Canoeing in Wells Gray

Trip Start Jul 11, 2009
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Trip End Jul 31, 2009


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Flag of Canada  , British Columbia,
Monday, July 20, 2009

Via Clearwater gings Richtung Wells Gray Provincial Park. Im Visitor Centre buchten wir Reservationen für unseren Kanu-Ausflug. Während Familie Andermoser wieder einmal für uns auf Einkaufstour ging, blieben wir im Park des Visitor Centre. Hier draussen gab es WLAN, was uns ermöglichte, endlich unsere vielen Caches online zu loggen.

Dann ging es in den schönen Provincial Park. Dieser Park mit seiner Fläche von rund 5'000 Quadratkilometer ist riesig, aber doch wenig besucht. Dabei hat es hier wunderschöne Landschaften und wirklich beeindruckende Wasserfälle - die schönsten jedenfalls, die wir bisher in Kanada gesehen haben.

Auf dem Weg in den Park hielten wir zuerst beim Spahats-Wasserfall, danach gings weiter zum Falls Creek Campground. Silvio und Adi erkundigten sich bei der Kanu-Vermietung wie alles abläuft und erhielten schon mal zwei wasserdichte Taschen, um das Gepäck für den zweitätigen Kanuausflug zu verstauen. Silvio hackte daraufhin fleissig Holz zur Vorbereitung.

Nach dem ausgezeichneten vegetarischen Stir-Fry mit Tofu (Nadine und Seta sind Vegetarier), besuchten wir eine Diashow der Ranger über die Parks von BC, da heute der jährliche „Parks Day" gefeiert wurde. Die Show war aber soooo langweilig, dass es nur Ada und Silvio bis zum Schluss aushielten. Als alle wieder zurück im Camp waren, sassen wir noch ein wenig ums Feuer.

Dem Gedanken, Marshmallows über dem Feuer zu braten, konnte Adi bisher nicht viel abgewinnen, aber als er es probierte, konnte er kaum mehr aufhören damit. Passt übrigens sehr gut zu Single Malt Whisky!

Am nächsten Tag ging dann das Abenteuer los!  Ausgerüstet mit Proviant, Schlafsäcken und Zelten, paddelten wir mit zwei Kanus auf dem Clearwater Lake. Während Nadine und Silvio bereits viel Erfahrung mit Kanufahren haben, war das für uns völlig neu. Darum verhielten wir uns natürlich anfangs entsprechend ungeschickt. Bald ging es aber besser, doch anstrengend war's trotzdem, zumal es am ersten Tag nicht ganz so schön und etwas windig war und wir zudem eine etwas ungeschickte Routenwahl quer über den See, statt entlang des Ufers, wählten. Eine laute Gruppe Holländer in mehreren Kanus, die wir meiden wollten, war dabei aber mitschuldig.

Schlussendlich wurden unsere Mühen aber belohnt: An einem wunderschönen Plätzchen mit Sandstrand konnten wir unsere Zelte aufstellen. Zudem blieben wir für uns alleine: Es gesellten sich keine anderen Camper zu uns. Es war voll friedlich da draussen! Das Wetter wurde freundlich und sehr warm auf den Abend hin, so, dass wir uns sogar kurz ins eiskalte Wasser wagten.

Unterwegs bemerkte Silvio übrigens, dass wir den Wein vergessen hatten. Dafür umzukehren, kam natürlich nicht in Frage. Dass wir aber auch das Wasser und das Besteck vergessen hatten, merkten wir erst, als alle Zelte aufgeschlagen waren. Zum Glück war das Wasser des Sees aber so sauber, dass wir es hätten trinken können (zur Sicherheit kochten wir es aber ab, den Wasserkessel hatten wir zum Glück dabei!). Da wir zum Znacht Burger mitgebracht hatten, brauchten wir dafür zum Glück kein Besteck. Bis es komplett dunkel war, spielten wir noch ein paar Runden UNO.

Die Nacht im Zelt war dann etwas unheimlich. Zuerst hatten wir das Gefühl, dass jemand um unser Zelt herumschleicht, und später heulte es draussen plötzlich wie ein Rudel Wölfe. Leider hatte Adi nicht zugehört, als ihm Nadine am Nachmittag erzählt hatte, dass die Wasservögel draussen auf dem See einen Ruf wie Wolfsgeheul haben. Das hätte uns etwas beruhigt...

Erleichtert krochen wir aus dem Zelt, nachdem Silvio das Feuer wieder angezündet hatte, denn abgesehen von den komischen Geräuschen war es auch sehr kalt geworden über Nacht, schätzungsweise 5-10 Grad, Ada fror die ganze Nacht!

Mit der aufgehenden Sonne wurde es rasch wärmer und der See war spiegelglatt. Herrlich!

Zum Frühstück am nächsten Tag teilten sich Nadine und Adi den einzigen Löffel, der sich in unserem Besitz befand: Namentlich den Baby-Löffel der Puppe von Seta! Hat aber bestens funktioniert, um das Müesli zu essen. Silvio und Ada assen das Müesli mit blossen Händen, was für Vorbilder für Seta! ;-)

Es war eine wahre Freude, im schönen Morgenlicht wieder auf den flachen See hinaus zu rudern. Zwar schmerzten (je nach Person) die Schultern, die Hände oder die Arme, aber es war trotzdem viel schöner als am ersten Tag. Wir fuhren etwas früher los als Silvio, Nadine und Seta. Wohlwissend, dass sie uns vermutlich ohnehin irgendwann einholen würden. Und prompt kamen sie direkt nach uns bei unserem ersten Zwischenstopp an. Während sie hier eine kurze Badepause einlegten, fuhren wir sofort weiter. Am zweiten und letzten Zwischenstopp sprang schliesslich Adi kurz ins Wasser, während uns Silvio und Nadine erneut einholten. Nun ging es nur noch kurz quer über den See zur Anlegestelle, wo wir am Vortag gestartet waren.

Hier luden wir unser Gepäck aus, versorgten die Kanus und gaben unsere Ausrüstung wieder zurück. Bevor wir mit dem Camper weiter fuhren, assen wir noch eine feine Portion Maccaroni with Cheese auf der Wiese eines schönen Picknick-Platzes.

Auf dem Weg hinaus aus dem Park stoppten wir bei zwei weiteren schönen Wasserfällen. Im Ort Clearwater gingen wir kurz einkaufen. Silvio kaufte eine Zeitung: Auf deren Frontseite waren grosse Waldbrände bei Kelowna das Hauptthema - Dieser Ort liegt ziemlich nahe bei den Verwandten von Nadine, die wir am nächsten Tag besuchen wollten. Dies beunruhigte uns ein wenig, da zudem geschrieben stand, dass die Strasse, die danach Richtung Vancouver führt, vorläufig gesperrt sei. Immerhin war aber die Gegend von Vernon und Coldstream, wo Uncle Wayne und Aunt Joan wohnen, nicht davon betroffen.

Ausgerechnet bei einer Gedänkstätte in einem Gebiet von grossen Waldbränden, welche 2003 vor Ort wüteten, hielten wir für das Nachtessen. Ein etwas makaberer Zufall. Natürlich brachte uns erneut ein Geocache dazu, just hier zu halten.

Für die Nacht bezogen wir einen Stellplatz im Pinegrove Campground in McLure. Aus unserer Sicht der bisher beste Platz: Gute Duschen, Strom- und Wasseranschluss, plus WLAN onsite! Was für ein Kontrast zur vorhergehenden Nacht im Zelt!
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