Traum und Realität…
Trip Start
Jan 04, 2012
1
8
47
Trip End
Jun 28, 2012
So, hab mich die letzten Tage nich mehr gemeldet, erstmal „sorry fort hat" ;) Ich hoffe ich habe eure, vielleicht in unterschiedlichem Maße vorhandene, Motivation nicht so sehr nach unten gezogen, dass keiner mehr meinen Blog liest, ich kann nämlich die Besucherzahlen sehen!! ;)
Wo waren wir? Achja, Traum und Realität… wie schnell Stimmung, Motivation und Erwartungshaltung sich ändern kann, zumindest bei mir, ist echt schon krass!! Vor meinem Trip habe ich natürlich etliche Blogs im Internet gelesen, Bücher gewälzt und mir sonstige Erfahrungsberichte zu Gemüte geführt. Überall ist immer wieder zu lesen wie wundervoll Australien ist, was für großartige Abenteuer man erlebt, wie abwechslungsreich und aufregend die Zeit hier ist… Womit wir bei der Erwartungshaltung sind, die war natürlich vor meiner Reise auf dem Niveau, dass ich es gar nicht abwarten konnte Kängurus, die super Strände, die geile Landschaft und die freundlichen, relaxten, offenen Leute zu sehen. Doch die Realität sieht natürlich dann etwas anders aus, als all die Berichte, in denen natürlich nur über Highlights berichtet wird (ich bin da ja auch nicht anders ;)) Das Wetter ist natürlich super, wirklich sommerlich, aber bedeutet sommerlich 35°C im Schatten, wie gestern, heute und morgen kann das doch schon ins Negative umschlagen… Und natürlich sehen hier die Tage auch nicht so aus, dass jeder Tag total spannend, abwechslungsreich und aufregend ist. Dadurch lässt sich dann auch erklären, dass ich mich jetzt zwei Tage nicht gemeldet habe.. Ich musste einfach erst einmal für mich auf den Schirm kriegen wie es jetzt die nächsten Tage und Wochen ablaufen soll. Zu Anfang war ich jeden Tag mit Tom, dem Engländer unterwegs du er hat mir Perth gezeigt, ab gestern hat er dann Arbeit bekommen und da stand ich nun… Einen offenen Punkt, der auch dringlich war konnte ich morgens erledigen, meine Steuernummer bei der zuständigen Behörde beantragen. Aber dann? Im Prinzip gibt es jetzt nur zwei große Punkte die noch anstehen: Job und Auto, aber auf was lege ich die Priorität, mit was fange ich an? Hole ich mir zuerst einen Van oder Geländewagen um dann darin schlafen und nur günstig die Dusche und Küche vom Hostel nutzen zu können oder schaue ich erst nach Arbeit um abgesichert zu sein und evtl. mehr Zeit zu haben um nach einem Auto zu gucken? Ich bin mir selbst jetzt noch nicht ganz sicher.. Ich habe mir jetzt zwei Autos angeschaut, welche aber beide recht viele, teilweise auch unabschätzbare Mängel für den Preis hatten. Das heisst, so schnell wird es wohl nichts mit Auto, Steve, der Hostelmanager hat einige Kontakte in der Backpackerszene in Perth und hört sich für mich mal um. Ich werde mich dann wohl als nächstes erst einmal auf Jobsuche begeben. Womit wir wieder beim Punkt Traum vs. Realität wären. Im Internet gewinnt man wirklich den Eindruck, dass einem die Jobs in Australien wirklich hinterher geschmissen werden. Ich habe vorgestern mit einem Backpacker gesprochen, der allen Ernstes in seiner ersten Woche in Australien zum Hafen marschiert ist und jeden angehaun hat ob er nicht einen Job für ihn hätte – natürlich ohne Erfolg.. Ich meine stellt euch das mal vor… Da marschiert einer in Deutschland durch irgendein Gewerbegebiet und fragt einfach jeden den er trifft „Hey sag mal hast du nich nen Job für mich? Ich mache alles…“ :D Aber nich das da jetzt jemand auf andere Gedanken kommt ;) Ich habe für mich jedenfalls beschlossen zu einer sogenannten Jobagency zu gehen. Das sind private Vermittlungsagenturen, welche i.d.R. unentgeltlich Jobs vermitteln. Dort will ich mich auf Jobs auf Baustellen bewerben. Ich denke mir, dass es wohl nicht jeder macht, da es schätzungsweise wirklich relativ harte Arbeit ist und ich wahrscheinlich auch bessere Chancen habe wenn ich meine Motivation, gerade diesen Job zu machen erläutere, als zu sagen: „Die Arbeit ist mir egal, ich brauche nur Geld.