Km 1740, Tirana

Trip Start Jan 30, 2010
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Trip End Ongoing


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Where I stayed

Flag of Albania  ,
Thursday, March 4, 2010

Nach einem nicht sehr leichten Abschied von Steve bin gestern weiter Richtung Albanien geradelt. Ich war wirklich äusserst gespannt auf Albanien und habe mich eigenlich auch schon seit dem Start speziell auf dieses Land gefreut, da man doch so viele verschiedene Dinge darüber hört. Kaum habe ich die Grenze zu Albanien passiert, kam schon die erste Einladung zum Tee. Eine Gruppe gelangweilter Tankstellenwärter hat mich von der Strasse gerufen und mir schon meine erste Albanisch-Lektion erteilt.. Das wichtigste Wort in Albanien ist "mir"; Mir heisst so ziemlich alles was gut ist und und man kann mir auch schon mal als ganzen Satz verwenden.. Zum Beispiel: "Mir" - gehts gut? "Mir, mir" - gut gut! Was mich von da an äusserst begeistert hat, ist die riesige Freude, die ein ausländischer Velofahrer in einem Albaner auslösen kann. Man kann keine 100 Meter fahren, ohne dass einem nicht irgendwo jemand zuruft und zujubelt oder ein bisschen mit einem reden will, auch wenn man kein Wort englisch spricht. Die Freundlichkeit der Menschen ist wirklich gewaltig!! Am Abend konnte ich dann bei Lesslie, einer Couchsurferin, welche seit zwei Jahren in Albanien lebt, schlafen. Sie spricht nahezu fliessend albanisch und konnte mir eine Menge über diese Land erzählen. Sehr speziell ist auch, dass die Albaner zu "ja" ein "nein" nicken.. Also meint man ja, dreht man den Kopf. Dies hat mir schon einige peinliche Situationen gebracht, wie z.B. die Pizzaverkäuferin, die gefragt hat, ob ich die Pizza zum mitnehmen will und ich sage und mache "nein" und sie gibt mir natürlich die Pizza zum mitnehemen..Es gibt noch weitere Geschichten, aber die erzähle ich dann später..;)
Nun, heute bin ich gegen Mittag in Tirana angekommen. Die Fahrt von Lezhe nach Tirana war einfach nur gerade aus auf der "Autobahn". Nun ja, Autobahn ist vielleicht etwas übertrieben aber es war zumindest eine Strasse.. Was auch sehr eindrücklich ist hier in Albanien ist die Armut auf dem Lande, manchmal habe ich wirklich gedacht, ich bin hier in Kambodscha oder so.. Wirklich krass, wie die Leute hier leben. Weitaus das schlimmste für mich ist die absolut krasse Umweltverschmutzung hier. Riiesige Abfallberge liegen überall verstreut, es wird einfach alles verbrannt und die Autos sind im durchschnitt etwa 30 Jahre alt. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie es ist, mit dem Velo nach Tirana zu fahren, einfach ein riiesiges Smog-Loch.. Aber alles in allem muss ich sagen, Albanien ist durchaus eine Reise wert, nur schon wegen der Bevölkerung und ich denke, die Natur wird ab jetzt auch viel schöner, weil ab morgen gehts wieder in die Berge und dann weiter nach Mazedonien, wo mich wahrscheinlich der Winter wieder einfangen wird. Ah ja, und heute habe ich die ersten schweizer Velofahrer getroffen. Markus und Veronika, welche auch auf dem Weg nach Indien sind. Schön, mal gleichgesinnte zu treffen und Erfahrungen auszutauschen! So, ich hätte noch sooo viel zu erzählen, aber ihr werdet schon noch mehr lesen oder hören..;)

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