Tabgha - Jericho

Trip Start Apr 22, 2011
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76
87
Trip End Jul 12, 2011


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Where I stayed
Hotel Jerusalem

Flag of Palestinian Territory  ,
Friday, July 1, 2011

01.07.2011
62. Etappe
km: 142
Start: Tabgha Jugendherberge Karei Deshe
Startzeit: 2:30 Uhr
Gesamt km: 5106
Ziel: Jericho Hotel Jerusalem

Ich starte so frueh um der Hitze zu entgehen, was mir abschlissend nicht gelingt. Ich habe ein Lunchpaket mitbekommen.

Am Suedwestufer ist es noch recht lebhaft, auch mit Polizeieinsatz.

Ich fahre ins Jordantal ein. Am Anfang gibt es sogar einen Radweg. die Landschaft ist huegelig. Nach 50 km entscheide ich mich nicht in der Jugendherberge zu uebernachten. Jetzt muss ich die letzten 80 km durchziehen. Aber bis hier lief alles gut.

Dann kommt die "Grenze" nach Palaestina. Die Strasse kann durch ein schweres Stahltor sofort abgeriegelt werden. Man merkt den Unterschied sofort. Die Felder sind plastikverseucht. Am schlimmsten finde ich die eingezaeunten Doerfer. Fuer Israelis ist der Eintritt dort streng verboten. Die Palistinaenser fristen im Prinzip einen offenen Vollzug. Das ist fuer beide Seiten nicht fruchtbar. Der Preis fuer die Israelis ist ein aufgeblaehter Sicherheitsapperat. Jede Freizeitstaette wird mit Schusswaffen ueberwacht. An wichtigen Punkten stehen Soldaten und machen intensive Gepaeckkontrollen mit schusssicherer Weste. Und das bei der Hitze. Ich habe uebrigens mit meinem eoropaeischen Aussehen absolute Narrenfreiheit.

Links von mir verlauft die Grenze nach Jordanien.

An einer Tankstelle insbesondere und an anderen Stellen stelle ich fest, dass die Palistinaenser wohl ein unbeherschbares Streitgen in sich tragen. Es endet immer damit, dass mehrere Andere die beiden Streitenden auseinanderhalten. Damit ist wohl fuer beide Streithaehne das Gesicht gewahrt. An der Tankstelle war es besonders schlimm. Dort fanden Schrubber und sonstige Dinge Verwendung. Ich bin direkt daneben sitzen geblieben und habe in Ruhe mein Fruehstueck verzehrt.

Die letzten 50 km gehen durch die Wueste. Das merkt man auch an der Temperatur. Ich komme so langsam auf 400 Meter unter Meeresspiegelniveau. Zum Schluss kippe ich mir das Wasser ueber den Kopf und ins Hemd. Am Stadteingangscheckpoint gehe ich erstmal in den Container und bleibe 1 Stunde unter den Einfluss der Klimaanlage. Danach mache ich mir Gedanken ueber meine Uebernachtungsstelle. Das mir bekannte Hotel gibt es nicht mehr. Ich komme an dem Gemeindegesundheitsstelle vorbei. Man winkt mich hinein. Man bietet mir ein Mittagessen und Wasser an. Schliesslich fahre ich zum Hotel Jerusalem. Der Besitzer sagt stolz etwas von internationaler Adresse. Fuer mich ist das einfach nur ein Dreckloch fuer das ich auch noch 30 Dollar von vorab verlangten 60 Dollar bezahlen muss. Aber nach 140 Km ist man nicht mehr versucht noch etwas anderes zu suchen. Zum Glueck habe ich noch meine Strandmatte und mein persoenliches Schlafzeug. Aber auch das gibt es auf solchen Reisen.

Als ich zum Essen gehe, werde ich oft angesprochen. Nach drei, vier Einleitungssaetzen geht es immer zur Sache, was man so von den Israelis so haelt. Einer fragt mich, ob ich Hitler kennen wuerde und ich antworte, dass das eine dunkle Geschichte der deutschen Vergangenheit ist. Er sagt darauf, dass der alles richtig gemacht hat. Jeder Zweite tischt mir irgenwelche Verschwoerungstheorien ueber Staaten auf, bei der am Ende immer die Vernichtung aller Israelis steht. Meine Guete, was fuer ein Hass.  
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