Von wilden Tieren, Gelände und Wildwasseraction...

Trip Start Jan 04, 2012
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Trip End Jun 28, 2012


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Flag of Australia  , Western Australia,
Sunday, February 26, 2012

Eine weitere Woche ist rum und es wurde geschlafen,
gewaschen, gefrühstückt, gearbeitet, gewartet, gechillt, gegessen und wieder
geschlafen… ;) So laufen die Tage bei uns hier ab, in der Regel immer gleich,
aller Vorraussicht nach noch etwa eine weitere Woche. Diese Woche wurde aber
zudem gerätselt, gesucht, gebuddelt, geschoben und gepaddelt, Abwechslung!!!
Diese, auf uns normalerweise eher selten zutreffenden Verben konnte ich diesem
Bericht aus folgenden Gründen hinzufügen:

Am Montag oder Dienstag (oder war es doch Mittwoch??egal!!)
hatten wir einen weiteren Mitbewohner im Wagen, eigentlich ein bisschen eng zu
dritt und nicht wirklich gemütlich dachten wir uns. Zudem hat er die ganze
Nacht auch noch komische Geräusche gemacht und uns vom Schlafen abgehalten.  Er
hat sogar die Dreistigkeit besessen sich an unserem Essen zu vergreifen!! Wovon
ich rede? Keine Ahnung!! Aber wahrscheinlich von einer Maus. Nachts waren unter
unserer Schlafstätte komische Kratzgeräusche zu hören, die wir aber auf Grund
von Faulheit beschlossen zu ignorieren. Als dann am nächsten Morgen unsere
Cornflakestüte angeknabbert war ging uns der Untermieter aber doch ein wenig
auf den Senkel, sodass wir eine Mäusefalle kaufen wollten. Das Ganze hatte sich
aber schon am nächsten Tag erledigt, denn so plötzlich wie unser kleiner Gast
erschienen war, war er auch wieder verschwunden… Eine Nacht Auge in Auge mit
einem wilden Tier!!! Wooooow!!! ;)

Das unwegsame Gelände stellte sich als tiefer, loser Sand
dar, der uns nötigte nachts gegen halb zwölf unseren Van zu verlassen um uns
sportlich noch einmal zu verausgaben bevor es ins Bett ging… Wir hatten uns
nämlich am Donnerstag einen neuen Schlafplatz ausgesucht. Von ein paar anderen
Travellern bekamen wir den Tipp auf einem kleinen Parkplatz direkt am Strand zu
pennen. Dieser sei viel näher als unser alter und werde vom Ranger nicht
patroulliert. Stimmt soweit auch, allerdings ist die Zuwegung eher als
unbefestigt und nicht eindeutig ausgeschildert zu bezeichnen. War man vorher
noch nie an diesem Platz und fährt nachts, in völliger Dunkelheit über eine
Sandpiste mit etlichen Abzweigungen ist es gar nicht so einfach den richtigen
Weg, der nicht durch losen Sand und somit zum Festkommen führt, zu finden… Für
uns an diesem Abend zu schwierig… Im Scheinwerferlicht sah nämlich eine
Fahrspur die, wie wir hinterher feststellen mussten wohl von Allradfahrzeugen
stammt, so aus, als würde sie über festgefahrenen Sand führen. Deshalb lenkte
ich unser Gefährt auf besagte Piste und das unweigerliche Ende der Fahrt
erreichte uns 15 Meter vor einem einigermaßen festen Untergrund… Mit einem
kleinen Ruckler kam mein Van zum Stehen. Zweimal den zweiten und Rückwärtsgang
zu probieren half auch nichts… 
Ausgestiegen und Nachgeschaut holten wir direkt ein Brett, was Gott sei
Dank vom Ausbau übrig war, aus dem Wagen. Dieser hatte sich nämlich wohl ca. 20
cm  in den feinen Pudersand, über den die
besagten Reifenspuren führten, 
eingegraben. Nun hieß es also zunächst ein wenig buddeln, dann die
Bretter vor die Reifen klemmen und schieben. Ging auch eigentlich ganz gut, für
5 weitere Meter… Dann ging die ganze Aktion von vorne los. Alles wiederholte
sich noch ein weiteres Mal und schließlich waren wir frei. Die weitere Fahrt
wurde mit Taschenlampe und prüfenden Blicken auf den Untergrund absolviert und
ging auch zwischenfallslos vorrüber. Der Schlafplatz war übrigens ganz gut.
Mückenfrei, mit einer stetigen, kleinen Brise gut belüftet und näher an unserem
Frühstücksstrand. Also war der Schlafplatz für die nächsten Nächte nun
gefunden. Da uns nunmehr der richtige Weg auch bekannt ist sollte es eigentlich
keine Probleme mehr geben ;)

