Animal Paradise

Trip Start Jul 25, 2006
1
7
21
Trip End Oct 05, 2006


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

Flag of Malaysia  ,
Sunday, August 20, 2006

Hi,

War jetzt also von Mittwoch bis Samstag im Danum Valley. Und was soll ich sagen, war SUPER ! Bin also nach Lahad Datu geflogen. Der Flieger war ein kleineres Propellerflugzeug fuer so ungefaehr 50 Leute.

Da das Flugzeug nicht alt zu hoch fliegt, hatte man eine schoene Aussicht. Klar war natuerlich, dass der Mt. Kinabalu wieder unbewoelkt in den Himmel ragte mmhh... naja, schon etwas aergerelich, zumal mein Versuch den Berg zu besteigen erst 3 tage her war. In ganz Sabah war aber zu der Zeit ziemlich schlechtes Wetter. Soll angeblich an einem Taifun gelegen haben, der mal wieder die Philippinen heimgesucht hat und auch ein paar Wolken hierher schickte.
In Lahat Datu habe ich dann mein Guide und den Fahrer getroffen und schon ging es los. Die beiden hatte ich zuvor schon organisiert, ansonsten waer man nicht weit in Richtung Danum Valley vorgedrungen. Zuerst ging es aus der Stadt raus in Richtung Westen. Nach der ersten virtel Stunde kam dann schon ein Checkpoint,ohne Erlaubnis, die man von der Malaysischen Forstgesellschaft bekommt, kein Zutritt. Dahinter kam aber noch lange nicht das Danum Valley. Dies war die Grenze zu dem Waldgebiet, was von der Malaysischen Regierung verwaltet ist(Aholzung, Auffortung,Teakplantagen). In den restlichen 2h und 60km ging es durch Sekundaerwald, also Wald, der zuvor schon einmal von seinen Haertesten und Groessten Exemplaren befreit wurde :( -heul- Dort faellt ein Baum besonders in Auge, der Mengaris Baum.

Dieser ist mit bis zu 70-80m einer der Groessten in den Waeldern Malaysias. Da sein Holz aber sehr schnell splittert is es eher schlecht fuer industrielle Zwecke zu gebrauchen und man laesst ihn stehen... Glueck fuer ihn. Auf den letzten 20 km sah man dann gehaeuft Haeufchen. Naja man koennte auch "riesige Scheisshaufen" sagen, war naemlich Elefantendung. Diese Exemplare habe ich leider nicht zu gesicht bekommen. Die kommen fast besser mit Sekundaer- als mit Primaerwald klar, weil es dort aufgrund von mehr Licht am Boden mehr jungere Pflanzen gibt, was die Fanties sehr gern fressen. Die meissten anderen Tiere leiden allerdings sehr unter der Vernichtung ihres Lebensraumes.
Wer Lust hat gegen die Abholzung etwas zu tun, kann das gerne machen und 10 cent, oder auch mehr ;) an den WWF spenden. Die versuchen gerade ein dreilaenderuebergreifendes (Malaysia, Indonesien, Brunei) Naturschutzgebiet ("The Heart of Borneo") zu errichten.

Info: http://www.wwf.de/naturschutz/lebensraeume/waelder/aktionsprogramm- indonesien/heartofborneo/index-2.html

http://www.panda.org/about_wwf/where_we_work/asia_pacific/our_solutions/borneo_forests/index.cfm --> englisch

Spende: https://www.wwf.de/aktive-hilfe/formular-spende.html

naja soviel dazu...
Nach 2 h Fahrt sind wir dann also im Danum Valley Field Centre angekommen, das war so gegen Mittag. Die Unterkunft war wie immer sehr einfach gehalten, aber ok. Am Nachmittag sind wir dann auf dem naturetrail ein paar Stuendchen rumgewandert. Da hab ich zum ersten mal ein paar Nashornvoegel gesehen, von denen es im Danum Valley 5 verschiede Arten gibt,zwei oder 3 davon habe ich gesehen.
Am Donnerstag sind wir Vormittags zu ein paar Graebern aus der Mittelalterzeit gewandert,

