Es ist heiß

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
Hostal Rio Amazonas Plaza Italia Santiago
Read my review - 4/5 stars
What I did
Providencia

Flag of Chile  , Santiago,
Friday, January 25, 2013

Um 17:12 waren es in der Paseo Estrado immer noch 33° C. Im Schatten geht es eigentlich, aber in der Sonne ist es fast nicht auszuhalten. Das ist schon zu warm, für meinen Geschmack. Würde aber nicht mit Deutschland tauschen wollen ;o) In Buenos Aires ist es wohl ähnlich warm, im Süden jedoch deutlich kälter. Also heißt es genießen und nicht jammern ;o)

Heute Morgen gab es schon den nächsten Zufall. Als ich herunterkam hatte sich hier schon ein deutscher Tisch gebildet, an dem ich auch noch einen Platz gefunden habe. Und siehe da, ein Paar kam aus Hamburg und wohnt in der Sierichstraße zwischen Andreasstraße und Poelchaukamp. Die Welt ist klein...

Ich habe heute Morgen denn auch beschlossen, dass ich neue Schuhe brauche. Denn die Sandalen kann ich so nicht gebrauchen. Die Blasen sind fett geworden und da muss Abhilfe her. Und mit den Wanderstiefeln bei dieser Temperatur ist auch keine Freude. Kurz erkundigt, wo man welche bekommt und dann habe ich mich dafür entschieden es in Providencia zu versuchen.
Providencia ist fußläufig zu erreichen, wenn man gleich die richtige Richtung einschlägt, was mir nicht gelungen ist... war ja klar. Aber dafür konnte ich ein wenig durch die Gassen hier schlendern und dort stehen die schönen Wohnhäuser. Es sind richtige Wohnviertel ohne Hochhäuser, die Häuser und Gärten gepflegt. Allerdings, wie üblich, alles vergittert.
In Providencia sind einige Geschäfte aber so etwas wie einen Nike-Store oder so haben die hier nicht. Es gibt aber immerhin Schuhgeschäfte... also ich da rein und gefragt, wo man calzado (das stand am Schaufenster...) esportiva bekommt und er hat mich sogar verstanden und mich die Straße weiter rauf geschickt. Da gab es ein Schuh-Outlet, welches aber keine Schuhe, die mir einigermaßen gefielen in meiner Größe hatten. Ich habe 42 und für Damen ist das zu groß und Herrenschuhe sind halt nicht immer ansehnlich...;o)
Also eine Tür weiter, und dort bin ich dann auch fündig geworden. Adidas, was sonst. Nun brauchte ich aber noch Socken... denn barfuß oder mit Wandersocken in den Schuhen, auf Dauer keine Lösung. Socken habe ich allerdings in Providencia nicht gefunden und ich wollte auch zurück zum Hostel, um die Tüte los zu werden.
Auf dem Weg dorthin sind mir Chilenos über den Weg gelaufen. Die hatte ich gestern im Restaurant schon bewundert. Diese heute waren als Katzen angemalt und einer lief auf Stelzen und dabei machen sie (gute) Musik und sammeln Geld. Die Chilenen geben gerne dafür und ich habe eine Foto gemacht und dann natürlich auch etwas gegeben.
Im Hostel waren die Deutschen vom Frühstück im Hof und warteten auf ihren Weiterflug nach Puerto Montt und da habe ich mich nochmal dazu gesetzt und eine Empanada genossen.