“. Naja, ob das Ganze von Erfolg gekrönt sein wird stellt sich wahrscheinlich dann in ein bis zwei Wochen heraus. Vielleicht sind auch andere Alleinstellungsmerkmale wichtig. Toni, von dem ich gleich noch erzähle macht sogar extra nen Gabelstaplerführerschein für umgerechnet ca. 250€. Aber das sind Erfahrungen die ich ganz einfach sammeln muss. Ich bin jetzt auch noch nicht einmal eine Woche hier und vielleicht ist das auch ganz normal wenn man aus dem „normalen Leben“ herausgerissen wird und auf einmal alleine am anderen Ende der Welt ist. Hier hinten merkt man wirklich erst wie wichtig einem, zumindest mir, ein gewohntes Umfeld mit festen Freunden, Familie und einer Freundin ist und wie sehr man das Ganze vermissen kann, zumindest wenn man die Zeit bekommt darüber viel nachzudenken, wie in den letzten Tagen ;)
Gestern habe ich aber besagten Toni, einen deutschen, der auch erst seit einer Woche in Australien ist, kennen gelernt und mit ihm mache ich morgen eine Tour nach Rottnest Island, einer ziemlich beliebten Ausflugsinsel vor Perth. Womit wir wieder beim Thema Emotionsschwankungen wären… Also Gestern hatte ich wirklich meinen bisherigen Tiefpunkt, da ich alleine war, mit den beiden Autos nichts geklappt hat und einem das Geld hier einfach nur durch die Finger fliesst…
Heute siehts schon wieder anders aus.. Ich weiß, dass es morgen ne interessante Tour, mit vielen Fotomöglichkeiten gibt und weiß, dass Steve sich nach nem Auto umhört und werde am Freitag die Jobagency besuchen . Also „no worries“, ich brauche einfach noch die Gelassenheit der Australier und auch vieler Backpacker:D … Vielleicht ist es aber auch ganz gut, dass ich sie nicht habe, dass ich am Tag etwas schaffen will und nicht einfach in den Tag hineinleben kann..
Naja, langer Text, viele, persönliche Gedanken, aber das Tagebuch soll ja später auch einmal für mich sein ;) Ich gehe jetzt schlafen, es ist elf Uhr Abends und morgen geht's früh hoch zu einem hoffentlich aufregenden Tag an dem ich es nicht abwarten kann die „Kängurus, die super Strände, die geile Landschaft und die freundlichen, relaxten, offenen Leute“ zu sehen ;)
Gute Nacht!!
Wo waren wir? Achja, Traum und Realität… wie schnell Stimmung, Motivation und Erwartungshaltung sich ändern kann, zumindest bei mir, ist echt schon krass!! Vor meinem Trip habe ich natürlich etliche Blogs im Internet gelesen, Bücher gewälzt und mir sonstige Erfahrungsberichte zu Gemüte geführt. Überall ist immer wieder zu lesen wie wundervoll Australien ist, was für großartige Abenteuer man erlebt, wie abwechslungsreich und aufregend die Zeit hier ist… Womit wir bei der Erwartungshaltung sind, die war natürlich vor meiner Reise auf dem Niveau, dass ich es gar nicht abwarten konnte Kängurus, die super Strände, die geile Landschaft und die freundlichen, relaxten, offenen Leute zu sehen. Doch die Realität sieht natürlich dann etwas anders aus, als all die Berichte, in denen natürlich nur über Highlights berichtet wird (ich bin da ja auch nicht anders ;)) Das Wetter ist natürlich super, wirklich sommerlich, aber bedeutet sommerlich 35°C im Schatten, wie gestern, heute und morgen kann das doch schon ins Negative umschlagen… Und natürlich sehen hier die Tage auch nicht so aus, dass jeder Tag total spannend, abwechslungsreich und aufregend ist. Dadurch lässt sich dann auch erklären, dass ich mich jetzt zwei Tage nicht gemeldet habe.. Ich musste einfach erst einmal für mich auf den Schirm kriegen wie es jetzt die nächsten Tage und Wochen ablaufen soll. Zu Anfang war ich jeden Tag mit Tom, dem Engländer unterwegs du er hat mir Perth gezeigt, ab gestern hat er dann Arbeit bekommen und da stand ich nun… Einen offenen Punkt, der auch dringlich war konnte ich morgens erledigen, meine Steuernummer bei der zuständigen Behörde beantragen. Aber dann? Im Prinzip gibt es jetzt nur zwei große Punkte die noch anstehen: Job und Auto, aber auf was lege ich die Priorität, mit was fange ich an? Hole