Happy Birthday!

Trip Start Jul 25, 2007
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Trip End Dec 20, 2007


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Flag of Ghana  ,
Friday, November 9, 2007

Heute hat meine Schwester Geburtstag, daher erstmal herzliche Glueckwuensche!! Hab noch nicht angerufen, weil ich eben erst aus dem ewigen Funkloch in sowas wie Zivilisation zurueckgekommen bin.

Jetzt bin ich in Hohoe und habe gerade schon Schecks eingeloest und ein paar Sachen nach Deutschland geschickt. Komischerweise kostete das Ganze hier 20 Cedi weniger, als es in Ho angeblich kosten sollte, dafuer musste ich es in zwei Pakete packen, weil angeblich die Preisliste nicht hoeher ging. Immer noch teuer, aber den Spass war es fast wert. Hier ist es naemlich nicht so, dass die Post passende Kartons oder sowas anbieten wuerde. Also fangen die an, unter ihren Tischen nach irgendwas zu suchen, das man nochmal brauchen kann. Dann musste ich doch mal erst noch in einen Laden gehen, um Packpapier zu kaufen und Klebeband, und dann geriet ich in der Post in die Faenge eines alten Opas, der dort arbeitete und das offenbar noch ganz nach alter Schule. Alles musste genauestens durchsucht werden, dann "half" er mir mit Hilfe einer verrosteten Rasierklinge zum Klebeband schneiden, die PAkete einzupacken, dann wollte er ploetzlich die amerikanischen Preise statt der europaeischen ansetzen, weil die Pakete doch zu schwer waeren, und dann wollte er noch fuenf Cedi extra, damit er die Pakete auch ganz bestimmt wegschickt. Ich hab mich aeusserlich dumm gesetellt und innerlich totgelacht. Und am Ende hat er mir noch seine Handynummer aufgeschrieben, damit ich ihn Montag anrufen kann, ob die Pakete auch wirklich raus sind. Vorher hatte er schon nach meiner Telefonnummer gefragt, was ich geflissentlich ignoriert hatte. Insgesamt hab ich ne gute Stunde in der Post verbracht. Irgendwann standen drei Kollegen um den alten Mann und buchstabierten meine Adresse, die er fuer seine Unterlagen nochmal abschreiben musste, hoch konzentriert mit der Zunge zwischen den Zaehnen. Das war so lustig, dass ich mich echt beherrschen musste.

die letzten beiden Naechte habe ich in Wli verbracht, wo es angblich den hoechsten Wasserfall Westafrikas gibt. Erst wollte ich nur eine Nacht bleiben, aber als ich festgestellt habe, dass es in der Waterfall Lodge eine richtige Matratze statt der ueblichen billigen Schaumstoffmatten, richtige Kopfkissen und nebenbei auch noch eine grandiose Aussicht gab, hab ich kurzfristig beschlossen, dass die anderen Berge und Faelle Ghanas auf meinen Besuch verzichten mussten und bin zwei Tage geblieben. Was mir noch direkt auffiel: im Bad gab es richtige, saubere Fugen zwischen einheitlichen Fliesen!! Drei Mal duerft ihr raten, welche Nationalitaet die Besitzer hatten?! rischtisch, die kamen aus good old Germany. Hab Sabine meine Beobachtung mit den Fugen mitgeteilt und dann direkt gedacht, dass die mich jetzt vermutlich fuer bekloppt haelt. Aber nee, die grinste nur und meinte, das wuerde allen deutschen Gaesten auffallen. Wir deutschen Pingelskoepp erkennen uns also im Ausland an der Verfugung der Badfliesen, super oder?
Wli ist wieder so ein Bergdorf gewesen, allerdings eher in einem Tal zwischen den umgebenden Gipfeln gelegen. Aber auch hier war das Klima angenehmer als in der Ebene an der Kueste. Nachts sogar so kalt, dass ich eine braune Wolldecke mit Pferdemotiv in den Bettbezug mit rosa Bluemschenmuster und Mangelknoepfen gesteckt habe, um nicht zu frieren. da wird einem doch erst mal klar, WAS alles typisch deutsch ist.
Oh, und was das beste war: die hatten eine Waschmaschine!! die hab ich zwar erst gesehen, als ich mit dem Waschen meiner Shirts bereits fertig war, aber ich durfte auf Nachfrage meine vor Dreck starrende Jeans (Sabine Kommentar: "jaja, wenn die Hosen von alleine stehen...") und mein grosses Laken mit in die Maschine schmeissen. Ihr koennt Euch alle gar nicht vorstellen, wie schoen es sein kann, eine frisch maschinengewaschene, frisch riechende, kein bisschen mueffelnde und weder mit Dreck- noch mit Waschmittelresten versehene Jeans anzuziehen! Die sieht zwar ruckzuck wieder aus wie Sau, aber einmal nach 3,5 Monaten 60 Grad und Schleudergang, das ist schon was wert.