Heute ging es raus aufs Meer!! Eine Arbeitskollegin, eine nette,
ca. 50 jährige Mexikanerin hatte uns nämlich angeboten ihre Kajaks auszuleihen.
Da überlegten wir natürlich nicht lange und nahmen das Angebot dankend an.
Somit befuhren Didi und ich den großen indischen Ozean in zwei kleinen
Nussschalen… ;) War auch ganz lustig und interessant. Das Problem am Anfang war
vor allen Dingen die Kälte, weshalb wir sogar mit Sweatshirt raus fuhren. Das
Ganze hatte sich bei mir allerdings nach etwa fünf Minuten erledigt, denn da
erwischte mich eine Welle, die ich wohl übersehen hatte. Zu halten war da, wohl
auch auf Grund mangelnder Erfahrung im offshore –kajaken, nich viel ;). Daher
durfte ich als erster am heutigen Tag die Wassertemperatur an Geraldtons Küste
testen. Ich muss sagen: überraschend warm ;)!! Danach wurde es Gott sei Dank
schnell wärmer, sodass mir nicht allzu kalt war und die Erfahrung lehrte mich
auch ein wenig aufmerksamer zu sein weshalb die nächste Zeit erst einmal ohne
Badeaktionen vorrüber ging. Nachdem wir ne halbe Stunde so auf dem Meer rum
gepaddelt /-dümpelt sind hatte wir schließlich Spass daran uns von den Wellen
tragen zu lassen. Am Punkt kurz bevor die brechen muss man die erwischen und
dann heisst es: paddeln, paddeln, paddeln, nur so konnte das Gleichgewicht
gehalten werden, dafür ging es aber mit relativ großer Geschwindigkeit Richtung
Strand, ne riesen Gaudi!! Das Problem war nur wenn die Welle einen leicht seitlich
erwischt hat, irgendwann reichten unsere Kajakkenntnisse nämlich nicht mehr aus
um uns vorm Kentern zu bewahren und so unternahm ich noch drei andere
Badeausflüge. War allerdings nicht allzu schlimm da es mittlerweile doch recht
warm war. Didi konnte sich ledglich zweier Kentermanöver rühmen ;) Rührt wohl
auch daher, dass er mal in nem Wildwasserkajakverein (oder so) in Münster war…
nach zwei-drei Stunden waren wir beide aber fertig und brachten unsere Boote
zurück. Netterweise bekamen wir als noch nen leckeres Mittagessen gereicht und
die Möglichkeit zu einer warmen Dusche. Eigentlich dachte ich das läuft
andersrum wenn man sich was ausleiht, aber ich hatte nichts dagegen ;)

So, jetz mach ich mich mal wieder aussem Maccas Richtung
Strand auf, denn die Klimaanlage lässt mir bald die, in Flipflops steckenden,
Zehen abfallen!! Am kommenden Samstag geht es wahrscheinlich hoch Richtung
Exmouth, da kann man wohl super schnorcheln!! Brauch ich nur noch ne
Schnorchelausrüstung… Im Anhang noch ein paar Fotos von unserem alten Campingplatz,
wie im letzten Beitrag angekündigt, von unserem Frühstücksplatz und vom kajaken
heute…

Cya…

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Comments

Claudia und Walter on

Hey Christopher, wir schaffen es auch endlich mal deinen Blog anzuschauen! Gefällt uns sehr gut! Unser Vorschlag für den Namen des Koalas: Hermann oder Horst!
Walters größte Sorge ist aktuell das du vergessen könntest möglichst viele verschiedene Kronkorken zu sammeln. Aber ich hab ihm bereits versichert, dass das bestimmt nicht geschehen wird, weil du bei jeder Flasche sehnsüchtig an uns denkst...:-)
Wir haben diese Woche auch gute Nachrichten bekommen. Der Antrag ist durch!!! Wenn du wiederkommst kannst du alles ausleben was du in down under so gelernt hast: streichen, Geschirr spülen und Möbel schleppen so viel du willst damit du nicht so viel Sehnsucht nach der ferne hast...
Wir freuen uns schon dich bald mal wieder zu sehen.
Nur noch 27 tage....dann kommt marion!!
Wir wünschen dir ne gute Zeit!
bis dahin
Claudia und Walter

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