Jetzt geht die Reise richtig los

Trip Start Jan 19, 2013
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Trip End Mar 15, 2013


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Where I stayed
Urban Sea Atocha 113 Madrid
Read my review - 4/5 stars
What I did
Flughafenbus

Flag of Spain  , Madrid,
Tuesday, January 22, 2013

Madrid im Regen. Auch nicht besser als Hamburg... Heute hat es fast den ganzen Tag geregnet. Gut dass ich die Parks alle gestern gemacht habe. Die Wettervorhersage hatte das allerdings auch so angesagt.

Ich esse hier parallel ein Schinkenbrötchen, das krümelt wie Sau :o( Aber schmecken tut es ganz gut, bis auf die Tatsache, das es etwas trocken ist... Aber vor so einem Flug, habe ich meist weder Appetit noch Hunger und so muss ich mir was reindrücken, sonst kommt beides, wenn die Aufregung nachlässt. Und dann sitze ich im Flieger und kein Brötchen weit und breit ;o)

Also, ich habe mich heute durch den Regen gekämpft. Ich hatte mir aus dem Reiseführer drei spezielle Läden rausgesucht, die besonders urig und interessant sein sollten. Der erste, ein Getränkeladen hatte (noch) geschlossen, der zweite war ein Kurzwarenladen und der war wirklich sehenswert. Vollgestopft mit Knöpfen, Kordeln, Wolle, Haarkämme (die, die man sich in die Haare steckt) und und und... Und jede Menge Menschen waren in dem Laden, der dafür eigentlich viel zu eng war.
 Von dort bin ich dann in die Monasteria de Irgendwas (ich habe meinen Reiseführer schon an der Rezeption abgegeben und kann deshalb nicht mehr nachgucken...), die ich eigentlich besichtigen wollte. Öffnungszeiten 10:30 - 18:00. Aber als ich da war, hieß es, nur geführte Touren. OK. Aber die nächste (und einzige für heute) war auf spanisch. Da habe ich mich etwas gewundert über die Öffnungszeiten... sollen sie doch dranschreiben, 12:15 und sonst darf keiner rein... seltsam. Aber gut, dann habe ich kurz überlegt, ob ich mir das auf spanisch mal geben soll, wäre bestimmt ein Spaß gewesen, aber ich habe mich dann doch dagegen entschieden.

Im Palacio Real war ich dann allerdings willkommen. Ich habe ganz brav meinen Rucksack ins Gepäckfach eingeschlossen und weil diese spanischen Sehenswürdigkeiten grundsätzlich überheizt sind auch meine Jacke. Glücklicher Weise hatte ich meine Fleecejacke noch an, denn die zu besichtigenden Räume gehen vom Hof ab. Und der ist, weil königlich, entsprechend groß. Und es hat geregnet. Und zwar ordentlich...
So bin ich durch den Regen in die Armeria Real, wo die Spanier auf hohem Ross mit dieser komischen Stange in der Hand und Rüstung ausgestellt waren. Diese Stangen waren teilweise soooo lang, das ich mich gefragt habe, wie sie damit wohl kämpfen konnten. Schon die Halterung am Sattel war so tief, ich hätte die Stange da wahrscheinlich gar nicht wieder heraus bekommen.
Von dort ging es in die Salones oficiales. Tolle Säle, prunkvoll ausgestattet und sogar auf englisch beschrieben (ist eher die Ausnahme). Man kommt sogar durch heute noch genutzte Säle, in dem einen waren vor ein paar Jahren irgendwelche Friedensverhandlungen das nahen Ostens und der Beitritt Spaniens zur EU wurde dort unterschrieben.
Auch diese Säle müssen mal entstaubt werden und heute war der Thronsaal dran. Auf einem Gerüst stand ein Mann und pinselte erst den Staub vom erlauchten Gesims und saugte es dabei gleich auf (so ähnlich, wie ich das versuche, wenn ich ein Loch bohren muss...). Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Auch die jede Menge Glühlampen in den königlichen Leuchtern wurden ausgetauscht.
Uns zu guter Letzt kann man noch die Real Farmacia besichtigen. Jede Menge Gefäße mit lateinischen Namen und Kräuter, Zutaten (sowas wie Borsalz) und ziemlich große Erlenmeyer-Kolben.

Von dort ging es wieder in den Regen. Es regnete so stark, dass ich sogar den Umhang übergezogen haben, den ich von meinem Freundinnen vor der Abreise geschenkt bekommen habe. Der tat seinen Dienst, hat aber leider Ränder auf meiner Jacke hinterlassen und beim zweiten Ausziehen hat er gleich ein Loch bekommen. Also Mädels, nicht traurig sein, aber der bleibt in Madrid.

Von dort bin ich mit der Metro zum Mercado Vallehermosa, der im Reiseführer als besonders beschrieben war. Ich konnte leider nichts besonderes daran finden. Nicht mal ein belegtes Brötchen habe ich dort bekommen. Fleisch in großen Mengen oder ganze Fische waren da, aber nichts für einen Touristen mit Hunger.
So habe ich mir bein einem Bäcker außerhalb des Mercado ein Pizzabrot gekauft und etwas später noch eine Magdalena, das ist so eine Art Muffin mit Zitronengeschmack. Lecker. Und hat nur 0.37 Euro gekostet. Die Dinger werden per Kilo verkauft. Auf Ideen kann man kommen...;o)
Dann habe ich das Museo del Romanticismo gesucht. Ich bin im Auffinden von Straßen, Gebäuden und Menschen nicht besonders gut und so hat es einige Zeit gedauert, die ich auf der Plaza Santa Barbara umhergelaufen bin, bis ich San Mateo und dort das Museo gefunden hatte. Aber die Suche hat sich gelohnt. Das Museum ist sehr liebevoll eingerichtet. Man wandert durch die Räume einer alten Villa, in denen dann auch die Bilder hängen. Alles ist gut beschrieben in einem kleinen Heft und so schlendert man durch die Räume und schaut sich die Bilder an. Sehr gut gemacht, hat mir echt gut gefallen.

Dann habe ich kurz überlegt, ob ich mir noch ein Museum geben soll und mich dann dagegen entschieden. So viel Kultur wie in den letzten Tagen hatte ich schon ewig nicht mehr und noch mehr, wäre jetzt zu viel des Guten gewesen. 

Also habe ich gedacht, ich finde mal heraus, wo der Bus zum Flughafen abfährt, mit dem ich mich gleich auf den Weg machen werde. Am Bahnhof Atocha. Also bin ich, wie gestern, unten rein gegangen, habe aber nirgendwo ein Schild für die Busse gefunden. Geschweige denn vom Flughafenbus. Auch dieser Bahnhof ist gut beheizt und so war mir auch gleich wieder warm. Damit ich mich nicht verlaufe, bin ich also den Eingang wieder raus, den ich auch rein gekommen bin, etwas genervt, denn so ein Busbahnhof sollte meines Erachtens schon mal erwähnt werden. Aber na ja, als ich wieder vor der Tür stand, stand der Bus an der Kreuzung Atocha, Paseo de Prado an der Ampel. Also, ich hinterher und verfolgt, wo er wohl hält und siehe da, ich habe ihn erwischt. Jetzt weiß ich, wo ich gleich mit meinem Gepäck hin muss. Vom Hostel sind das ca. 10 Minuten und in einer halben Stunde mache ich mich auf den Weg nach Chile. Die Aufregung steigt denn auch schon wieder ...

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Comments

Natalja on

Spannend!

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