Und dann, nächste Herausforderung, die dann tatsächlich gar kein war. Ich wollte mit der U-Bahn fahren. Mein Ziel war das Museum für Erinnerung und Menschenrechte und das ist zu Fuß zu weit weg. Also in die Metro. Aber hier kauft man noch bei einem Menschen ein Ticket und zwar ein Einheitsticket. Mit dem kann man fahren, wohin man will. Also habe ich 670 CLP abgedrückt und bin dann durch das Drehkreuz (da ist das Ticket dann schon wieder weg) und schon war ich in der Bahn. Hat super geklappt.
Das Problem dieses Mal war allerdings, dass der Reiseführer eine Station zu früh als Aussteige empfohlen hat. Die Frau hier im Hostel hatte mir zwar die andere Station gesagt, aber für ein musste ich mich ja nun entscheiden und ich habe prompt die falsche Entscheidung getroffen. Und dann kam noch dazu, dass es die Straße mit einem Buchstaben unterschied an der anderen Station auch gibt. Also bin ich da durch die Gegen geirrt, weil ich dachte, der Lonely Planet hätte sich vertippt. Irgendwann, nach einiger Zeit im Barrio Brasil, das ziemlich ausgestorben war, habe ich dann gedacht, dass ich vielleicht doch der Hostel-Mitarbeiterin hätte glauben sollen und bin die eine Station U-Bahn zu Fuß gelaufen, was ganz schön weit war. Aber es hat sich gelohnt. Das Museum ist kostenfrei und arbeitet die Vergangenheit der Chilenen auf. Ein Schwerpunkt liegt auf dem 11.September 1973, als Salvador Allende ermordet worden ist. Ein anderer auf dem Folterungen, der jüngste politische Gefangene war nur 13 Jahre alt und der dritte dann auf der Befreiung. Sehr interessant. Ein Angestellter vom Museum hat mich denn auch gleich gefragt, woher ich komme und ob es mir gefallen hat. Das Museum hat auf spanisch einen tollen Namen: Museo de la Memoria y los Derechos Humanos. 
Direkt gegenüber ist ein Park, der Parque Quinta Normal, in dem zwar viele Chilenen waren, der mir aber nicht so gut gefallen hat. Überall laufen Eisverkäufer herum, die laut ihr Anliegen in die Welt schreien. Sie haben so eine Art Karton dabei, in dem das Eis gekühlt wird.

Von dort bin ich mit der Metro wieder in die Innenstadt, die Socken mussten noch gekauft werden. Erst war ich in einer Drogerie, die gibt es hier wie Sand am Meer und habe es nochmal (ich glaube, das 4.mal heute) mit meinem Tape versucht. Aber wieder Fehlanzeige. Heide hat mir heute die Bezeichnung geschickt und damit gehe ich die Tage nochmal auf Tour. Aber mit dem Venda 3M hier vom Hostel bin ich nicht weit gekommen.
Aber der Türsteher der Drogerie konnte englisch und so habe ich ihn gefragt, wo ich wohl Socken bekommen könnte. Hier ist die große Einkaufskette Falabella. Nur das die nicht alles in einem Laden haben sondern im ersten nur Herrensachen, im nächsten gab es Elektronik und Haushaltsgeräte, das dritte war eine Bank. Ich war schon wieder auf dem Rückweg, da habe ich in dem Herrenladen den dortigen Türsteher befragt, ob es wohl auch einen Laden für Frauen gibt. Soll es geben, aber auf dem Weg dahin gab es einen Falabella deportivo und dort habe ich auch ein paar Nike-Socken bekommen. Yes!
Von dort bin ich dann mit einem kurzen Zwischenstopp bei McDonalds zu Fuß zum Hostel. Dabei sind mir an einer Kreuzung schon gepanzerte Fahrzeuge, Wasserwerfer und gepanzerte Polizei-Fahrzeuge begegnet. Die sehen hier wirklich furchterregend aus. Und ich dachte schon, na, wenn da nicht irgendetwas los ist, noch heute. Hier an meinem Hostel ist die U-Bahn-Station Baquedeno und dort wurde schon Absperrgitter aufgestellt. Da die vielen Chilenen sich aber daran überhaupt nicht gestört haben, dachte ich, vielleicht reist wieder ein Politiker die Straße entlang.
Thomas und Heidi sind allerdings erst in Richtung Plaza de Armas aufgebrochen als ich zurück kam, und die beiden sind gerade wieder hier eingetroffen und haben berichtet, dass es in der Stadt mehrere Demonstrationen mit Gewalt gibt. Die Wasserwerfer zum Einsatz gekommen sind und sie beide weggerannt sind. Also, kein Spaß und ich bin froh, da nicht hineingeraten zu sein.

Und zu guter Letzt war ich heute noch am Bank-Automaten. Das darf Heide jetzt gar nicht wissen. Nach Banköffnungszeit und in der Metro Baquadeno. Also sehr öffentlich. Ich musste sogar zweimal hin, weil ich mit meiner Mastercard kein Geld bekommen habe, aber mit der ec-Karte dann einwandfrei. Aber beim ersten Mal war da eine richtige Schlange am Automaten und da habe ich gedacht, wenn das hier üblich ist, dann kann ich es wohl auch wagen. Und... alles gut gegangen. 

Von  

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Comments

Natalja on

Du wirst nachlässig! Erst der sechste Tag und du hast schon vergessen zu schreiben, was es zu essen gab, grins.

Die Beschreibungen finde ich ja immer besonders spannend!!!

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