahlt, denn mit den neuen Schuhen und dem Tape habe ich die Blasen praktisch nicht bemerkt.

Nach Valparaíso kommt man von Santiago aus mit dem Bus. Das sind 1 1/2 Stunden Fahrt und es gehen so viele Busse ab, dass man fast die Qual der Wahl hat für welche Gesellschaft man sich entscheiden soll. So haben wir auf dem Hinweg Tour Bus erwählt und auf dem Rückweg Pullman. Beide waren sehr gute Reisebusse mit bequemen Sitzen. Auf der Rückfahrt war nur leider ein ziemlich nerviger Junge mit seiner schwerhörigen Mutter an Bord, das heißt es war etwas laut, weil er seine Mutter immer anschreien musste... Aber ansonsten eine tadellose Fahrt.
Der Fahrer muss hier im Fenster eine Erklärung aushängen, wie viele Tage er hintereinander fahren darf, der wie vielte Tag das jetzt ist und das er sich gesund fühlt und meint, dass er gut fahren kann.... Außerdem werden die Passagiere angehalten, bei Auffälligkeiten das Ministerium für irgendwas anzurufen und den Vorfall zu melden. Zusätzlich wird immer noch angezeigt, wie schnell der Bus fährt und bei mehr als 100 Km/h geht wohl ein Piepton los. Das ist heute allerdings nicht vorgekommen. Außerdem muss immer damit gerechnet werden, dass Kontrolleure einsteigen und prüfen, ob die Reisenden auch alle angeschnallt sind... und was immer sonst noch. Na ja... etwas viel Überwachung für meinen Geschmack.

Richtung Valparaíso wird es langsam grün. Die Vegetation wird etwas dichter, dann kommt ein Anbaugebiet für Gemüse und schließlich die Weinregion. Leider hingen die Wolken zwischen den Hügeln, so dass es etwas neblig war.
Und so blieb es auch bis in den Nachmittag hinein in Valparaíso. Ich war zu Beginn etwas enttäuscht, sowohl was die Aussicht angeht (war wenig, wenig des Nebels) als auch vom Zustand der Stadt. Im Zentrum sind doch sehr viele baufällige Gebäude.

Als erstes sind wir mit dem Trollebus gefahren, der mit Oberleitungen fährt. So wie früher unsere Straßenbahn. Der rüttelt und schüttelt auch wie damals unsere Straßenbahn ;o)
Beim Aussteigen standen wir dann auch direkt am Fischmarkt und konnten die Fische bestaunen. Barraccudas, Congers, Reneitas... riesige Fische auf die die Fischer oder Verkäufer auch sichtlich stolz waren.

Wir sind dann erst einmal auf einen der Hügel, um mal in die Gegend zu blicken... Man kann auf einige der Cerros mit einem Ascensor fahren. Das ist ein Zahnradbahn, die einen eine kurze Strecke den Berg hinauf bringt. Witzig. 

Valparaíso ist eigentlich eine Künstlerstadt, die dafür berühmt ist, dass die Künstler hier wohnen und ihre Kunst auch im Stadtbild präsentieren. Aber unten im Zentrum war davon nicht allzu viel zu sehen. Die Ascensors sind allerdings schon schön bunt angemalt und wenn man erst auf einem Cerro oben angekommen ist, dann erschließt sich auch die ganze Pracht.
Die Häuser sind farbig und teilweise mit Gemälden versehen. Es gibt einige schöne Shops, die auch Nicht-Standard-Fashion, - bilder oder andere Dinge verkaufen. Sehr interessant.

