Aerosmith, Schleusen und Paraden

Trip Start Aug 03, 2011
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Trip End Ongoing


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Flag of Panama  ,
Thursday, November 3, 2011

Kaum in Panama Ciudad angekommen, da trafen wir auch schon auf ein deutsches Pärchen, die unsere WeggefährtInnen für die nächsten paar Tage waren. Anne und Christoph wollten ins selbe Hostel wie wir, und da wir ähnliche Pläne hatten, kam es, dass wir viel Zeit miteinander verbrachten.

Auch trafen wir auf Paul, einen Niederländer, den wir schon in Orange Walk und auf Caye Caulker getroffen hatten. Das erste (ich glaube noch vor der Begrüssung) das er zu uns sagte, war: "Hei, kommt ihr heute Abend auch ans Aerosmith-Konzert?" Klar waren wir sofort dabei - die könnten ja morgen alle tot sein.

Mit ihm, Neile aus London und Patricio aus Chile schnappten wir uns ein Taxi, und fuhren zum Baseball-Stadion (das irgendwie nur halb fertig ist...). Auf der Autobahn sahen wir allerlei interessantes, unter anderem ein "Nicht Parken"-Schild?!
Bei dem Stau könnte man aber schon mal auf die Idee kommen... Da der Stau irgendeinmal unerträglich war, riet uns unser Taxifahrer, doch einfach quer über die Autoban zu gehen, das sei wohl schneller, als wenn er da jetzt noch sich irgendwie rumschlagen müsse. Gesagt, getan.

Zusammen mit ein paar hundert anderen KonzertbesucherInnen machten wir uns also auf den letzten Kilometer - quer durch alle (stehenden) Autos hindurch. Gewisse UK-Girlies wahren aber wohl noch nie an einem Rock-Konzert, und fanden daher, es sei der Ort, um Absatzschuhe anzuziehen, weswegen wir erst zur zweiten Vorband mit einem Kasten Bier und ein paar Colas auf den Rängen des Stadions waren.

Die unbekannte panamanische Vorband war ein ganz passabler Auftackt für die erfolgreichste Rockband aus den USA, welche ihrem Namen alle Ehre machten: Während Steve Tyler ganz nach Rock-Manier seine lagen Haare in den Ventilator hielt, ins Mikrophon jaulte und eine perfekte Luftgitarre spielte (nicht ein falscher Ton!), bot das Programm alle Klassiker inklusive Balladen wie auch den „härteren" Songs.
Das Konzert war der Hammer, aber die eigentliche Attraktion war das Stadion und die Leute: Kaum hatte Aerosmith mit ihrer Show begonnen, beugten sich die beiden Herren im mittleren Alter in der Reihe vor uns über ihr Blackberry und begannen wie verrückt, zu tippen. Während bei „normalen“ Rockkonzerten der Teil vor der Bühne ein riesen Tumult, und die ganze Speilflaeche mit Leuten bedeckt ist, wird in Panama der vorderste Teil gestuhlt und für 350 USD an VIP-KundInnen verkauft. Die ganzen restlichen „RockerInnen“ draengen sich auf den Tribühnen, wobei das Publikum ausser einem energetischen Kopfnicken und einem rhytmischen Von-einem-Bein-aufs-andere-Schwanken kaum mehr Regung zeigt als im Theater. Dies mag auch daran liegen, dass waehrend unsereins an ein Rockkonzert mit Gummistiefeln und Band-Shirt aufkreuzt, die Panamanerinnen aussehen, als waere im Du Theatre Ladies Night.

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich mit Christoph und Anne zum Kanal, Schiffe und Schleusen anschauen. Was wir nicht bedacht hatten, war, dass an dem Tag Nationalfeiertag war, und deswegen vor unserer Haustüre eine riesen Parade zur Feier der Unabhängigkeit von Kolumbien stattfand: Feuerwehr, Marine, Pfadi, Gewerkschaften, die Schöbheitskönigin von X und Y, indigene Kuna Frauen in ihren Tachten, all möglichenSchulen (representiert von jungen Frauen in knappen Kleidchen und hohen Stiefeln) und und und marschierten vo uns auf und ab, und führten dazu jede Menge Kunststücke auf, wie z.B. mit den Quad auf zwei Rädern fahren, oder zu a la Superman Motorrad fahren, Stöckchen schwingen, in zu gossen Stiefeln in Gleichschritt gehen, sich-nicht-anmerken-lassen-dass-man-schwitzt etc.

Da es schien als hätte man ganz Panama aufgeboten und wir von dem Geschehen so fasziniert waren, blieben wir einfach da, und verschoben die Schleusen auf den nächsten Tag.

Am Tag darauf machten wir uns dann auf zu den Schleusen. Also das heisst, zuerst auf den kleinen Hügel, von dem man eine tolle Aussicht auf die Stadt hat. Die Sicht war sehr beeindruckend: Von Wolkenkratzern über Kolonialstadt bis hin zu halb verfallenen Slums sieht man von dort oben einfach alles, und in der Ferne warten die Schiffe darauf, in den Kanal eingelassen zu werden.

Der Anblick, wie dann solche 12'000-Container-Schiffe in den Miraflores-Schleusen gute 20 Meter angehoben werden, und vor einem Tanker und nach einer Luxusyacht in den Kanal ein- und ausfahren, war atemberaubend. Ein Schiff, das ein paar hundert Tonnen wiegt, wird einfach mal so in ein paar Minuten ca. 20 Meter angehoben und abgesenkt, und die Crew sitzt dabei rum, als wäre es das langweiligste der Welt. Wir standen sicher ein paar Stunden fasziniert da, und beobachteten einfach das Treiben auf dem Kanal.... Beeinduckend!
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Comments

Leibundgut-Ingold Rita, Belp on

Ihr lieben zwei!
Heute habe ich erstmals diesen Bericht entdeckt und die Fotos genossen. Wirklich atemberaubend, diese Schleusen mit den Riesenfrachtern! und inzwischen seid Ihr ja wieder um fantastische Eindrücke reicher, so hoffe ich doch! Freue mich schon jetzt auf die Bilder von den Galapagos!
Die Geburifeier von Nene war einmal mehr sehr gemütlich und wir haben fein gegessen, News von Euren Cousinen und Cousin vernommen. Ich freue mich riesig, von Euch zu hören / lesen!
Liebe Grüsse!

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