natuerlich nur durch Primaerwald ;) Die Graeber waren, trotzt der Knochen die noch drin lagen, nicht so interessant. Dafuer habe ich mein ersten Affenexemplar gesehen. Es war ein "redleafed monkey". Ohne meinen guide, Ballin, haette ich ihn jedoch in der dichten Vegetation nie entdeckt. Da er diesen Job schon mehr als zehn Jahre macht und in der Gegend aufgewachsen ist, hatte er ein sehr gutes Auge fuer solche Dinge und konnte das Gezwitscher vieler der 320 Vogelarten (vor 2 Jahren waren noch 280 Arten) im Danum Valley nachahmen. Neben den ganzen Tieren fand ich die Vegetation fast noch beeindruckender, vor allem die Baeume, die mit 400-500 Jahren und 70-80 m einfach nur gigantisch waren. Man konnte nie die Krone der Baume sehen, wenn man direkt darunter stand.
Am Mittwoch Abend habe ich mich bei Essen mal mit den Studenten und Forscher unterhalten. dabei habe ich mitbekommen, dass sie am Donnerstag Nachmittag mal wieder "tubing" (ein Stueck Flussaufwaerts laufen - flussabwaerts mit nem Treckerreifen) gehen wollen. Ich fand das eine sehr gute Idee. Ein paar Australier kamen uns allerdings zuvor, sodass es nicht genug Reifen gab. Clever wie ich bin habe ich mir natuerlich am Vormittag schon einen besorgt. Bloed war bloss, dass die Australier schon losgegangen waren und ich allein mit meinem Reifen dastand. Ein Ingeneur, der Flussaufwaerts eine neue Haengebruecke baut, musste zum Glueck nochmal zu seinem Konstrukt und hat mich kurzerhand mitgenommen. Die neue Bruecke erschliesst, wenn sie fertig ist, ein neues Waldgebiet fuer die Forscher, die gern ein groesseres Areal fuer ihre Arbeithaetten. Bin mit ihm also so 45 min den Fluss hinauf gegangen. Leider haben wir dabei, weil er ein ziemliches Tempo vorgelegt hat, bei dem ich in meinen Blutegelsocken und Flipflops kaum hnterherkam, die Australier wieder eingeholt. Leider sag ich deswegen, weil sie ziemlich laut waren und man damit fast alles verscheucht was kreucht und fleucht. habe mir also auf dem Fluss viel, viel Zeit gelassen und ihnen einen ordentlichen Vorsprung gegeben. Und schau einer Guck... es hatte sich gelohnt. Am Ufer hab ich eine Gruppe Langschwanzmakaken entdeckt und ihnen 5 min. zugeschaut. Fast eineinhalb Stunden habe ich gebraucht bis ich wieder am Fieldcenter ankam, da der Fluss nur wenig Wasser fuehrte und somit sehr langsam floss. war sehr entspannend und hat mir extrem gut gefallen.
Am Mittwoch hatte mein guide gleich in der naehe des Centers einen fruiting Figtree ( Baum mit Fruechten) entdeckt. Was fuer ein Glueck ! das sind die besten PLaetzte fuer Tierbeobachtungen, weil die ja schliesslich auch etwas essen muessen. Bin dann also bei jedem Sonnenauf- und untergang mit einem Schweizer Paerchen zu diesem Baum gegangen. neben vielen Voegeln und ein paar Eichhoerchen haben wir dann tatsaechlich Donnerstag frueh ein Orang Utan mit Baby beobachten koennen. Abends waren wir wieder da und haben beim Nestbau zugeschaut. Auch Freitag frueh haben wir sie wieder gesehen. Das war echt klasse, vor allem weil es Orang Utans in der freien Wildbahn waren.
Freitag wollte ich dann unbedingt zu Purut-Wasserfall (dort hat man im Januar noch Rhinokacke gefunden)wandern, dass haette so 4-5 h gedauert, eine Strecke. Ballin hatte aber immer irgendwie kein Bock so weit zu laufen und versuchte es mir staendig auszureden. Letztendlich sind wir doch losgegangen. Er musste aber staendig pausieren ( war auch schon 48), so dass ich dann nach 3 h einwilligte, auch aufgrund von etwas windigem Wetter(nich ungefaehrlich wegen falenden Aesten), wieder langsam zurueckzugehen. Auf dem Trek gab es natuerlich wieder Mosterbaueme und nochmal eine Gruppe redleafed monkeys. Man konnte aber nicht nur Affen und Baeume bestaunen, sondern auch Getier, was sich an uns zu schaffen machte, naemlich Blutegel! Da ich von denen schon vorher gehoert hatte, hatte ich mir ein paar leechsocks gekauft und war heilfroh ueber die Dinger! Einer hat mich erwischt am rechten Oberarm. Ich hatte es aber rechtzeitig gemerkt (wie ein Ameisenbiss)sodass es nicht zu stark blutete. Mein Guide haben sie aber ganz schoen attakiert. Er hatte so fuenf an beiden Fuessen in den Schuhen als wir wieder zurueckwaren (selber schuld ohne Blutegelsocken).

Freitag Abend bin ich dan wie immer vom Restaurant zum Hostel gelaufen (1km). Das war immer bloss mit Taschenlampe moeglich. Dabei hat man auf dem Weg immer Rehe gesehen. Als ich dann fast am Hostel war, kam mir dann ein unheimlich lautes Gebruell entgegen.

Anfangs dachte ich es sind Elefanten und mein Schritt wurde bedeutend schneller ;) ,denn mit denen ist nicht zu spassen, besonders wenn sie Junge haben. Ich habe mein guide einmal gefragt, was man machen sollte, wenn man Elefanten entdeckt und er meinte nur ganz trocken "run!" Am naechtes Tag hab ich aber rausbekommen, dass es ein maennlicher Orang Utan war.
Freitag kam dann eine Schulklasse an, die dort so etwas wie Naturkunde betreben haben. Ich habe also in der letzten Nacht nur vielleicht 2 h geschlafen, weil die Jungs in meinem Vierbettschlafabteil so eine art Camp eingerichtet hatten und die ganze zeit Radau machten ;) naja halt kids.
Samstag morgen hab ich dann noch am Orang Utan Baum ein paar Exemplare von irgendwelchem Wildgefluegel erspaeht und am Mittag ging es dann wieder in Richtung Lahat Datu und weiter nach Semporna zum Tauchen.
Fotos spaeter.

gruss Andreas
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: