Delphine im Sonnenuntergang

Trip Start Jul 25, 2007
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Trip End Dec 20, 2007


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Flag of Senegal  ,
Saturday, December 15, 2007

in fuenf Tagen geht's zurueck nach Deutschland. und so langsam macht sich Endzeitstimmung breit. Zwischenzeitlich hatte ich ja mal ne Phase, wo es mir wirklich gereicht hat, aber jetzt koennte ich gut noch ein bisschen bleiben. es gibt noch so viel, was ich gerne machen wuerde, wofuer aber keine Zeit mehr bleibt.
Inzwischen bin ich in Dakar angekommen, der letzten Station meiner Reise. Hab die Faehre genommen von Ziguinchor, die faehrt donnerstags nachmittags los und kommt freitags morgens an. und das war echt mal gar kein Vergleich mit der in Ghana!
das fing schon im Hafen an: ein modernes, super sauberes Gebaeude, und ein Ticket gibts nur gegen Vorlage des Passes. Mehrere Kontrollen, bevor man an Bord darf.
ich hab die mittlere Kategorie genommen, damit kriegt man ein Bett bzw. eine Liege in einem Schlafsaal. frische Laken, Kopfkissen und auf Wunsch Wolldecken inclusive, dazu in jeder "Einheit" mit 10 Betten einen Fernseher, auf dem Filme gezeigt wurden. keine afrikanischen Produktionen mit katastrophaler Bild- und vor allem Tonqualitaet, sondern Hollywood-Blockbuster. und um neun gehen Fernseher und Licht aus, damit man in Ruhe schlafen kann.
Essen in den Schlafsaelen ist verboten, also erst recht kochen. Statt dessen gibts ein richtiges Restaurant und eine Bar. und da Maenner keinen Zutritt zum Schlafsaal der Frauen haben und umgekehrt, war auch echt frueh Ruhe.
das Baby der Frau neben mir trug Windeln und roch nach Puder.
Die Toiletten wurden mehrmals taeglich gereinigt und es gab Klopapier.
Statt Huehnern und Koerben voller Zwiebeln hatten meine Mitreisenden Laptops und I-pods im Gepaeck - Dakar ist eben echt nicht mehr so richtig Afrika. Entsprechend aufgestylt waren denn auch die Maedels neben mir. alles glitzerte und glaenzte und statt Plastikschlappengeschlurfe klapperten hohe Absaetze auf dem Boden.
Die Fahrt selbst war schoen. erstmal gehts ein paar Stunden von Zig Richtung Westen zur Muendung des Casamance-Flusses, bevor das Schiff dann nach Norden dreht und die Kueste hochfaehrt. und bei der Muendung, puenktlich zum Sonnenuntergang, tauchten dann tatsaechlich Delfine auf, die froehlich ums Schiff schwammen und fuer uns ein paar Spruenge vollfuehrten. Kitsch pur eigentlich.
Einziger Wehrmutstropfen war, dass ich es auf den letzten Druecker doch noch geschafft habe, mir was im Ruecken einzuklemmen. Fast fuenf Monate ohne irgendwelche Probleme, ich hatte schon gedacht, ich bliebe diesmal verschont. Aber diesmal hatte ich immerhin ordentlich Medikamente dabei, so dass ich die Muskeln lahm legen und den Schmerz soweit betaeuben konnte, dass ich es doch tatsaechlich zum ersten Mal geschafft habe, das selbst wieder einzurenken. ich bin also jetzt wieder heile und hoffe, das bleibt auch erstmal so.
Jetzt wohne ich wieder bei der Familie Cisse und werde dort verwoehnt und bekocht. Jean Simon allerdings, der mich ja eingeladen und mir erzaehlt hat, wie sehr er sich freut, dass ich zu Besuch komme, laesst sich so gut wie nicht blicken. Waere ja grundsaetzlich nicht weiter dramatisch, aber ich haette schon gerne vorher gewusst, dass er dank seiner Frau kaum Zeit haben wuerde. dann waere ich vielleicht doch noch ein paar Tage nach Cap Skirring gefahren an den Strand, statt hier gestern den ganzen Tag auf ihn zu warten, nur damit er abends um halb zehn kurz auftaucht um zu sagen, dass er abends nichts mehr unternehmen wollte?! Naja, die Maedels der Familie sind gestern abend auch zu Hause geblieben, um sich die Haare zu machen (eine absolut abendfuellende Beschaeftigung!), und so haben wir zusammen im Wohnzimmer gesessen, Erdnuesse gefuttert und alte Fantomas-Filme geguckt. War auch nett.
heute abend gehts dann aber doch auf die Piste, mit Nico und Stefan, die die letzte Nacht auf der Ile de Goree verbracht haben, und auch mit Jean-Simon und seiner Frau. ich bin gespannt.
und jetzt werde ich mich mal auf den Weg ins Stadtzentrum machen, um ein bisschen shoppen zu gehen (ich brauch noch ganz viele Weihnachtsgeschenke) und einen Schneider zu suchen, der aus meinen Stoffen noch was zaubern kann. Als Laken brauche ich die ja jetzt nicht mehr.

Brigitte und Uwe, ich wuensche Euch eine ganz tolle Feier und einen super schoenen Tag!! Macht viele Fotos und trinkt einen fuer mich mit!
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