ich mir zuerst einen Van oder Geländewagen um dann darin schlafen und nur günstig die Dusche und Küche vom Hostel nutzen zu können oder schaue ich erst nach Arbeit um abgesichert zu sein und evtl. mehr Zeit zu haben um nach einem Auto zu gucken? Ich bin mir selbst jetzt noch nicht ganz sicher.. Ich habe mir jetzt zwei Autos angeschaut, welche aber beide recht viele, teilweise auch unabschätzbare Mängel für den Preis hatten. Das heisst, so schnell wird es wohl nichts mit Auto, Steve, der Hostelmanager hat einige Kontakte in der Backpackerszene in Perth und hört sich für mich mal um. Ich werde mich dann wohl als nächstes erst einmal auf Jobsuche begeben. Womit wir wieder beim Punkt Traum vs. Realität wären. Im Internet gewinnt man wirklich den Eindruck, dass einem die Jobs in Australien wirklich hinterher geschmissen werden. Ich habe vorgestern mit einem Backpacker gesprochen, der allen Ernstes in seiner ersten Woche in Australien zum Hafen marschiert ist und jeden angehaun hat ob er nicht einen Job für ihn hätte – natürlich ohne Erfolg.. Ich meine stellt euch das mal vor… Da marschiert einer in Deutschland durch irgendein Gewerbegebiet und fragt einfach jeden den er trifft „Hey sag mal hast du nich nen Job für mich? Ich mache alles…“ :D Aber nich das da jetzt jemand auf andere Gedanken kommt ;) Ich habe für mich jedenfalls beschlossen zu einer sogenannten Jobagency zu gehen. Das sind private Vermittlungsagenturen, welche i.d.R. unentgeltlich Jobs vermitteln. Dort will ich mich auf Jobs auf Baustellen bewerben. Ich denke mir, dass es wohl nicht jeder macht, da es schätzungsweise wirklich relativ harte Arbeit ist und ich wahrscheinlich auch bessere Chancen habe wenn ich meine Motivation, gerade diesen Job zu machen erläutere, als zu sagen: „Die Arbeit ist mir egal, ich brauche nur Geld.“. Naja, ob das Ganze von Erfolg gekrönt sein wird stellt sich wahrscheinlich dann in ein bis zwei Wochen heraus. Vielleicht sind auch andere Alleinstellungsmerkmale wichtig. Toni, von dem ich gleich noch erzähle macht sogar extra nen Gabelstaplerführerschein für umgerechnet ca. 250€. Aber das sind Erfahrungen die ich ganz einfach sammeln muss. Ich bin jetzt auch noch nicht einmal eine Woche hier und vielleicht ist das auch ganz normal wenn man aus dem „normalen Leben“ herausgerissen wird und auf einmal alleine am anderen Ende der Welt ist. Hier hinten merkt man wirklich erst wie wichtig einem, zumindest mir, ein gewohntes Umfeld mit festen Freunden, Familie und einer Freundin ist und wie sehr man das Ganze vermissen kann, zumindest wenn man die Zeit bekommt darüber viel nachzudenken, wie in den letzten Tagen ;)
Gestern habe ich aber besagten Toni, einen deutschen, der auch erst seit einer Woche in Australien ist, kennen gelernt und mit ihm mache ich morgen eine Tour nach Rottnest Island, einer ziemlich beliebten Ausflugsinsel vor Perth. Womit wir wieder beim Thema Emotionsschwankungen wären… Also Gestern hatte ich wirklich meinen bisherigen Tiefpunkt, da ich alleine war, mit den beiden Autos nichts geklappt hat und einem das Geld hier einfach nur durch die Finger fliesst…
Heute siehts schon wieder anders aus.. Ich weiß, dass es morgen ne interessante Tour, mit vielen Fotomöglichkeiten gibt und weiß, dass Steve sich nach nem Auto umhört und werde am Freitag die Jobagency besuchen . Also „no worries“, ich brauche einfach noch die Gelassenheit der Australier und auch vieler Backpacker:D … Vielleicht ist es aber auch ganz gut, dass ich sie nicht habe, dass ich am Tag etwas schaffen will und nicht einfach in den Tag hineinleben kann..
Naja, langer Text, viele, persönliche Gedanken, aber das Tagebuch soll ja später auch einmal für mich sein ;) Ich gehe jetzt schlafen, es ist elf Uhr Abends und morgen geht's früh hoch zu einem hoffentlich aufregenden Tag an dem ich es nicht abwarten kann die „Kängurus, die super Strände, die geile Landschaft und die freundlichen, relaxten, offenen Leute“ zu sehen ;)
Gute Nacht!!