Weil wir ja schon ziemlich früh aufgebrochen waren, hatten wir denn auch mittags schon wieder Hunger. Auf der Suche nach dem Fischmarkt, fanden wir dann ein Restaurant, das im Reiseführer empfohlen wurde und also, 'rein da. Das Restaurant "Porto Viejo" ist riesengroß und war unten schon voll besetzt. Deshalb wurden wir nach oben in den ersten Stock verfrachtet. Der Zustand so eines Restaurants ist hier deutlich anders als wir das bei uns so kennen. Die Treppe ist mit Linoleum belegt, die Geländer rostig, das Gebäude selbst feucht, die Fenster nicht zu öffnen, die Tische aus Sperrholz (oder etwas ähnlichem, da war eine Tischdecke drüber). Insgesamt zu erst einmal gewöhnungsbedürftig.
Das Essen war aber sehr lecker. Ich hatte Reneita, das ist ein lokaler Fisch mit festem Fleisch. Dazu gab es einen Salat. Die Salatblätter waren allerdings nicht klein geschnitten und so musste erst etwas Schnippelarbeit geleistet werden, bevor er in den Mund gepasst hat. Heidi und Thomas habe dazu einen Pisco sour bzw. Pisco Mango getrunken. Beide konnte ich probieren und beides lecker. Allerdings ist für mich mittags Alkohol keine gute Idee, weil ich davon dann einfach zu müde werde. Und so habe ich ein gepflegtes Wasser genossen.
Im Laufe unseres Essens wurde es dann auch bei uns oben voll und als wir das Restaurant verließen, konnte man nur noch rein, wenn andere raus sind. Die Chilenen scheinen irgendwie eine komische Essenszeit zu haben, denn es war inzwischen so ca 15:00. Das passt in meinem Weltbild ;o) weder zum Mittag- noch zum Abendessen.

Danach hatten wir dann Hunger auf was Süßes und haben uns in einer Pandaneria sehr leckere Kekse gekauft und haben auf dem Plaza Sotomayor noch einen leckeren Cappucino getrunken.
Während wir dort saßen wurde der Himmel blau (wurde ja auch Zeit... war schon 16:00!).
Und die Stadt erstrahlte direkt in neuem Glanz. Wunderschön.
Direkt am Plaza Sotomayor vor einem Museum wurde das Festival de la basura, also das Festival des Mülls veranstaltet. Der Platz vor dem Museum wurde von leeren Plastikflaschen, die in Ketten zusammen verbunden waren (insg. haben wir geschätzt ca. 200.000 Stück) überspannt, was toll aussah. Unten drunter fuhren Kinder auf Paletten mit Rädern drunter, saßen Menschen auf alten Autoreifen und spielten mit alten Flaschendeckeln (Plastik) Schach oder genossen einfach nur die Sonne. Da wird einem mal (kurz ;o) ) bewusst wie viel Müll wir produzieren...

Direkt in der nächsten Straße sind wir dann wieder mit einem Ascensor den Berg hoch gefahren. Und hatten einen wundervolle Aussicht über die Bucht und die nächsten schönen Häuser. 
Anschließend sind wir noch ein wenig in den Straßen rumgelaufen und haben uns die verschiedenen Läden angesehen. Fast hätte ich mir einen fliederfarbenen Filzhut mit zwei kleinen Blümchen drauf gekauft, aber irgendwie...
Ein anderer Laden hatte selbst gefertigte Sweatshirts in bunten Farben, wo Heidi fast zugeschlagen hätte. Aber da man die nicht so häufig waschen sollte hat sie es dann doch gelassen. Aber schick waren die und mal was anderes...

Von dort sind wir dann noch in das Künstlerviertel. Bei Hostel Bellavista sind wir noch kurz im Shop eingekehrt, wo Maipuche-Kunst verkauft wird und sind dann mit dem Trollebus wieder zurück zum Busterminal, um mit dem nächsten Bus wieder zurück nach Santiago zu fahren. Hier waren wir dann gegen 21:30 wieder im Hostel, wo ich noch immer draußen sitze mit meinem Wein ;o)))

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Comments

Natalja on

Komisch, Valparaíso ist auch irgendwie so ein Sehnsuchtsort. So wie Sansibar oder Mandaly.

Aber es kam wieder Essen vor, FREU!

Claudi on

... mein Kollege Stefan ist grad auf Sansibar!!!
Ach herrlich... Prost Vino, ich denk heut Abend an Dich, Claudi :-)

Nina on

Die alten und verfallenen Häuser werden im Süden eher mehr, aber mit ein paar Piscos geht das schon. Dafür ist die Natur echt sehenswert. Mandalay war schlimmer und man reist mit vielen Tieren und ohne Getränke und Essen war auch eher Mangelware.

Natalja on

Ok, meine Sehnsucht nach Mandaly wird schon merklich geringer!

nina on

mit hat's jedenfalls nicht so gefallen und ds nicht nur wegen dem Essen :-)
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