Marrakesch

Trip Start Mar 08, 2012
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Trip End Jul 23, 2012


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Flag of Morocco  ,
Friday, March 30, 2012

Nach einer Woche im Hohen Atlas Gebirge und in der Sahara ist Marrakesch "the place to be".Wir haben den Truck auf einem Campground außerhalb abgestellt und der Besitzer hat uns mit seinem Van zum Jamaa El Fna, dem Mittelpunkt des alten Marrakesch gefahren, wo wir in einem kleinen Hotel untergebracht sind, das nur 100 m vom Platz entfernt ist. Komfortable betten, warme Duschen, Laundryservice und WIFI. Wenn der Laptopbeschwörer, den der Campingplatzbesitzer kannte, mein Laepi wieder zum laufen bringt, besteht ja Hoffnung, das ich mein Blog weiterschreiben kann. Werde also morgen erst mal ein "old school" Internetcafé suchen und mal in meine Mail schauen.

Innerhalb einer Stunde nach unserer Ankunft hat sich der Jamaa El Fna von einem Platz, auf dem ein paar Schlangenbeschwörer rum sitzen und jeden Touristen mit einer Kamera verdächtigen, er habe ein Foto gemacht und Unsummen für nicht geschossene Fotos verlangen, in ein Freiluftrestaurant mit angeschlossenem Zirkus verwandelt.

An mehr als hundert Ständen wird Fleisch, Gemüse, Fisch und "Wasauchimmer" gegrillt und die Kellner sind gnadenlos auf Kundenfang. Dem können wir uns nicht entziehen und haben für etwas 40 Dirham pro Nase ein tolles Abendessen.

Den Besuch in der Zirkusabteilung heben wir uns für morgen Abend auf, da die meisten noch müde von der ausgedehnten Wanderung in der Dardes Gorge sind, oder nach Facebook und Googlemail etc. dürsten, da wir ja fast eine Woche ohne Netz waren.

Das Frühstück bei Sonnenschein am nächsten Morgen hat schon fast etwas französisches, als wir auf dem Balkon des Café Paris sitzen und bei Café au Laite, Weißbrot, Marmelade, Rosinenpfannkuchen und Müsli zusehen, wie die Schlangenbeschwörer wieder ihr Geschäft aufnehmen, die Souvenirshops öffnen und die Jagd auf die Touristen (zu denen auch wir gehören) beginnt. Da ich noch immer WIFI-mäsig behindert bin, gehe ich ins Internetcafé und schreibe ein paar Mails, bevor ich mich aufmache und mir die Kasbah und die Souks ansehe.

Der Abend gehört dann wieder dem Jamaa El Fna und ich kann nur mit Mühe den Überredungskünsten eines Kellners entkommen, der mich zu gekochtem Schafskopf überreden will, der bei den Einheimischen großen Anklang findet. Entscheide mich für Fisch und mach dann noch einen Abstecher zu einer Würstschenbraterei, wo ich eine grüne Variante probiere, in der offenbar Koriander und Minze enthalten sind. In der "Zirkusabteilung" gibt es neben den Schlangenbeschwörer jetzt auch noch Affen mit Pampers, damit sie die Touristen nicht vollscheißen, wenn sie für ein Foto auf der Schulter platziert werden, aber auch richtige Akrobaten, Wahrsager, Hennatätowierer und lokale Trommelbands, die einen Höllenlärm veranstalten.

Aber alles zusammen ist ein Attentat auf alle Sinne und wirklich ein Erlebnis, das uns bis weit nach Mitternacht in seinen Bann zieht. Wenn der Markt langsam schließt, beginnt das Geschäft in den Nebenstraßen, wo fliegende Händler ihre Planen ausbreiten und von der Kelvin Klein Unterhose bis zu Nike Flip Flops (you need Kif?, no problem) alles im Angebot ist.
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