Aber ich war ja nicht wegen deutscher Lebensart, sondern wegen der Wasserfaelle da. Es gibt die Lower Falls, also die unteren Wasserfaelle, was die hoeheren sind. Dahin gelangt man nach einem etwa 40minuetigen Spaziergang, bei dem man zig Mal den Fluss ueberquert, der weiter oben vom Berg runterstuerzt. Sehr malerisch das Ganze, und problemlos in Flipflops zu bewaeltigen. im Pool, der sich unter den Faellen gebildet hat, kann man sogar schwimmen.naja, plantschen, ist nicht gerade tief das Wasser. gestern  morgen hab ich dann die Tour zu den upper Falls gemacht. Hoelle, und ich dachte schon, das in Amedzofe waere anstrengend gewesen. irgendwann musste ich ungefaehr alle 20 Meter eine Pause machen, aber das war dermassen steil, dass mir die Luft ausging, meine Knie schmerzten und meine Ohren zu waren wie bei ner Flugzeuglandung. mir wars einigermassen peinlich, da mein Guide nur maessig fertig wirkte. Aber immerhin, ich hab durchgehalten und bin mit dem Anblick der sehr schoenen oberen Wasserfaelle belohnt worden. Als ich zurueck ins Dorf kam, haben alle gefragt, ob ich es bis zu den Faellen geschafft haette und Sabine meinte, ich sei aber ganz schoen schnell wieder da. also scheine ich vielleicht doch nicht sooo unfit zu sein, mein Guide Jonathan meinte auch, dass viele schon vor der Haelfte aufgeben wuerden. Das ist doch beruhigend. Ich hab am Ende dann Jonathan schon vorgeschickt und bin alleine an den lower Falls plantschen gegangen. das Wasser ist eiskalt, aber das kam mir gerade recht. irgendwo gabs auch Umkleidekabinen, aber da war ja sowieso keiner, also hab ich mir einfach direkt da den Bikini angezogen. Nackich unter hoechsten Wasserfall Westafrikas. Kurzfristig hatte ich ueberlegt, einfach ohne Klamotten ins Wasser zu springen, aber dann kam mir die Erinnerung an die 30koepfige Reisegruppe vom Vortag und der Gedanke, dass da ne Horde Japaner um die Ecke kommt, waehrend ich einen auf Eva mache, hat mich dann doch dazu bewogen, mir was anzuziehen...

den Nachmittag hab ich dann wie erwaehnt mit Waschen und ausserdem mit Lesen verbracht. musste mein Buch vor meiner Abreise auslesen, da Sabine Interesse angemeldet hatte und ich mir so mal wieder kostenlos neuen Lesestoff aus ihrem Buecherregal aussuchen konnte, und das auch noch auf deutsch.
Abends kam noch eine nette Hollaenderin namens Jorieke an, die, wie sich im Gespraech herausstellte, auch am Montag die Faehre in den Norden nehmen will. Und wieder ein Problem weniger bzw Gesellschaft und jemanden, der aufs Gepaeck aufpassen kann, waehrend der andere aufs Klo muss oder Essen holt.

Jetzt ist hier gerade eine Horde Amis eingefallen, hat alle PCs um mich besetzt und groehlt um die Wette, um sich gegenseitig ihre Mails vorzulesen. Dagegen sind die ghanaischen pubertaeren sich wichtig machenden Jungs geradezu dezent.

nun ja, viel mehr gibts glaub ich jetzt sowieso nicht zu berichten. Werde mich morgen auf den Weg nach Akosombo machen und hoffe, Sonntag dann mit einer lustigen Truppe den Tourisauftrip auf dem Ausflugsboot starten zu koennen. ein bisschen Ballermann in Westafrika, aber das ist ja immerhin der 11.11., und wenn ich schon nicht in Koeln bin...
ich vermute mal, dass ich in den naechsten Wochen nicht wirklich regelmaessig ueber Handy zu erreichen sein werde. Also macht Euch keine Sorgen und schreibt mal ne Mail oder ne SMS, die krieg ich dann ja schon irgendwan
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