In den Lava Tubes

Trip Start Apr 29, 2006
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Trip End Jun 04, 2006


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Monday, May 29, 2006

Cooktown - Innot Hot Springs - Undara
Der zweite Tag in Cooktown verbrachten wir "easy going". Nachdem Martin und Adrian keinen Coiffeur fanden, der offen war, schrieben wir in der lokalen Bibliothek am Internet Terminal die vorherigen Eintraege in diesem Travelblog.

Danach besuchten wir das Museum, wo viel ueber Captain Cook und die Geschichte von Cooktown zu erfahren war. Anschliessend verbrachten wir die waermsten Stunden des Tages am Pool und fuhren spaeter auf den Grassy Hill. Dort oben hat man einen schoenen Rundblick ueber Cooktown und den Endeavour River, und es befindet sich hier auch die Stelle, wo von den Entdeckern das erste Kaenguruh gesichtet wurde.

Da wir ja ein so schoenes Appartment inkl. Wohn- und Esszimmer hatten, entschieden wir uns heute fuer Take Away und machten uns ueber die ueppigen Portionen des Chinesen von nebenan her. Anschliessend fuehrte uns Martin ins 100er-Wuerfeln ein, ein Spiel mit 6 Wuerfeln, das suechtig machen kann...

Am naechsten Morgen fuhren wir via die Inland-Route, die kuerzlich durchgehend asphaltiert wurde, wieder Richtung Sueden. Wir kamen gut voran, und so waren wir bald im Atherton Table Land, eine huegelige und auesserst fruchtbare Gegend. In Mareeba machten wir einen Kaffeehalt in den Coffee Works, einer lokalen Roesterei. Danach zeigten wir Martin noch ein bisschen die Gegend, die wir von unserer ersten Australienreise bereits kannten: Curtain Fig Tree, Milla Milla Falls, die Windkraftwerkanlage auf dem Windy Hill. Zu Mittag assen wir im Nick's Swiss-Italian Restaurant. Der Schweizer gruendete das Restaurant in Yungaburra vor ueber 20 Jahren, und wir assen feine Spaetzli, Roesti und Salat (mit "richtigen" Saucen).

Die Nacht verbrachten wir in einem typischen Outback Hotel, einem Pub mit ein paar Motelzimmern nebenan, ein bisschen schmuddelig, aber mit einem herzlichen und australisch-urchigem Wirte-Ehepaar. Das Nachtessen war klasse, und nach einigen Partien Billard und 100er-Wuerfeln waren wir muede genug, um in unsere Schlafsaecke zu kriechen (die Bettwaesche war nicht wirklich anmaechelig). Adrian's Versuch, Formel 1 (GP von Monaco) zu schauen schlug fehl, da er vor Beginn der Uebertragung um 00.30 Uhr wieder mal vor dem Fernseher einschlief...

Die Fahrt nach Undara resultierte in einer leicht beschaedigten Windschutzscheibe. Die Strasse war nur einstreifig asphaltiert, und wir mussten einigen entgegenkommenden Road Trains ausweichen. Dabei fingen wir leider einige Steine ein.

Undara ist eine Gegend, in welcher vor relativ kurzer Zeit (vor 190'000 Jahren) zahlreiche Vulkane aktiv waren. Die lokale Geologie fuehrte dazu, dass die Lavastroeme wie kanalisiert ueber 100 km in einen entfernten Fluss liefen und dort abkuehlten. Dabei formte die heisse Lava einen Kern, und die aeusseren Schichten kuehlten ab. So bildeten sich regelrechte Tunnels, die sogenannten Lava Tubes, fuer welche Undara bekannt ist.

Nachdem wir angekommen waren unternahmen wir zuerst einen Walk zu zwei hochgelegenen Aussichtspunkten, von welchen man einen guten Blick auf die Vulkankegel in der Umgebung erhaschen kann.
Auf der nachmittaeglichen Tour besichtigten und durchwanderten wir einige der eindruecklichen Lava Tubes. Wir erfuhren einiges ueber die geologischen Verhaeltnisse, aber auch sehr viel ueber die Tierwelt und die Geschichte dieser Umgebung.

Uebernachtet haben wir in ausrangierten Schlafwagen der Eisenbahn, die im Resort als Uebernachtungsmoeglichkeiten dienen, sehr originell und mega bequem! Ausserdem konnten wir von der Veranda, die rundherum angebaut sind, Kanguruhs und Kookaburras beobachten.

Nach dem Nachtessen gab es eine Gutenachtgeschichte vom Ranger am Lagerfeuer, und anschliessend unternahmen wir noch eine naechtliche Wanderung und betrachteten den ueberwaeltigen Sternenhimmel. Es war recht kalt in dieser Nacht, und so waermten wir uns nochmals am Lagerfeuer, bevor wir unter die warme Decke krochen.

Das Highlight am naechsten Morgen war das Bush-Breakfast um 7 Uhr draussen in einer Lichtung etwas ausserhalb vom Resort. Wir genossen die ueber dem Feuer geroesteten Toasts und die Eier mit Speck vom Grill. Allerdings galt es, das Essen gut zu bewachen, denn die Voegel rundherum haben die Frechheit, gelegentlich ein Stueck Speck direkt vom Teller zu schnappen.

Beim Parkausgang unternahmen wir noch einen Walk auf dem Rand eines kleineren Vulkans, bevor wir wieder Richtung Kueste fuhren.
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